Kategorie: Heimsuchungen

Tourette-Hund

Gibt es sowas eigentlich?

Des Meisters unmittelbare Altvordere weiblicher Art hat jedenfalls mal wieder offensichtlich ein ganz besonderes Viech gefunden. Man sieht ihm die Straßenköterabstammung zwar nicht an, aber entweder ist es mit der Intelligenz nicht weit her oder er leidet am Tourette-Syndrom – Diagnose “Chronischer Bellzwang”. Nach über einer Woche durchgehender Anwesenheit unsererseits ist das Tier immer noch jedesmal entsetzt, daß da aus dem Gästezimmer Geräusche und – oh Gott – dann und wann sogar Menschen kommen, die Treppe hochsteigen, heruntergehen, etc…

So beim Schreiben fällt mir auf, daß die Indizien allerdings eher auf “schlicht und einfach dumm wie Bohnenstroh” als auf andere Ursachen hindeuten.

Selbst Chihuahuas kläffen erheblich weniger und sind weniger schwer von Begriff (und außerdem binnen eines Jahres stubenrein) – und das mag echt was heißen!

Irgendwann muß halt mal was auf der Strecke bleiben, wenn seit ungezählten Generationen die Großmutter die Tante ist und der ältere Bruder auch den Stand des Neffen und des Vaters innehat…

Tourette-Hund


Ein interessanter Text…

… mit einer durchaus schlüssigen Sichtweise auf das Erstarken von AfD und Co. bei T-Online.

Thesen des Autors:

  1. Rechtswähler sind nicht sozial abgehängt, im Gegenteil ist die Politik rechter Parteien eher auf den Abbau des Sozialstaats ausgerichtet
  2. Rechtswähler sind nicht per se rechtsradikal oder auch nur von rechter Gesinnung
  3. Rechtswähler sind auch nicht von Staat und Justiz enttäuscht oder haben das Vertrauen in den Staat verloren.
  4. Ebensowenig greife man zu kurz, wenn man die Flüchtlingsgeschichte 2015 als Ursache für das Erstarken rechter Parteien betrachte.
  5. Der vermeintliche “Rechtsruck” existiert also nicht in der vermuteten Form, es muß andere Ursachen geben.

Sein Fazit (durchaus schlüssig untermauert): Die Ursache für das globale Erstarken rechter Parteien liegt vielmehr in einer Konkurrenz zwischen “alten” Wertwelten (von ihm “Normalitäre” genannt) und “neuen” Wertwelten (Pluralitäre”).

Oder einfacher ausgedrückt werden die rechten Parteien von Leuten gewählt, die folgendes ablehnen:

  • gewaltsame als “von oben herab” wahrgenommene Bekehrungsversuche (man erinnere sich an den “Veggie Day” der Grünen vor einigen Jahren; das Rauchverbot zählt für mich ebenso dazu)
  • Vergewaltigung der Sprache durch Erzwingung weiblicher Benennungen: “Minister-Innen, Taxifahrer-Innen, …” (Interessanterweise hört der entsprechende Bekehrungseifer bei negativen Begriffen sehr schnell auf – von “Vollidiot-Innen” oder “Einbrecher-Innen” habe ich bisher noch nie gehört oder gelesen…)
  • alles, was unter “Political Correctness” in Extremform fällt, inklusive der Ächtung von Zigeunerschnitzeln, Negerküssen und der versuchten Nötigung zur Umbenennung von Gasthäusern mit den entsprechenden Verfechtern nicht genehmen Namen. (Bis heute ist zumindest mir dabei keine Studie bekannt, die auch nur entfernt ein nachhaltig gesteigertes Interesse der davon eigentlich betroffenen Personengruppen an derlei Namensänderungen zutage gefördert hätte – schließlich hat der Name nix damit zu tun, wie man den Menschen behandelt).

Kurz: Verfechter von “Political Correctness” und “gender-neutraler” Sprache gefährden unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Wenn das wirklich so ist und wegen dieses Schwachsinns Menschen in die Arme der Rechten getrieben werden, dann bitte, bitte, gründe einer eine Partei, die einfach “normale” Positionen à la SPD und CDU vertritt – und ansonsten exakt die oben genannten Punkte rundweg ablehnt! Solange die restlichen Positionen passen, wäre denen meine Stimme sicher, soviel sei klar.

Wieso zum Teufel kommt keinem in den Sinn, daß man auch gegen Diskriminierung von Frauen, Zigeunern, Negern (und allem anderen) sein kann, ohne deswegen die Welt mit Sprach-, Denk- und Handlingsverboten überziehen zu wollen??!


Werbefrei

Doch, das hat sich gelohnt: Ein Raspbery Pi, gute dreieinhalb Stunden Datenkopiererei und Installation (gut die Hälfte davon nur, weil ich der Ansicht war, eine mit FAT32 bereits vorformatierte SD-Karte müsse nicht wie in der Anleitung empfohlen nochmal formatiert werden – Irrtum…) – und nun ist da eine kleine Dose neben der Fritzbox. Und Pi-Hole hält das gesamte lokale Netz und über das VPN auch alle Mobilfons und ähnliches frei von Müll jeglicher Art. Egal wo ich bin.

Mein ausdrücklicher Dank an die Entwickler. Dank Euch ist es mir vergönnt, folgenden wahrlich aus tiefstem Herzen kommenden freundlichen Gruß an die für Werbebanner, Beacons und ähnliche Seuchen Verantwortlichen im Allgemeinen zu senden:

Werbefrei

Das einzige, was der Meister nun noch hinkriegen muß, ist ein automatisches Update für die kleine Büchse.


Oh, Hass…

Da hab ich exakt die falschen 50% erwischt…:

In Angedenk der baldigen Reise (mal wieder) ins gelobte Land des Kopfsteinpflasters, der elektrischen Duschen und der Honks und Pffrrr-Pötts (nein, TM, das werde ich *nie* mehr vergessen ;-) ) dachte sich der Meister, man könne doch mal die VPN-Funktion der Fritzbox einem sinnvollen Nutzen zuführen, nachdem da ja doch so einige sperrangelweit offene und hundsmiserabel konfigurierte WLANs auf die Geräte warten.

Gesagt – getan – in meinem Wahn, dachte ich, das geht “mal eben schnell” an einem Abend.

Fing ja auch gut an: MyFritz (aus blanker Faulheit einem normalen DynDNS-Provider zum Bereitstellen einer festen Netzdresse für die kleine Kiste vorgezogen) ging auf Anhieb, desgleichen die VPN Einrichtung auf der Box und das Registrieren des Rechners mit dem angefressenen Apfel. Die Firewall (Little Snitch) hat auch ohne Mullen und Knullen ihren Job als VPN-Killswitch aufgenommen.

EiOS mochte das VPN ebenfalls gerne – nur mit dem Behalten hat es das System ja nicht so…: “Das kommt nicht aus Cupertino, das mach ich nicht länger als ich unbedingt muß – es sei denn, Du nötigst mich dazu!”… Nötigen sah in diesem Falle so aus, daß man ein XML-Konfigurationsskript schreiben und dem kleinen Backstein per Email schmackhaft machen muß. Kostete einen Abend, dann lief der Mist – um den Preis, daß man sich auf die Fritzbox-Blacklist als Werbeblocker beschränken muß, solange ich keinen eigenen DNS à la Pi-Hole aufsetzen will. Früher oder später aber kommt sowas aber auch mal dran, klingt jedenfalls höchst erstrebenswert.

Und dann kam Windoof dran…:

  • Versuch 1: Windows 10 hat ja einen eigenen VPN-Client. Nehmen wir den doch! Wäre elegant, sauber integriert, einfach zugänglich, und nach der betont einfachen Verbindung von MacOS… … … machen wir es kurz: das Ergebnis nach mehreren Stunden vergeblicher Verbindungsversuche und Netzrecherche – geht nicht. Das kleine Dreckprogramm hat alles, was man braucht – nur eine winzige Kleinigkeit, genauer die Option der Eingabe eines IPSec-Gruppennamens, haben die Idioten von Microsoft einfach nicht reinprogrammiert – und ignorieren das standhaft und konsequent seit Windows 2000. Und es gibt offensichtlich keine Möglichkeit, das zu umgehen.
  • Versuch 2: Nun gut, nutzen wir den von AVM so wärmstens empfohlenen Weg. Hierzu benötigt man – warum auch immer – zwei Programme: ein VPN-Konfigurationserstelltool, und den eigentichen VPN-Client.
    Der Sinn von ersterem ist mir ein Rätsel – man muß nämlich die gesamten Daten eingeben, die man auch in einen anderen VPN-Client eingeben muß. Nur verbindet einen dieses Stück Software nicht, dafür ist es sich zu schade. Stattdessen spuckt es zwei Konfigurationsdateien aus. Die eine muß man dann in de Fritzbox importieren, die einem dann zum Dank einen neuen VPN Benutzer anlegt (nicht daß man den bräuchte, schießlich hat man bei Erstellung des MyFritz-Zugangs schon einen angelegt…), die andere muß man in den eigentlichen VPN-Client laden, der dann für sich nichts anderes als “Konfiguration laden” und “Verbinden” beherrscht.
    Und der hat mir dann erstmal freudestrahlend mit einem nicht abgefangenen Treiberfehler des virtuellen Interfaces das System dreimal hintereinander abgeschossen (ja, auch Windows 10 kann Bluescreens) und nach einigen Neustarts dann eine Verbindung hergestellt, die zwar prima stand, aber nicht ein Bit an Daten durchließ – egal, was ich versuchte.
  • Versuch 3: Nach vollen drei Abenden Fehlersuche (Firewall, Windows, Fritzbox – vielleicht der Hotspot vom Eipad? Nee… Treiber? Nee… etc…)  hab ich nun den Schrott einfach runtergeworfen – und den einzigen frei erhältlichen VPN-Client draufgebügelt, den ich für Windows finden konnte – Shrewsoft. zuletzt aktualisiert 2013 – das hatte mich neben des… ähm… am besten mit den Worten “von Technikern für Techniker” zu umschreibenden Konfigurationsinterfaces erstmal abgeschreckt.Daten eingetragen, verbunden – läuft. Zehn Minuten.

Moral von der Geschichte: AVM kann Router bauen. Im Programmieren von Zusatzsoftware dagegen sind die Jungs einfach nur ***Scheiße***.

Warum einfach, wenns auch umständlich geht… ^^


Münchner Dampferhimmel? Bloß nicht!!

Normalerweise nutze ich dieses Weblog ja nicht, um irgendeinem Internetshop ans Bein zu pissen. Bisher hatte ich auch – mit der Ausnahme meines Autoradios vor einigen Jahren – immer Glück.
Aber im Falle von “Grandmas-Dampferhimmel UG” mach ich mal eine Ausnahme. Wenn jemand hier drüberfällt, weil er bei https://www.muenchner-dampferhimmel.de/ einkaufen will – dann sei ihm hiermit gesagt:

Wenn Du die geringste Chance siehst, daß Du das zurückgeben willst, dann bestell woanders!

Warum?

Hier kurz und knapp die bisherige Odyssee eines Widerrufs wegen Falschlieferung (und ja – ich habe alle zugehörigen Dokumente aufgehoben und kann die Geschichte problemlos belegen):

  • 15.6.18 – der Meister bestellt bei besagtem Onlineshop einen Nachbau eines Origen Genesis V2 Mk2 (das Original gibts nicht mehr…). Gemäß Beschreibung mit Glastank, Edelstahlunterteil und (das ergibt sich aus dem “Mk2”) einem verbesserten Bauteil zur elektrichen Kontaktierung innendrin.
  • 21.6.18 – ein Paket kommt an. Inhalt: ein Nachbau eines Origen Genesis V2 mit Plastiktank, Aluunterteil und eben nicht der verbesserten Kontaktierung. Eine Mail geht an den Verkäufer raus (an beide im Shop angegebenen Emailadressen), was das soll und was er als Lösung anbietet.
  • 24.6.18 – keine Reaktion. Eine (förmlichere) Email geht an den Verkäufer mit ausgefülltem Widerrufsformular – auf eine Wandelung wegen Falschlieferung (für die mir auch die Rücksendekosten hätten erstattet werden können) verzichte ich. Der Versuch, den Widerruf an die auf der Website angegebene Telefaxnummer zu senden, scheitert. Kein Anschluß unter dieser Nummer.
  • 25.6.18 – oh, eine Antwort mit folgendem Text: “servus und hallo, wir haben sie kontaktiert, gruß Z…, dann einfach bitte zurückschicken”. Nun gut. komisch nur, daß ich seit langem nicht eine einzige verlorene Mail hatte… Ich frage per Email nach, an welche Adresse denn das Ding gesandt werden soll, weil die Absenderadresse und die im Widerrufsformular genannte nicht mit der in den Widerrufs-AGB übereinstimmt.
  • 26.6.18 – keine Reaktion, mal wieder. Ich sende das Paket an die Absenderadresse – da gehen schließlich auch unzustellbare Sendungen hin, also wird da einer sein…
  • 29.6.18 – das Paket kommt an und wird entgegengenommen.
  • Danach passiert erstmal – nix. Gut, er hat laut AGB zwei Wochen Zeit zur Rückbuchung, also geben wir ihm die.
  • 20.7.18 – Immer noch kein Geld. Eine Emailerinnerung – sicherheitshalber doppelt abgeschickt – mit Verweis auf die eigenen AGB geht an den Laden raus.
  • 25.7.18 – Schweigen im Walde. Ich stolpere über den Ebayaccount der Tröten und sende darüber eine Nachricht. Die sollten sie kriegen, schließlich bieten sie gerade Ware an…
  • 1.8.18 – immer noch nix. Letzter Anlauf – zufällig habe ich gerade diesen Kauf über Paypal gemacht. Also nutze ich doch mal deren Reklamationssystem, bevor ich einen Anwalt wegen einer Zahlungsaufforderung bemühe… mal sehen, was passiert.

“Vertrauenswürdig” oder “kundenorientiert” ist so ziemlich das Gegenteil dessen, was die hier treiben…

Ergänzung 2.8.18: Mir scheint, die Drohung einer Abstufung bei Paypal wirkt besser als ich dachte. Jedenfalls hat der Verkäufer reagiert. Keine Antwort, keine Erklärung und schon gar keine Bitte um Entschuldigung – aber das Geld hat er zurückgebucht.

Fazit nach sechs Wochen Hinterherrennerei: Sauladen! Nie wieder!


Stell Dir vor…

… Du gehst zur Bank und willst einen Kredit – und der wird Dir mit folgenden Worten verweigert:

“Tut mir leid, aber Sie sind ein nicht ausreichend vertrauenswürdiger Bürger. Davon, daß Sie ständig bei Rot über die Ampel gehen und damit Ihr Kreditausfallrisiko steigt, rede ich noch nicht mal. Aber sehen Sie, Sie haben im letzten Jahr zweimal ein Taxi gerufen – ohne dann zu erscheinen. Außerdem haben Sie allein im letzten Monat sechzig Stunden Counterstrike online gespielt, dabei mehrere Hundert Mal aufs übelste geflucht, und Ihr Alexa-Lautsprecher hat gemeldet, daß Sie sich ständig mit Ihrer Frau streiten und sich über Ihren Arbeitgeber beschweren. Das ist doch keine Basis für ein langfristig gesichertes Lohn- und Familienverhältnis.”

Schwarzmalerei? Geht nicht?

Irrtum. China probiert sowas gerade in großem Maßstab aus, mit dem erklärten Ziel, das landesweit für jeden Bürger einzuführen. Und uns schützt nur ein etwas größerer Respekt vor der Privatsphäre und der deutsche Datenschutz vor den Innenpolitikern wie erst vor einiger Zeit Herrn Friedrich, die von einem “Supergrundrecht Sicherheit” schwafeln und beim Gedanken an solche allübergreifenden Scoring-Datenbanken feuchte Träume bekommen.

Und jetzt sag nochmal einer, Datenschutz wäre sinnlos. Sonst hieße es auch hier “Sicherheit, Sicherheit über alles – über alles in der Welt…”


Jetzt wird der MeToo-Kram endgültig lächerlich

Vorab: Vergewaltigung oder sexuelle Belästigung/Nötigung geht gar nicht, keine Frage.

Aber mal ganz ernsthaft: das, was laut Tagesschau Morgan Freeman von der Reporterin Chloe Melas vorgeworfen bekommt, sorgt ausschließlich dafür, daß ich hier vor dem Bildschirm hocke und mir mit dem Zeigefinger an die Stirn tippe. Der arme Mann wird hier an den Pranger gestellt, weil er folgendes von sich gegeben haben soll – ich zitiere die Aussage der werten Dame:

“Junge, ich wünschte, ich wäre da, hat er gesagt, während er mich von oben bis unten angesehen hat. Ich war damals im sechsten Monat schwanger.”

Oh Gott, er hat sie angesehen, und das auch noch von oben bis unten. Und dann hat er sie auch noch für ihr Aussehen gelobt.

Wenn das als “sexistisch” gilt, bin ich (und vermutlich 95% aller Menschen auf dieser Welt) auch ein Sexist. Tut mir leid, Frau Melas – wenn Sie das als in irgendeiner Weise verwerflich betrachten, dann haben Sie in meinen Augen nichts anderes als ganz gehörig einen an der Klatsche.

Andererseits… haben das nicht eh 50% der Amis? Sonst hätten die ja nicht den Präsidenten, den sie derzeit haben…

So oder so – #MeToo kann man offensichtlich nicht (mehr) ernst nehmen.


Man sieht es regelrecht vor sich

…irgendwann vor 45, 50 Jahren… ein Konstrukteur und irgendein Chef/Firmenpatriarch oder sonstiger Boss (die Seuche der Controller gab es damals ja noch nicht)…:

Boss: “.. ach ja, und den Ablauf für die Bohrflüssigkeit am Bohrtisch schenken wir uns.”

Konstrukteur: “Aber dann müssen wir die Gußform ändern.”

Boss: “Gußform? Brauchmanich – wir lassen einfach das Loch weg.”

Konstrukteur: “Aber… da ist doch ne Wanne drin. Da sammelt sich doch die ganze Soße und die feinen Späne. Dann müssen wir die Gebrauchsanweisung ändern, damit der Kunde das leermachen kann.”

Boss: “Gebrauchsanweisung? Brauchmanich – das wird der Benutzer wohl selber wissen.”

Konstrukteur (zunehmend verzweifelt): “Aber das Sieb da oben drin ist doch eingepreßt und ohne Griff, das sieht der doch gar nicht. Dann muß ich zumindest das Sieb ändern.”

Boss: “Sieb ändern? Brauchmanich.”

Konstrukteur: “Aber…”

Boss: Nehmen wir mal an, da drin steht das Zeug. Passiert was?”

Konstrukteur (verwirrt): “Naja, es müffelt… und irgendwann ist auch unser Tisch mal durchgerostet…”

Boss: “Wann?”

Konstrukteur (resigniert): “Naja… so zehn bis fünf—”

Boss: “Sehnse – brauchmanich. Machense einfach das Loch weg. Das verdunstet schon.”

 

… und nun sitzt der Meister da, 45 Jahre danach, hat das Sieb bei seiner Centrex rausgepopelt und klopft mit Hammer und kleinem Schraubenzieher den Schmodder der letzten Jahrzehnte aus der Wanne ohne Ablauf. Interessant, in was sich feine Metallspäne, Öl und Wasser in so langer Zeit verwandeln:

Man sieht es regelrecht vor sich

 

Ergebnis nach einer Dreiviertelstunde: Das Loch ist wieder leer, der Grauguß-Tisch hat die Sache bewundernswert gut überlebt – und die Klinge vom Schraubendreher ist krummgehämmert. Hartes Zeug, so ein gut gereifter Bohrschlonzkuchen…

Und jetzt kommt da entweder ein Ablauf rein, bevor der Tisch neu lackiert wird, oder das Sieb wird umgebaut. Oder beides.

Man sieht es regelrecht vor sich


Siehst Du, TM…

Siehst Du, TM...

… deswegen hab ich diese Winz-Drehmaschine – damit dieser kleine M5-auf-M6-Adapter mal eben schnell gemacht ist und nicht in eine abendfüllende Tätigkeit mit der Feile und einen trotzdem hundmiserablen Ergebnis ausartet.

 

Mal was anderes: bin ich eigentlich der einzige, dem es auffällt und den es ärgert, daß die Verarbeitung simpler Normteile irgendwann in den letzten Jahrzehnten so richtig scheiße geworden ist? Ist mir nur gerade wieder aufgefallen, als ich eine neue Mutter neben eine aus den frühen Siebzigern gelegt habe…:

Siehst Du, TM...Klar, technisch können die dasselbe – die neuere evenutell sogar etwas mehr. Aber muß die deswegen wirklich so hingerotzt aussehen…?


Japp, wie erwartet

Apple räumt still und leise seinen Appstore aus, scheint es: zwei meiner Apps habe ich (ohne danach zu suchen) schon gefunden, die man nicht mehr aus dem Store runterladen kann, wenn man sie auf dem Gerät gelöscht hat und nicht mehr das alte iTunes mit App-Verwaltung benutzt.

Des Meisters Mißtrauen scheint also durchaus angebracht…