Heise meldet das – und beruft sich auf Aussagen von durchaus mit der Materie vertrauten Leuten – dem Erfinder des “Like”-Knopfs in Fratzbuch beispielsweise.

Die These: die sozialen Netzwerke, egal ob nun Facebook, Instagram, Snapchat oder wer auch immer, sind durch ihr Geschäftsmodell quasi dazu genötigt, den Benutzer soweit wie nur möglich zu einem Klickjunkie zu machen, indem sie (auf unterschiedliche Weise) das Belohnungszentrum des Gehirns schamlos mißbrauchen.

Mangels eigener Erfahrung kann ich nix dazu sagen – außer: wenn ich mir so den einen oder anderen Praktikaten/Azubi bei uns ansehe, der mit dem Mist aufgewachsen ist, scheint es durchaus, als würden die Theorien stimmen.

Auf die Spitze getrieben hat es unser Vollprofi von einem Azubi. Der Typ definiert sich über sein Handy. Selbst mit einer Abmahnung nebst Kündigungsdrohung im Kreuz kann der nicht von seinem blöden Telefon lassen – und ist sichtlich unglücklich, wenn er es mal nicht benutzen darf. Folge: egal ob mit oder ohne Smartphone, seine Aufmerksamkeitsspanne entspricht etwas der eines Eichhörnchens.

Nicht representativ, klar, aber diejenigen mit Kindern sollten es sich besser mal ganz genau überlegen, wie sie das verhindern wollen. Sonst sind wir schneller eine Gesellschaft von Dummbroten, als uns lieb ist.