Kategorie: Heimsuchungen

Wie zu erwarten… und noch schlimmer -.-

Tja, da haben die über dem großen Teich ihren egomanischen Vollidioten also nicht vor die Tür gesetzt. Das alte Zitat von Winston Churchill “You can always count on the Americans to do the right thing – after they have tried everything else” fällt einem ein… da hätten die Machtgeilen ja Macht verlieren können. Und der in London sein Unwesen treibende Nachnachnach…folger im Amte des Herrn Churchill mit der blonden Heute-morgen-hatte-ich-den-Finger-in-der-Steckdose-Frisur schickt sich nach Kräften an, dasselbe Ideal anzustreben.

Machtgeil haben wir aber auch hier zur Genüge. Jüngstes Beispiel ein vielleicht in ähnlicher Form stattgefundener Dialog in Thüringen:

“Ey isch bin gewählt! Alda isch bin gewählt!!”

“Ja, aber von wem verdammt noch mal?!”

“Ey is doch egal Alda! Alda isch bin gewählt!!!”

… und dann ist mal einer aufgewacht… der so unerwartet ins Amt gehobene gehörte aber noch eine ganze Weile nicht dazu.

Zurück zu den Amis: da darf man aber selbst dann nur sehr geringfügig hoffen, daß es besser wird, wenn… nein, falls Lord Helmfrisürchen in Bälde von seinem Thron geschubst werden sollte – das hängt davon ab, ob nach über zehn Jahren noch genug nicht verblödetes Volk im Lande ist, um das nach jahrzehntelanger Kleinarbeit vor allem auf den Machterhalt der Republikaner zugeschnittene Wahlsystem zu überlisten.

Das hochinteressante Interview mit dem UNO-Sonderberichterstatter für Folter bezüglich des Wikileaks-Gründers Herrn Assange zeigt jedenfalls wunderbar, was die Amis (in diesem Falle mit höchst aktiver Schützenhilfe der Engländer, der Schweden und der Ecuadorianer – und mit schweigender Zustimmung der restlichen “zivilisierten” Welt inklusive unseres eigenen Landes) tun, um ihnen nicht genehme Leute plattzumachen – und zeigt ganz nebenbei mit dem Finger auf den Zustand unserer Demokratien.
Recht und Gesetz? Scheißegal.
Auch wenn ich den Mann so, wie er sich seinerzeit gegeben hat, nicht besonders mag, hat er solche Gestapo-Methoden nicht verdient.

Und wer war 2010 Präsident? Ein Mitglied der demokratischen Partei der Amis…


Genau wie gedacht

Nach der seit langem bekannten sehr eindeutigen Einstellung des werten Herrn Zuckerberg (Zitat: “Sie ‘vertrauen mir’. Vollidioten.”) zu den Interessen seiner Kunden hatte ich nun wirklich nichts anderes erwartet: Heise meldet, daß Facebook die vom Kunden in Facebook gesetzte Datenschutzeinstellung zur Standortbestimmung ignoriert. Der Knopf bewirkt lediglich, daß zwischen zwei verschiedenen Arten des Standorttrackings umgeschaltet wird.

Mal wieder ein Beweis dafür, daß der Typ seine Kunden als nichts anderes betrachtet denn als Melkvieh, das gefälligst keine eigene Meinung zu haben hat. Man mache sich nix vor: effektiv isses doch so, daß hinter jeder Option zur Einstellung des Verhaltens von Website oder App bei Facebook, Whatsapp, Instagram, Playgiga und den anderen Läden dieses Konzerns ein kleiner Mark Z. hockt, der fröhlich singend die Einstellung grad wieder auf den für Fratzbuch genehmen Wert zurückändert. All your data are belong to us – Recht und Gesetz und Kundenwunsch schert uns einen Scheißdreck. Selbst Google ist IMHO nicht ganz so dreist.

Das wunderschöne Kind “Internet” der Neunziger ist erwachsen und alt geworden – und nun öffnet einem beim Start des Browsers eine fette, ranzige, versoffene Kommerzhure im fleckigen Jogginganzug die Tür, lügt Dir nach Strich und Faden was vor, betäubt Dich mit ihrem fauligen Atem, durchwühlt ungefragt all Deine Taschen und stopft Dir Bündel um Bündel voll auf dem Klo zerlesener schmieriger Aldi-Heftchen ins Maul.

Und jetzt frage sich nochmal einer, weshalb ich nach Kräften danach trachte, das alles für meine Geräte zu blockieren…


Schi-Scha-Scheißerei…

Immer wieder schön, wenn einen der Hausarzt mit den Worten zu trösten sucht: “Das geht grad um…”

Wenn man den vorherigen Tag (natürlich Wochenende…) aber zu einem nicht unerheblichen Teil damit verbracht hat, im Harnsteinzimmer Sitzung zu halten, in ein intensives Zwiegespräch mit einem Eimer vertieft – und sowohl Eimer als auch Porzellanthron in bester Comic-Manier gleichzeitig füllt – dann kann einen das doch nur recht begrenzt aufheitern.

Drecks… was auch immer das war. Etwas Schüttelfrost gabs gleich noch dazu.

Wenigstens fiel mir, nachdem die Flußrichtung der vorderen Luke vom Körper wenigstens mal wieder richtig gedreht war, im Bett bei der drölften Tasse lauwarmem Salbeitee zwischen irgendwelchen Schlafphasen nachmittags gegen vier ein, daß es da doch noch irgendein Hausmittel gegen Flüssigkacke gab… nein, nicht Cola und Salzstangen, sondern eins, das nachweislich hilft.

Google half mal wieder: Brauner Apfelpamps und Moro-Suppe. Geriebenen Apfel kannte ich nicht, aber irgendwas mit Karotten…

$Mylady hatte erstmal nur Fragezeichen über dem Kopf: “Moorhuhn-Suppe?!“, braute mir den Stoff dann aber.

Gegessen, geschlafen, gesch***en, geschlafen, montags nochmal dasselbe, beim Arzt gewesen, der sich auf “viel Trinken” und eine Krankmeldung beschränkte – und jetzt lebt der Meister wieder, hurra.

Schwer verdiente drei freie Tage…


Nicht zu toppen

Gerade hat der Meister dem Saugroboter einen neuen Benutzer hinzugefügt, um mit Putty ohne das Theater mit der SSH-Schlüsseldatei auf die Kiste zugreifen zu können.

Natürlich mangels Erfahrung mit Linux etwas umständlich – erst den Benutzer angelegt und dann nachträglich die Rechte erhöht… aber egal, es läuft. Natürlich ist so ein Gerät nicht mit allzuviel Benutzerkomfort für den vom Hersteller eher unerwünschten Gast gesegnet, der da in der Maschine herumfuhrwerkt, das erwarte ich gar nicht.

Aber mal ernsthaft: welches kranke Hirn hat denn den “vi”-Texteditor für Linux geschrieben?! Es mag ja sein, daß man damit Unmengen an Sachen tun kann – aber erst, nachdem man die Befehle zum einen erst mal herausgefunden hat und zum anderen durch diese völlig verquere Logik zwischen “Kommandomodus” und “Editiermodus” durchgestiegen ist – wobei man bei letzterem ja noch zwischen “vor dem Cursor einfügen und “nach dem Cursor einfügen” unterscheiden und dann den passenden Modus auswählen muß.

Gegen dieses… Ding… ist das MS-DOS-“edit” ja der reinste Luxus an Nutzerfreundlichkeit!


“Die Psycho-Tricks der App-Entwickler”

Recht reißerischer Titel von Heise, aber der Beitrag selbst ist mal eine gelungene Kurzzusammenfassung der wichtigsten Schweinereien, mit denen Fratzbuch, Snapchat und Co. versuchen, die menschlichen Automatismen zu nutzen – unter anderem durch künstliche Anregung der Dopaminausschüttung, wie es auch bei vielen Drogen geschieht.

Lesenswert. Kenne Deine Feinde.


Euch gehts zu gut…

Was für ein himmelschreiender Quatsch: Kanadas Ministerpräsident wird angekackt und sieht sich zu einer Entschuldigung genötigt, weil er auf einer Kostümparty einen Mohren dargestellt hat, komplett mit dunkel geschminktem Gesicht. Konkret war es wohl eine “Aladdin mit der Wunderlampe”-Verkleidung. Vor 20 Jahren. Und selbst die Tagesschau berichtet über den Unfug. Davon, daß er in dieser Verkleidung irgendjemanden durch Wort oder Tat verunglimpft habe, ist nirgendwo die Rede.

Mal ernsthaft: müssen sich jetzt auch sämtliche Schwarzafrikaner dafür in den Nachrichten entschuldigen, wenn sie sich bei irgendwelchen Feiern oder Stammesriten die Gesichter weiß schminken??

Des Meisters Meinung: wer sich über sowas aufregt, der hat ganz offensichtlich nichts besseres zu tun – und sorgt höchstens dafür, daß rechte Parteien ein Thema mehr für den Wahlkampf haben.


Plöt.

Grmbl, das hier klingt nach einer ziemlich bösen Lücke in iOS. Dann werde ich mein gutes iOS 10 und die noch vorhandenen 32Bit-Apps (64 Stück zufälligerweise, haha…) nun wohl doch entweder einstampfen oder dem SE und dem iPad endgültig den Zugang ins Internet verwehren müssen… -.- schade drum.


Adios, Krautreporter.

Schade. 2014 sah das echt gut aus. Leider sind die Jungs aus meiner persönlichen Sicht über die Jahre immer “unleserlicher” geworden:

Erst eine neue Website, die bar jeder Chronologie  die Texte ausschließlich nach Themengruppen sortiert, so daß man sich mühevoll durchwühlen muß, wenn man einfach mal gucken will was es denn neues gibt.

Dann die Anmeldepflicht, bevor man überhaupt mal etwas sinnvolles zu sehen bekommt. In den ersten Jahren nach der Gründung hatte ich die Krautreporter-Startseite dauerhaft im Browser offen, habe immer dann, wenn ich Lust und Laune hatte, mal durch die chronologische Liste mit den Artikeln durchgescrollt. Wenn ich was gefunden habe, was mich interessiert hat, habe ich den Teaser gelesen, mich dann angemeldet und den Rest des Artikels gelesen.
Die aktuelle Website von Krautreporter verhindert diese Leseweise leider äußerst effizient. Seitdem finde ich neue interessante Artikel nur noch über den Wochenpost-Newsletter oder die täglichen Nachrichten von einem der Autoren – und wenn ich dann gerade keine Zeit habe, direkt den Artikel zu öffnen, finde ich sie nur nach Wühlerei in meinen alten Emails, meist jedoch gar nicht mehr. Ganz ehrlich: das nervt ziemlich.

Den letzten Schubs zum Klick auf “Kündigen” hat dann aber Herrn Fahrenbachs heute in seinem Newsletter eingeführte geschlechtsneutrale Sprache gegeben. Bisher tauchte dieser Blödsinn nur in dem einen oder anderen Artikel auf. Da konnte man drüber weggehen: kurz den Brechreiz unterdrückt, Artikel nicht weitergelesen und zugemacht, fertig.
Dieser Newsletter ersetzt nun aber aber leider eine vernünftige Website… Da ich meine Ansicht zu dieser Sprachvergewaltigung selber niemals so gut in Worte fassen könnte, verweise ich einfach auf die TAZ: https://taz.de/Die-Wahrheit/!5584001/
Des Meisters Fazit dazu: ich will Texte verdammt nochmal lesen können. Und dazu gehört für mich, daß ich sie zum einen schnell und unkompliziert finde und zum anderen flüssig erfassen kann und nicht über Doppelpunkte, Sternchen und vollkommen unnötige Wortanhängsel stolpere. Denn wenn ich das tue, habe ich ganz schnell keine Lust mehr weiterzulesen.

Und deswegen fliegt jede Zeitschrift oder digitale Publikation raus, die mir mit dem Genderquatsch zu sehr auf die Nerven geht. Warum man in jedem Text die Sprache wie in einem Hochschulfachschafts-Frauengruppenpamphlet der Neunziger vergewaltigen muß, ist mir schleierhaft. Für mich zählen diesbezüglich die eigenen Überzeugungen und Taten – und nicht das Feigenblatt des nutzlosen Verschwurbelns der deutschen Sprache.

Gibt es eigentlich überhaupt irgendein anderes Land, das diesen Blödsinn macht?


Dascha dreist.

$mylady wütet ja gern im Garten – der Meister beschränkt sich da eher aufs Essen der daraus entstehenden Produkte.

Jedenfalls frißt das Grünzeug ausreichend viel Wasser, daß da wohl über kurz oder lang ein Mensch mit einem dicken Bohrer kommt und uns einen Brunnen in die Erde schafft.

Soweit, so gut. Interessant wird es dann, wenn man das von der Tiefbrunnenpumpe herbeigeschaffte Wasser verteilen will; hierzu beglücken einen die entsprechenden Hersteller mit unterschiedlichen Steuergeräten, Ventilen, Sprühdüsen und sonsten wasserleitenden oder -spuckenden Heimgärtnerdevotionalien – da muß man sich erst mal einarbeiten.

Und dann kam offenbar auch irgendwer auf eine glorreiche Idee: wenn ich da ein Steuergerät habe, das mir programmgesteuert irgendwelche 24V-Ventilausgänge schaltet, dann kann ich doch auch so einen Ventilausgang dazu benutzen, um die Pumpe anzuwerfen – und mir damit den nervigen Druckschalter (der dann wieder ein Ausgleichsgefäß braucht…) sparen!

Gute Idee, recht einfach umzusetzen. Man braucht dafür ein 24V-Leistungsrelais, das die ein- bis zweitausend Watt der Pumpe schalten kann, ein paar Dioden (damit auf den 24V Wechselspannung Gleichpannung werden, und als Freilaufdiode) und eine Kiste mit zwei Kabeldurchführungen, in die man es einbaut. Wenn man es sicher haben will, noch einen Varistor für den Ausgang – nachdem die Pumpe aber eh eine eigene Elektronik hat, ist das nicht mal zwingend nötig. Bei der Elektronikapotheke mit dem blauen “C” ist man da (inklusive IP67-Gehäuse sowie gutem und völlig überdimensioniertem Finder-Relais für 7,5kW Schaltleistung) mit guten 25€ dabei. Für Firmen mit Fertigungsstückzahlen deutlich über 100 wäre das ein Drittel bis die Hälfte – allerhöchstens.

Und nun sehe man sich mal an, was Hunter für so ein Scheißrelais will!

Da bastele ich eindeutig lieber.


Genau. Super.

Jetzt weiß ich wieder, warum ich der Regel “nur das, was auf MEINER Festplatte ist, ist sicher” folge:

In der Klaut hat(te) der Meister nur zwei Dinge: zum einen Posteo für Kalender, Adressen und Emails, und als Bookmarkmanager Favattic – es hat schon einen gewissen Komfort, wenn man ohne Tamtam auf allen Geräten auf dieselben Bookmarks zugreifen kann.

Das lief auch die letzten knapp drei Jahre völlig problemlos mit annähernd 100% Erreichbarkeit.

Bis letzte Woche. Seitdem kann man sich bei Favattic ohne Vorwarnung nicht mehr einloggen. Und nach einiger Suche habe ich im Impressum der Website ein kleines “i.L.” hinter dem Firmennamen gefunden. In Liquidation…

Also habe ich einen wunderschönen Abend damit verbracht, das Backup vom letzten Jahr herauszukramen und anhand des (hurra, mit auf den neune PC umgezogenen) Browserverlaufs einigermaßen auf den aktuellen Stand zu bringen.

Hättet Ihr Vollpfosten nicht mal den Kunden Bescheid sagen können, bevor Ihr den Server abdreht und Euch zum Sterben hinlegt?!

Falls jemand einen kleinen Bookmarkmanager für den Raspi kennt: bitte melden.

Edit:

  • Zum einen hat sich der Programmierer von Favattic auf meine Email gemeldet – sie seien durchaus noch nicht tot, hätten aber massive Probleme mit ihrem Hoster… hm. Danke, aber nachdem diese Probleme nun seit über einer Woche zu einem vollständigen Ausfall des Services führen, fragt man sich ein wenig, wie viele Nutzer Favattic danach noch haben wird…
  • zweitens scheint der Meister nun doch nicht ganz so allein zu sein – eine Suche hat eine Seite zutage gebracht, wo mehrere Bookmark-Services gelistet werden, die zum Selbst-Hosten taugen. Am besten gefällt mir Geekmark, die unterstützen bisher aber nur Chrome und das wars. xBrowsersync ist ne nette Idee, die aber für jeden Browser angepaßte Plugins benötigt, daher… nein. Also Shaarli, das sieht (mit Ausnahme der nicht vorhandenen Unterstützung für hierarchische Tags) ziemlich gut aus und hat sogar dasselbe Bookmark-Backup-Format wie Favattic. Jetzt muß ich es nur noch zum Laufen kriegen und pi.hole dabei am Leben lassen… wie ging das nochmal mit Docker, TM? :o)

Edit die zweite: Seit heute (31.7.) läuft Favattic wieder. Mein Shaarli auf dem Raspi aber auch… Also sichern, aufräumen, umziehen :-)