Kategorie: Exkursionen

Guatemala – Fuego

Oha. Der Vulkan (fast, gute 15km sind es) vor der Haustür meiner Schwester hat mal so richtig losgelegt: eine Ortschaft ist weg, zur Zeit 33 Tote, und der Ascheregen reichte bis ins 70km entfernte Guatemala City.

Für mehr Informationen: bei Youtube hat einer Videos vom Ausbruch selber zusammengeschnitten, die Tagesschau hat einen Nachrichtenbeitrag, und so sah es in Antigua aus.

Bevor einer nachfragt – allen mit dem Meister verwandten Personen geht es gut, und abgesehen davon, daß Haus und Hof mit Steinen und viel Vulkanasche beworfen wurden, ist auch alles heile geblieben.

Falls jemand spenden will: unter https://www.gofundme.com/support-for-volcano-victims hat Hannah eine Spendenseite. Das Geld wird direkt zur Soforthilfe in der vom Ausbruch schwer betroffenen Ortschaft Alotenango am Fuß des Fuego eingesetzt. Auf dieser Seite hat Hannah auch einige kurze Reports und Bilder veröffentlicht, ebenso wie unter https://www.youcaring.com/asociacionmanosabiertas-1159181.

Edit: Spendenseite aktualisiert


Fünfzehn – spätestens jetzt.

Man verzeihe dem Meister, wenn er sich jenes denkwürdige Datum nicht gemerkt hat.

Die Dokumente, die als Beleg dienen könnten, sind auch den Weg alles Vergänglichen gegangen. Man konnte ja seinerzeit nicht ahnen, daß daraus einmal solch ein Jubiläum würde… damals, in Marburg, im Woolworth…

Heimwärts gerichtet, glücklich der zahnmedizinischen Versorgung des holden Professors der zahnärztlichen Propädeutik entfleucht, der meinen Kauwerkzeugen damals dank elterlich bekanntschaftlicher Beziehungen seine Zuneigung angedeihen ließ, hatte ich die Wahl, entweder auf dem zugigen Bahnsteig zu stehen oder besagten günstig auf dem Wege gelegenen Gemischtwarenladen mit amerikanischen Vorfahren aufzusuchen und dort etwas Zeit totzuschlagen.


Mal wieder Guate, Guate…

Frisch vom überstandenen Besuch in Mittelamerika zurück meldet sich der Maschinist.

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Das Land ist wie eh und je dreckig und chaotisch. Aber ein paar neue Erkenntnisse gibts doch:

  1. Die World Business Class von KLM ist GEIL. 2m (fast) ebene Liegefläche! Ich hab auf dem Rückflug allen Ernstes über 5 Stunden lang ziemlich gemütlich durchgeschlafen!
  2. Bei Leihwagen reicht es in GT, wenn sie sechs Monate alt sind. Dann sind die Autos schon so zerkratzt, daß neue Macken gar nicht mehr auffallen. Laut Aussage des Fahrzeugverleihers fällt aber auch alles, was keine richtige Beule oder ein bis auf die Grundierung gehender Kratzer ist, unter “normal use”… das erklärt auch, daß sich die Verleiher da die Abnahme bei Rückgabe sparen, wenn man am Anfang mit deutscher Gründlichkeit um das Auto rumgegangen ist (und einen Übergabezettel mit mehr Markierungen als freien Stellen produziert hat).
    Wie war doch der Autoaufkleber? “Blessings happen”.

Leipzig mal wieder

… zur Abwechslung mal ein wirklich schönes kleines Hotel, sogar mit angegliedertem Restaurant.

Marktwirtschaft haben die aber leider immer noch nicht so ganz verstanden… ein Beispiel: Man kann sich Essen vom Restaurant aufs Zimmer bringen lassen, wie der Zettel im Zimmer stolz verkündet. Eine Speisekarte sucht man aber vergebens – es gibt nur im Internet eine.

Auf Nachfrage dann die folgenden Informationen: Ja nee, die Website habe der Neffe gemacht, da kenne man sich nicht aus, die Speisekarte aus dem Internet solle der Kunde also doch besser nicht zu Rate ziehen, denn die stimme garantiert nicht.
Und aufs Zimmer eine Papier-Speisekarte bekommen? Oh nein, man habe ja nur 28 (oder so) Stück, und die könne man nicht auf die paarunddreißig Zimmer verteilen, dann gebe es ja fürs Restaurant keine mehr. Außerdem sei doch der Pflegeaufwand viel zu hoch, in jedem Zimmer eine Speisekarte hinzulegen. Die ändere sich schließlich ab und an mal und dann müsse man die ja in jedem Zimmer austauschen… da müsse man also schon runter ins Restaurant gehen und sich da aussuchen, was man wolle – und das, also dieses dort vor Ort im Restaurant ausgesuchte, ja, das könne man sich dann aufs Zimmer bringen lassen.

Aber der Zimmerservice werde ja sowieso so gut wie nie in Anspruch genommen…

Welch ein Wunder. Warum nur?

 

Ganz anders der LVB mit seiner Handy-App. Der hat kapiert, was der RMV nicht geschallt hat, nämlich daß Handy-Ticketkauf einfach gehen muß und nicht mehr kosten darf: App runtergeladen und gestartet, entweder Verbindung eingegeben oder direkt das Ticket (Leipzig hat genau eine Zone) gewählt, ein Klick auf Kaufen, durch einen Klick auswählen, ob man mit oder ohne Registrierung will (letzteres natürlich), dann juckelt die App kurz rum und ruft die Handynummer ab, dann klickt man, wenn die Bahn in Sicht kommt, einmal auf “kaufen” – und das wars. Abgerechnet wird über die Telefonrechnung. Dauert keine Minute und kostet exakt dasselbe wie ein Ticket am Automaten.
Da verzeihe ich sogar die (allerdings übliche) Frechheit, daß der Kunde dafür verantwortlich ist, daß sein Telefon im Fall einer Kontrolle funktioniert, sonst gilts als Schwarzfahren.

Werte Herren vom RMV, ich habe Ihre App schon eine Weile nicht mehr angefaßt. Wenn das aber immer noch so ist wie vor zwei Jahren (Aufpreis für Kauf per App und x Klicks, bis man endlich am Ziel ist): gehen Sie beim LVB in die Lehre.


Ein netter Abend beim Ich

Gedenken an ein paar fehlende Gesichter, einige lang nicht mehr gesehene Gesichter, viel Erzählen und Gelächter – und zwischendurch mal schön Wampi geknetet…

Wampekneten

Habt Dank dafür :)


893 Kilometer…

… an einem Tag: einmal zum Eichenhügel im Frankenländle, dann an den sachsen-anhaltinischen Arsch der Welt (genauer gesagt in den Harz), wieder zurück zu den (höchstwahrscheinlich) nicht mehr existenten ortsnamensgebenden Gehölzen, und dann endlich nach Hause. Und aufstehen morgens um acht… am Wochenende

Es gibt nur eine Person, für die ich ausnahmsweise mal sowas mache. Den alten – ha, ich hab ihn gefunden! – Langstreckentemporekord vom Ich hat der Meister aber bei weitem nicht erreicht oder gar überboten – dafür wars einfach zu viel Land- oder eher Bergstraße…


Ungelöste WGT-Rätsel…

… warum riecht es in einer vielgenutzten Gothic-Festival-Konzerthalle bei 34 Grad weniger nach schwitzenden Leuten als vielmehr nach Pommes frites?

… und warum verkaufen sie bei diesen Temperaturen nur lieblichen Met?

Ergänzung: Punkt eins könnte an den beiden Pommesbuden liegen, die man in die Konzerthalle installiert hat… ^^


Elektronisches Urgestein

Wer Die Krupps noch nicht live gesehen hat, dem sei dies angeraten – klassischer EBM-Industrial in seiner besten Form. Die sind nicht umsonst seit über 30 Jahren dabei.

Krupps3

Die erste Vorband waren zwei Amis namens “Chant”, aus denen vielleicht mal was werden kann, wenngleich bisher noch Licht und Schatten dicht beieinanderliegen. Beide gute Schlagzeuger, die auch aus Ölfässern Klang rausholen, und der eine kann sogar sehr ordentlich singen.

Bei der zweiten Vorband hat der Verantwortliche sich allerdings etwas vergriffen… oder war es Absicht? Schöner als an den nicht besonders fähigen Typen aus Südamerika konnte man die Qualitäten der dann folgenden Altmeister jedenfalls nicht zeigen:


Impressionen aus dem Aztekenland

Eine Acht-Meter-Blüte…

mannshoch1

… ein spuckender Vulkan vor der Haustür…

Vulkan

… und Spinnweben im Kaffee.

Spinnweben


Krake mit Knoblauch und Brokkoli

Der Fischhändler hatte zufällig so ein Tierchen dabei – also ein wenig nachgelesen und improvisiert. Ist ganz einfach – wenn man ein bißchen beachtet, was man tun muß. Einfach nur Anbraten führt zu einem Essen mit der Konsistenz eines Autoreifens, daher hier die Bauanleitung:

Man nehme ein Stück Kraken (so 300-400g pro Nase – das Tierchen schrumpft).

  • Falls nicht bereits beim Fischer oder Händler geschehen, den Kraken windelweich hauen (je nach Quelle wird von 20 Schlägen auf jede Stelle bis 20 Minuten Prügeldauer geredet)
  • Dann das Vieh 20min im Drucktopf (oder 50-60min im normalen Topf) kochen – ohne oder nur wenig Salz, das bringt es mit.
  • In der Zwischenzeit schneide man so 5-6 Zehen Knoblauch in Scheiben und den Brokkoli in etwa 5…10mm hohe Stücke (Breite ist egal).
  • Den Kraken aus dem Wasser nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  • Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Brokkoli dazu, salzen, pfeffern, mit häufigem Rühren garen. Wenn der Brokkoli fast gar ist, die Hitze hochdrehen und den Tintenfisch dazugeben. Von jeder Seite grob anderthalb Minuten garen. Nach der halben Zeit den Knoblauch dazugeben. Häufig rühren. Nach Geschmack salzen und pfeffern.

Beilage: Weißbrot.

Beim nächsten Mal kommen testweise noch halbierte Cocktailtomaten dazu.