Kategorie: Arbeit

Selbstbelohnung

Ha, das Präsent des Meisters an den Meister: Zwei Wochen noch, und dann bin ich offiziell Teilzeitarbeiter.

Dann kannst Du mich mal kreuzweise, Montagmorgen! :-)


Glück kaufen

Interessanter Artikel im “Harvard Business Review”, auf den die Herren von Krautreporter da verlinkt haben: Time for Happiness

Kurzzusammenfassung: Geld und Erfolg machen nicht glücklich; man setzt beides am besten dafür ein, sich Freizeit zu kaufen.

Es ist faszinierend, wie wenige Leute von selber auf den Trichter kommen. Dem Meister fallen spontan so einige Arbeitskollegen ein, denen man das mal zeigen könnte…


Wahrlich nobelpreisverdächtig…

… war die Untersuchung, die uns ein Universitätsmitarbeiter (und nein, er ist weder Hausmeister noch in der Mensa tätig) kürzlich mit einem sinngemäßen “Hier ein paar Beispiele unserer Arbeit” zugesandt hat. Mit dem Projekt, weswegen der Mann eigentlich mit uns zusammenarbeiten will, hat das nicht wirklich viel zu tun, weswegen der einzige Grund dafür wohl gewesen sein dürfte, Eindruck zu schinden.

… und dann schickt uns der Mann ausgerechnet einen Bericht (über sechs Seiten gehend), in dem er wissenschaftlich präzise und gekonnt verklausuliert die folgenden Punkte nachweist:

  • je fester man eine Schraube anzieht, desto mehr hält sie das angeschraubte Teil fest.
  • Wenn man (z.B. durch eine andere Form des Schraubensitzes oder Änderung des Reibwerts) mehr Reibungsverluste produziert, reduziert sich die Vorspannkraft bei gleichem Anzugsmoment. Es gibt also auch bei Schrauben keine magische Vermehrung von Energie und Kraft, das Perpetuum Mobile muß weiter gesucht werden.
  • Reibung ist unabhängig von der Auflagefläche.

Bahnbrechende Erkenntnisse, wahrhaftig – für einen Sechstklässler. Höchstens. Wie zum Teufel hat der Mann es hinbekommen, daß sowas veröffentlicht wurde…?!?


Man kopiert mich :-)

Da hat doch tatsächlich einer einfach so des Maschinisten MouseMan-Umbau kopiert: https://www.3dconnexion.com/products/cadmouse

Witzig, vor allem, weil exakt denselben Gründe auflisten, die ich damals hatte.

Soweit ich auf den Bildern beurteilen kann, sieht der Nager ganz ordentlich aus, nur die symmetrische Seifenform (die aber fast alle heutigen Mäuse haben…) mißfällt etwas.


Es wird.

Vor kurzem war bei uns Migration auf eine neue Domain, und zu diesem Behufe mußten die Jungs von der IT vorbeikommen und sich die Rechner vor Ort vorknöpfen.

Bei dieser Gelegenheit bekam SysAdmin 1, mit dem ich bisher fast nix zu tun hatte, meine vor einiger Zeit von Grund auf neu geschriebene Startdatei für Pro/E zu sehen. Zitat (rekonstruiert anhand der Kommentare meines Kollegen – morgens um sieben liege ich noch im Bett und hocke nicht in der Firma): “Oh, sowas habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen! Und sauber durchkommentiert – der weiß, was er tut!”

Als ich dann gekommen bin, wurde ich noch etwas zu der Sache ausgefragt, und der Mann war glücklich, daß er nur eine Pfadvariable umstellen mußte, um alles wieder zum Laufen zu kriegen. Und dann wurde noch ganz fasziniert meine Maus beäugt…

Mittags kam dann Sysadmin 2 vorbei und knöpfte sich des Meisters PC nochmal vor, weil bei dem eine Skriptinstallation immer noch nicht wollte – irgendwelche Nutzerrechte waren da in der Registry verbogen. Nach etwas Gewurstel guckt er mich nachdenklich an, meint “naja, Sie wissen ja, was Sie tun” – und macht kurzerhand den gesamten Zweig auf.

Und mit Sysadmin 3 bin ich per Du, seitdem wir via Instant Messaging Star-Wars- und Star-Trek-Zitate ausgetauscht haben.

Zur Erinnerung: Anfangs war es eine mittlere Katastrophe, daß ich – oh Gott – ein eigenes Eingabegerät (eben besagte Maus) anklemmen wollte…

 

Edit: Ups… den Beitrag hatte ich vollkommen übersehen… – aber nach fast zwei Jahren im Entwurfsstatus darf er nun online gehen…


BöseBilderBöseBilderBöseBilder!

Ein Kollege macht hat eine Fahrgemeinschaft mit einem anderen Kollegen hier. Die beiden sind Frühaufsteher und verkrümeln sich immer so pünktlich um drei, daß man die Uhr danach stellen könnte.

Ebenjener Kollege kam nun heute nachmittag bereits um kurz nach zwei zu uns und meinte zu meinem Kollegen: “Ich würd heut gern schon in ner Viertelstunde los – paß Dir das?”

Und, nachdem er dann von allen drei Leuten im Raum fragend angeguckt wurde, nach kurzem Herumdrucksen: “Najaaa, wir ham doch heut sturmfreie Bude… und eben rief die Frau an… die Temperatur wär’ gut…”

Na denn, gutes Gelingen!

BöseBilderBöseBilderBöseBilder!


Truetype? Oh Mann, PTC…

Mal was von der Arbeit:

Wir konstruieren mit Creo, wie sich das altehrwürdige Pro/Engineer von Parametric Technology seit einer Weile schimpft. Das Programm gibt es seit den späten Achzigern und war das erste CAD-Programm überhaupt, mit dem man das simulierte Modell wie ein echtes Stück Material bearbeiten konnte – also sinngemäß z.B. “mach mir da eine Bohrung von 4mm Durchmesser und 15mm Tiefe” statt “mach mir da ein 4mm-Loch in die Fläche rein, modellier mir dann eine Zylinderfläche von 15mm Länge und 4mm Durchmesser und mach am anderen Endes dieses Zylinders eine Kreisfläche mit 4mm Durchmesser dran”.

Meinereiner kennt das Untier bereits seit der Uni. Damals bekam man für die ordentlich vierstelligen Lizenzgebühren ein Programm, das zwar zähneknirschend auf einem Windows-Rechner lief, wenn man keine Unix-Workstation hatte, aber abgesehen vom Rahmen um das Hauptfenster alles selber besser wußte.

Die Macher hatten ihre eigenen Benutzerinterfacelemente, eigene Mauszeiger, eigene Linienfonts und überhaupt alles selber programmiert; das gesamte Programm steuerte man über eine schier endlose Kaskade von Menüs mit kryptischen Abkürzungen (“#…#Konstr.elem.#Erzeugen#Mat.schn.#…”), wovon bei wirklich jedem einzelnen Arbeitsschritt ein neues aufging – und in denen man sich als ungeübter Anwender hoffnungslos verirren konnte.
Daher auch die berühmten “letzten Worte eines Pro/E-Users: ‘Fertig, Fertig, Fertig, Fertig, Bestätigen, Fertig, Fertig, Bestätigen, Fertig, Fertig…'” (und nein, die “Fertig” lagen natürlich so gut wie nie an derselben Stelle).

So um 2002 kam auch PTC auf den Gedanken, daß es ja so etwas fortschrittliches wie Icons…


Man kann…

… sich schon ein bißchen was drauf einbilden, wenn einen über ein Jahr nach dem Wechsel in die neue Firma der (weder irgendwie mit mir befreundete noch als überaus Smalltalk-freudig bekannte) Personalchef von $alteFirma$ anschreibt – und sich angelegentlich erkundigt, wie es einem denn ginge und ob sich denn die Erwartungen erfüllt hätten…

Ein viel deutlicheres “wir wollen Dich wiederhaben” kann man eigentlich nicht kriegen.

Danke… laß mal. Die Summe, die es bräuchte, daß ich Euren Chef und Euer Durcheinander nochmal freiwillig mitmache, werdet Ihr mir nicht zahlen.


“European Magic”

Kleine Anekdote aus einer Besprechung mit mehreren Kollegen aus Amiland (nein, keine Trottel aus Texas, dem Land der Doofen, wie die Welt spätestens seit George Bush jr. weiß – gestandene Ingenieure aus Boston) in einem Konferenzraum… irgendwo in Deutschland:

Zwei der sechs Fenster sind gekippt. Dem US-Kollegen 1 ist warm. Also will er ein weiteres kippen, dreht den Griff auf waagrechte Stellung – und guckt völlig verdutzt zwischen den gekippten Fenstern und seinem identischen, aber normal geöffneten Fenster hin und her: "What – you can open it?! What is this sorcery?"

Der zweite US-Kollege erklärt ihm die Hebelstellung: Hebel waagrecht – öffnen, Hebel nach oben – kippen.

Kollege 1 schließt langsam das Fenster, dreht den Hebel nach oben, kippt es vorsichtig, wagt es dann loszulassen – und untersucht das ganze höchst mißtrauisch.

Kollege 2 (sieht breit grinsend zu): "That’s european magic!"


Kleine Frechheiten

“Ich geh morgen früher in die Firma.” – “Hm? Ich komm morgen früher aus der Firma.”

Es ist mir völlig unverständlich, warum ich für diese Antwort geboxt wurde… O:-)

Eine 37,5h-Woche ist echt viel wert.