Kategorie: Exkursionen

Neuer Winter, neuer Rotz…

… also hockt der Meister zuhause und versucht dem ungezügelten, dem Riechorgane entquellenden Bache durch massenhafte Anwendung quadratischer Weichpapierabschnitte (auch Tempo genannt) Herr zu werden. Vergebens, versteht sich.

Da muß man sich also nicht wundern, wenn man auf dumme Gedanken kommt – wie beispielsweise endlich mal die Rohdaten der propellergetriebenen Kamera vom letzten Aufenthalt im Lande der Azteken in den unvorsichtigerweise der Schwester versprochenen Film zu verwandeln. Und bei dieser Gelegenheit auch mal zu gucken, ob man nicht mal ein einerseits etwas fortschrittlicheres, andererseits aber auch dauerhaft ohne… ähm… Spagate… nutzbares Schnittprogramm finden könnte.

Gesagt, gesucht: es gibt mittlerweile tatsächlich für den persönlichen Gebrauch freie und auch benutzbare Software jenseits des “Paint” für den Videoschnitt aka “Windows Movie Maker”.

Am interessantesten schien mir “Shotcut” oder “Lightworks” zu sein. Erstes Open Source, letzteres eine für den Privatgebrauch – und solange man mit 720p-Auflösung hinkommt – kostenlose Profi-Lösung, die sich damit rühmt, unter anderem auch bei Pulp Fiction eingesetzt worden zu sein.

Lightworks ist – das liest man schnell – mächtig, sei aber dann und wann vorsichtig ausgedrückt nicht besonders intuitiv in der Bedienung; man sieht dem Programm an, daß es ein Eigengewächs mit jahrzehntealter, noch auf den analogen Schnitt zurückgehender Basis ist. Damals gab es noch keine Libraries, auf die Programmierer zurückgreifen konnten und die einem dann fertige Funktionen, Fensterrahmen, GUI-Bedienelemente etc. zur Verfügung gestellt haben. Das mußte man sich alles selber ausdenken und machen, was dann auch die für heutige Windows-Geschädigte “unkonforme” Bedienlogik erklärt.

Also fangen wir doch mal mit dem scheinbar deutlich frischeren Shotcut an… knapp 300MB heruntergeladen, entpackt, gestartet – typisch Open Source kann man einen Installer nehmen, muß es aber nicht. Ebenso typisch ist das Teil aber nicht komplett – will man z.B. den Sound bearbeiten, muß man zusätzlich erst noch Audacity installieren… darauf verzichte ich erstmal.

Es folgt die Probe aufs Exempel: knapp 15 Minuten Drohnenvideo in einem 3GB-MP4-File sollen ins neue Projekt geladen werden. Klick-klick… und Shotcut schreit, daß das ja ein Video mit variabler Bitrate sei. Ganz böse, da muß konvertiert werden, bevor irgendwas anderes getan werden kann.

Nach einigen Minuten Zuguckens stelle ich fest, daß die dafür angezeigten knapp eindreiviertel Stunden wohl ernst gemeint sind.

Nun denn, dann lassen wir ihn im Hintergrund rödeln, und gucken mal die Alternative an – Lightworks ist grob ein Viertel so groß, nervt bei der Installation erstmal mit einer Registrierung, startet dann aber problemlos, und die Datei ist auch binnen Sekunden per Drag&Drop im Projekt.

Shotcut sagt: “Task läuft – noch 1h 28min”.


Wenn Muttern einen Computer kauft…

“Da, der ist blau, den will ich!”

Aber der ist ziemlich teuer und für das Geld nicht besonders gut… da, der kann dasselbe und kostet 200€ weniger.”

“Egal. Ich will den blauen!”


Tourette-Hund

Gibt es sowas eigentlich?

Des Meisters unmittelbare Altvordere weiblicher Art hat jedenfalls mal wieder offensichtlich ein ganz besonderes Viech gefunden. Man sieht ihm die Straßenköterabstammung zwar nicht an, aber entweder ist es mit der Intelligenz nicht weit her oder er leidet am Tourette-Syndrom – Diagnose “Chronischer Bellzwang”. Nach über einer Woche durchgehender Anwesenheit unsererseits ist das Tier immer noch jedesmal entsetzt, daß da aus dem Gästezimmer Geräusche und – oh Gott – dann und wann sogar Menschen kommen, die Treppe hochsteigen, heruntergehen, etc…

So beim Schreiben fällt mir auf, daß die Indizien allerdings eher auf “schlicht und einfach dumm wie Bohnenstroh” als auf andere Ursachen hindeuten.

Selbst Chihuahuas kläffen erheblich weniger und sind weniger schwer von Begriff (und außerdem binnen eines Jahres stubenrein) – und das mag echt was heißen!

Irgendwann muß halt mal was auf der Strecke bleiben, wenn seit ungezählten Generationen die Großmutter die Tante ist und der ältere Bruder auch den Stand des Neffen und des Vaters innehat…

Tourette-Hund


Oh, Hass…

Da hab ich exakt die falschen 50% erwischt…:

In Angedenk der baldigen Reise (mal wieder) ins gelobte Land des Kopfsteinpflasters, der elektrischen Duschen und der Honks und Pffrrr-Pötts (nein, TM, das werde ich *nie* mehr vergessen ;-) ) dachte sich der Meister, man könne doch mal die VPN-Funktion der Fritzbox einem sinnvollen Nutzen zuführen, nachdem da ja doch so einige sperrangelweit offene und hundsmiserabel konfigurierte WLANs auf die Geräte warten.

Gesagt – getan – in meinem Wahn, dachte ich, das geht “mal eben schnell” an einem Abend.

Fing ja auch gut an: MyFritz (aus blanker Faulheit einem normalen DynDNS-Provider zum Bereitstellen einer festen Netzdresse für die kleine Kiste vorgezogen) ging auf Anhieb, desgleichen die VPN Einrichtung auf der Box und das Registrieren des Rechners mit dem angefressenen Apfel. Die Firewall (Little Snitch) hat auch ohne Mullen und Knullen ihren Job als VPN-Killswitch aufgenommen.

EiOS mochte das VPN ebenfalls gerne – nur mit dem Behalten hat es das System ja nicht so…: “Das kommt nicht aus Cupertino, das mach ich nicht länger als ich unbedingt muß – es sei denn, Du nötigst mich dazu!”… Nötigen sah in diesem Falle so aus, daß man ein XML-Konfigurationsskript schreiben und dem kleinen Backstein per Email schmackhaft machen muß. Kostete einen Abend, dann lief der Mist – um den Preis, daß man sich auf die Fritzbox-Blacklist als Werbeblocker beschränken muß, solange ich keinen eigenen DNS à la Pi-Hole aufsetzen will. Früher oder später aber kommt sowas aber auch mal dran, klingt jedenfalls höchst erstrebenswert.

Und dann kam Windoof dran…:

  • Versuch 1: Windows 10 hat ja einen eigenen VPN-Client. Nehmen wir den doch! Wäre elegant, sauber integriert, einfach zugänglich, und nach der betont einfachen Verbindung von MacOS… … … machen wir es kurz: das Ergebnis nach mehreren Stunden vergeblicher Verbindungsversuche und Netzrecherche – geht nicht. Das kleine Dreckprogramm hat alles, was man braucht – nur eine winzige Kleinigkeit, genauer die Option der Eingabe eines IPSec-Gruppennamens, haben die Idioten von Microsoft einfach nicht reinprogrammiert – und ignorieren das standhaft und konsequent seit Windows 2000. Und es gibt offensichtlich keine Möglichkeit, das zu umgehen.
  • Versuch 2: Nun gut, nutzen wir den von AVM so wärmstens empfohlenen Weg. Hierzu benötigt man – warum auch immer – zwei Programme: ein VPN-Konfigurationserstelltool, und den eigentichen VPN-Client.
    Der Sinn von ersterem ist mir ein Rätsel – man muß nämlich die gesamten Daten eingeben, die man auch in einen anderen VPN-Client eingeben muß. Nur verbindet einen dieses Stück Software nicht, dafür ist es sich zu schade. Stattdessen spuckt es zwei Konfigurationsdateien aus. Die eine muß man dann in de Fritzbox importieren, die einem dann zum Dank einen neuen VPN Benutzer anlegt (nicht daß man den bräuchte, schießlich hat man bei Erstellung des MyFritz-Zugangs schon einen angelegt…), die andere muß man in den eigentlichen VPN-Client laden, der dann für sich nichts anderes als “Konfiguration laden” und “Verbinden” beherrscht.
    Und der hat mir dann erstmal freudestrahlend mit einem nicht abgefangenen Treiberfehler des virtuellen Interfaces das System dreimal hintereinander abgeschossen (ja, auch Windows 10 kann Bluescreens) und nach einigen Neustarts dann eine Verbindung hergestellt, die zwar prima stand, aber nicht ein Bit an Daten durchließ – egal, was ich versuchte.
  • Versuch 3: Nach vollen drei Abenden Fehlersuche (Firewall, Windows, Fritzbox – vielleicht der Hotspot vom Eipad? Nee… Treiber? Nee… etc…)  hab ich nun den Schrott einfach runtergeworfen – und den einzigen frei erhältlichen VPN-Client draufgebügelt, den ich für Windows finden konnte – Shrewsoft. zuletzt aktualisiert 2013 – das hatte mich neben des… ähm… am besten mit den Worten “von Technikern für Techniker” zu umschreibenden Konfigurationsinterfaces erstmal abgeschreckt.Daten eingetragen, verbunden – läuft. Zehn Minuten.

Moral von der Geschichte: AVM kann Router bauen. Im Programmieren von Zusatzsoftware dagegen sind die Jungs einfach nur ***Scheiße***.

Warum einfach, wenns auch umständlich geht… ^^


Guatemala – Fuego

Oha. Der Vulkan (fast, gute 15km sind es) vor der Haustür meiner Schwester hat mal so richtig losgelegt: eine Ortschaft ist weg, zur Zeit 33 Tote, und der Ascheregen reichte bis ins 70km entfernte Guatemala City.

Für mehr Informationen: bei Youtube hat einer Videos vom Ausbruch selber zusammengeschnitten, die Tagesschau hat einen Nachrichtenbeitrag, und so sah es in Antigua aus.

Bevor einer nachfragt – allen mit dem Meister verwandten Personen geht es gut, und abgesehen davon, daß Haus und Hof mit Steinen und viel Vulkanasche beworfen wurden, ist auch alles heile geblieben.

Falls jemand spenden will: unter https://www.gofundme.com/support-for-volcano-victims hat Hannah eine Spendenseite. Das Geld wird direkt zur Soforthilfe in der vom Ausbruch schwer betroffenen Ortschaft Alotenango am Fuß des Fuego eingesetzt. Auf dieser Seite hat Hannah auch einige kurze Reports und Bilder veröffentlicht.

Edit: Spendenseite aktualisiert


Fünfzehn – spätestens jetzt.

Man verzeihe dem Meister, wenn er sich jenes denkwürdige Datum nicht gemerkt hat.

Die Dokumente, die als Beleg dienen könnten, sind auch den Weg alles Vergänglichen gegangen. Man konnte ja seinerzeit nicht ahnen, daß daraus einmal solch ein Jubiläum würde… damals, in Marburg, im Woolworth…

Heimwärts gerichtet, glücklich der zahnmedizinischen Versorgung des holden Professors der zahnärztlichen Propädeutik entfleucht, der meinen Kauwerkzeugen damals dank elterlich bekanntschaftlicher Beziehungen seine Zuneigung angedeihen ließ, hatte ich die Wahl, entweder auf dem zugigen Bahnsteig zu stehen oder besagten günstig auf dem Wege gelegenen Gemischtwarenladen mit amerikanischen Vorfahren aufzusuchen und dort etwas Zeit totzuschlagen.


Mal wieder Guate, Guate…

Frisch vom überstandenen Besuch in Mittelamerika zurück meldet sich der Maschinist.

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Das Land ist wie eh und je dreckig und chaotisch. Aber ein paar neue Erkenntnisse gibts doch:

  1. Die World Business Class von KLM ist GEIL. 2m (fast) ebene Liegefläche! Ich hab auf dem Rückflug allen Ernstes über 5 Stunden lang ziemlich gemütlich durchgeschlafen!
  2. Bei Leihwagen reicht es in GT, wenn sie sechs Monate alt sind. Dann sind die Autos schon so zerkratzt, daß neue Macken gar nicht mehr auffallen. Laut Aussage des Fahrzeugverleihers fällt aber auch alles, was keine richtige Beule oder ein bis auf die Grundierung gehender Kratzer ist, unter “normal use”… das erklärt auch, daß sich die Verleiher da die Abnahme bei Rückgabe sparen, wenn man am Anfang mit deutscher Gründlichkeit um das Auto rumgegangen ist (und einen Übergabezettel mit mehr Markierungen als freien Stellen produziert hat).
    Wie war doch der Autoaufkleber? “Blessings happen”.

Leipzig mal wieder

… zur Abwechslung mal ein wirklich schönes kleines Hotel, sogar mit angegliedertem Restaurant.

Marktwirtschaft haben die aber leider immer noch nicht so ganz verstanden… ein Beispiel: Man kann sich Essen vom Restaurant aufs Zimmer bringen lassen, wie der Zettel im Zimmer stolz verkündet. Eine Speisekarte sucht man aber vergebens – es gibt nur im Internet eine.

Auf Nachfrage dann die folgenden Informationen: Ja nee, die Website habe der Neffe gemacht, da kenne man sich nicht aus, die Speisekarte aus dem Internet solle der Kunde also doch besser nicht zu Rate ziehen, denn die stimme garantiert nicht.
Und aufs Zimmer eine Papier-Speisekarte bekommen? Oh nein, man habe ja nur 28 (oder so) Stück, und die könne man nicht auf die paarunddreißig Zimmer verteilen, dann gebe es ja fürs Restaurant keine mehr. Außerdem sei doch der Pflegeaufwand viel zu hoch, in jedem Zimmer eine Speisekarte hinzulegen. Die ändere sich schließlich ab und an mal und dann müsse man die ja in jedem Zimmer austauschen… da müsse man also schon runter ins Restaurant gehen und sich da aussuchen, was man wolle – und das, also dieses dort vor Ort im Restaurant ausgesuchte, ja, das könne man sich dann aufs Zimmer bringen lassen.

Aber der Zimmerservice werde ja sowieso so gut wie nie in Anspruch genommen…

Welch ein Wunder. Warum nur?

 

Ganz anders der LVB mit seiner Handy-App. Der hat kapiert, was der RMV nicht geschallt hat, nämlich daß Handy-Ticketkauf einfach gehen muß und nicht mehr kosten darf: App runtergeladen und gestartet, entweder Verbindung eingegeben oder direkt das Ticket (Leipzig hat genau eine Zone) gewählt, ein Klick auf Kaufen, durch einen Klick auswählen, ob man mit oder ohne Registrierung will (letzteres natürlich), dann juckelt die App kurz rum und ruft die Handynummer ab, dann klickt man, wenn die Bahn in Sicht kommt, einmal auf “kaufen” – und das wars. Abgerechnet wird über die Telefonrechnung. Dauert keine Minute und kostet exakt dasselbe wie ein Ticket am Automaten.
Da verzeihe ich sogar die (allerdings übliche) Frechheit, daß der Kunde dafür verantwortlich ist, daß sein Telefon im Fall einer Kontrolle funktioniert, sonst gilts als Schwarzfahren.

Werte Herren vom RMV, ich habe Ihre App schon eine Weile nicht mehr angefaßt. Wenn das aber immer noch so ist wie vor zwei Jahren (Aufpreis für Kauf per App und x Klicks, bis man endlich am Ziel ist): gehen Sie beim LVB in die Lehre.


Ein netter Abend beim Ich

Gedenken an ein paar fehlende Gesichter, einige lang nicht mehr gesehene Gesichter, viel Erzählen und Gelächter – und zwischendurch mal schön Wampi geknetet…

Wampekneten

Habt Dank dafür :)


893 Kilometer…

… an einem Tag: einmal zum Eichenhügel im Frankenländle, dann an den sachsen-anhaltinischen Arsch der Welt (genauer gesagt in den Harz), wieder zurück zu den (höchstwahrscheinlich) nicht mehr existenten ortsnamensgebenden Gehölzen, und dann endlich nach Hause. Und aufstehen morgens um acht… am Wochenende

Es gibt nur eine Person, für die ich ausnahmsweise mal sowas mache. Den alten – ha, ich hab ihn gefunden! – Langstreckentemporekord vom Ich hat der Meister aber bei weitem nicht erreicht oder gar überboten – dafür wars einfach zu viel Land- oder eher Bergstraße…