Kategorie: Hirngespinste und dumme Gedanken

Klunk!

Ein denkwürdiges Zitat vom Ich, an ein einem lauen Abend in der Stadt, es ging um die Centrex…:

“… eines fernen Tages wird hier nur noch grauer Staub sein – und mittendrin: eine Bohrmaschine. Und irgendwann werden hier seltsame Aliens in einem kleinen Plastikraumschiff herkommen, landen, und die Maschine aus Metall angucken. Und sie werden den Schalter aus Metall betätigen und feststellen: ‘Hey, der macht ‘Klunk!’… das fühlt sich gut an!’

Und dann werden sie zurückgehen zu ihrem kleinen Plastikraumschiff und da auf den kleinen Plastiktüröffner drücken, und der wird “niäck-niäck” machen. Und sie werden feststellen: ‘Das ist Scheiße, das müssen wir ändern!’

Und wenn sie fertig sind, werden alle Schalter in ihrem Raumschiff ‘Klunk!’ machen.

… und dann werden sie nur noch zwei Meter hoch fliegen können, weil der Antrieb ihres kleinen Plastikraumschiffs halt nur für Plastik ausgelegt ist.”

Na, zum “Klunk” reicht die Masse nicht ganz – die Schalter bewegen sich eingebaut irgendwo zwischen “Klank” und “Klonk”. Aber sie ist fertig – und sie rennt genau wie gewünscht :-)

Klunk!

Klunk!


Induzierter weißgelber Unsinn

Aus mir nicht gänzlich nachvollziehbaren Gründen ist mir heute den ganzen Tag Eiersalat im Kopf herumgespukt!!

Eiersalat beim Rasieren – gut, ging noch.

Eiersalat beim Konstruieren einer Scheibe mit spiralförmig angeordneten Löchern (nicht fragen, Ärzte brauchen sowas wohl): anstrengend.

Eiersalat beim Korrekturlesen eines englischen Analysereports, den Dir der schwedische Kollege mit der Bitte um Prüfung zugesandt hat: geht gar nicht.

Man stelle sich vor: Du überlegst gerade vollkommen vertieft und angestrengt, was für ein Maß wohl noch fehlen oder – schlimmer – was denn der tiefstem Fachchinesisch mit keinesfalls perfekter Beherrschung der Fremdsprache geschriebene Satz bedeuten könnte, der Dir da vom Bildschirm entgegenleuchtet.

Dein Hirn arbeitet. Millionen Hirnzellen pressen gespeichertes Wissen mit solcher Macht heraus, daß sie dabei schon fast anfangen zu furzen. Man könnte eine Nadel fallen hören in der Denkstube.

… und mitten in die angestrengte Stille hinein meldet sich das kleine, blöde Arschloch von hinten links zu Wort, das die ganze Zeit eh schon nix vernünftiges getan hat:

“…”

“… …”

“… … …”

“Eiersalat?”

Die schwer arbeitende Zelle rechts daneben hält inne, hebt die Augenbrauen, guckt irritiert: “Hä??”

“Eiersalat! Eiersalat!!”

“Depp.” Die Zelle schüttelt den Kopf und will weiterarbeiten, hat aber vergessen, wo sie war. Nachdem die Zelle daneben aber auf ihren Input wartet und schon ungeduldig wird, gibt sie halt notgedrungen weiter, was sie gerade parat hat: “Eiersalat.”

Das hören die vier Zellen daneben, halten inne, heben die Augenbrauen, gucken irritiert… und so weiter.

Und der Herr Ingenieur sitzt da, guckt blöde auf die hochwissenschaftlichen englischen Berechnungsergebnisse der Konusschraubverbindung – und denkt: “Eiiiersalaaaat…”, während ihm langsam, ganz langsam ein kleiner Speichelfaden aus dem Mundwinkel kriecht…


“Scheiß auf Statistik”…

… sagte mein Auto – und präsentierte mir gleich drei auf einmal durchgebrannte Birnen.

Vielleicht sollte ich mal über einen Lottoschein drüberfahren und den dann anhand der Reifenabdrücke ausfüllen…


Siehst Du, TM…

Siehst Du, TM...

… deswegen hab ich diese Winz-Drehmaschine – damit dieser kleine M5-auf-M6-Adapter mal eben schnell gemacht ist und nicht in eine abendfüllende Tätigkeit mit der Feile und einen trotzdem hundmiserablen Ergebnis ausartet.

 

Mal was anderes: bin ich eigentlich der einzige, dem es auffällt und den es ärgert, daß die Verarbeitung simpler Normteile irgendwann in den letzten Jahrzehnten so richtig scheiße geworden ist? Ist mir nur gerade wieder aufgefallen, als ich eine neue Mutter neben eine aus den frühen Siebzigern gelegt habe…:

Siehst Du, TM...Klar, technisch können die dasselbe – die neuere evenutell sogar etwas mehr. Aber muß die deswegen wirklich so hingerotzt aussehen…?


Neues Spielzeug

Die Black&Decker ist tot, es lebe die Black&Decker…

… oder genauer: tot ist des Meisters alte Bohrmaschine nicht – aber ein Gerät, das um über 0,2mm eiert, spannt man halt nicht mehr in einen Bohrständer. Ein spät bemerktes Opfer des Umzugs.

Das eilig durchgeführte Tauschen der Lager hat leider nicht viel gebracht; das Bohrfutter ist hinüber. Und nach mehreren vergeblichen Versuchen steht für mich ziemlich fest, daß Röhm, Metabo und Co. heutzutage nur noch die Futter mit dem fast nur bei Handbohrmaschinen verwendeten zölligen Gewinde versehen, die ansonsten als Ausschuß auf dem Müll landen würden.

Also doch mal was “richtiges”. Nach einiger Suche (und dem Ausschließen einer wunderschönen Siemens&Halske-Maschine, die jede Steampunk-Werkstatt adelt, aber mit bald einem Meter Bautiefe leider den vorgesehenen Platz gnadenlos sprengen würde)…

Neues Spielzeug

(man stelle sich das Teil mal komplett überholt vor…)

…wurde es dann ein Stück badische Baukunst.

Hat irgendwer schon mal was von der “Süddeutschen Präcisions GmbH” gehört? Ich nicht.

Egal: das Biest ist von 1973, aus Metall, wiegt 100kg (nochmal danke an Amok fürs Mitschleppen), hat eine mechanische stufenlose Drehzahlregelung, die ich sonst nur von den Ungetümen von Alzmetall kenne – und wird nun gerade bis zur letzten Schraube zerlegt, gereinigt, neu lackiert, mit neuen Lagern versehen und auf 220V-Betrieb umgebaut. Einen passenden Motor hatte eine Hanauer Firma im Programm, die TU München war so nett und hat mir einen Scan der originalen Anleitung zukommen lassen – und ein freundlicher Mensch irgendwo aus dem Norden hat mir vorab einen Schwung Fragen beantwortet und Bilder zugeschickt – bereits jetzt eine deutschlandweite Coproduktion also :-) Neues Spielzeug


Na, wo bleiben…

… die Verschwörungstheorien zu den in den letzten Tagen plötzlich etwas langsam laufenden Uhren am Stromnetz?

Ich dachte ja auch erst, daß mein braver alter Saba nach knapp 40 Jahren doch etwas Rheuma in den Lötkontakten bekommen hätte – aber nein, Heise lieferte mal wieder die Lösung: die Schweizer waren’s!

Zum ersten Mal seit langem haben die Netzversorger es nicht hingekriegt, die 50Hz der Netzspannung über den Tag nicht sauber auszuregeln. Ganz ohne Chemtrails und mißgünstige russische Geheimdienste mit außerirdischer Technik.

Pech gehabt, Uhren nachgestellt.


“Facebook, Google & Co. machen süchtig”

Heise meldet das – und beruft sich auf Aussagen von durchaus mit der Materie vertrauten Leuten – dem Erfinder des “Like”-Knopfs in Fratzbuch beispielsweise.

Die These: die sozialen Netzwerke, egal ob nun Facebook, Instagram, Snapchat oder wer auch immer, sind durch ihr Geschäftsmodell quasi dazu genötigt, den Benutzer soweit wie nur möglich zu einem Klickjunkie zu machen, indem sie (auf unterschiedliche Weise) das Belohnungszentrum des Gehirns schamlos mißbrauchen.

Mangels eigener Erfahrung kann ich nix dazu sagen – außer: wenn ich mir so den einen oder anderen Praktikaten/Azubi bei uns ansehe, der mit dem Mist aufgewachsen ist, scheint es durchaus, als würden die Theorien stimmen.

Auf die Spitze getrieben hat es unser Vollprofi von einem Azubi. Der Typ definiert sich über sein Handy. Selbst mit einer Abmahnung nebst Kündigungsdrohung im Kreuz kann der nicht von seinem blöden Telefon lassen – und ist sichtlich unglücklich, wenn er es mal nicht benutzen darf. Folge: egal ob mit oder ohne Smartphone, seine Aufmerksamkeitsspanne entspricht etwas der eines Eichhörnchens.

Nicht representativ, klar, aber diejenigen mit Kindern sollten es sich besser mal ganz genau überlegen, wie sie das verhindern wollen. Sonst sind wir schneller eine Gesellschaft von Dummbroten, als uns lieb ist.


Japp, wie erwartet

Apple räumt still und leise seinen Appstore aus, scheint es: zwei meiner Apps habe ich (ohne danach zu suchen) schon gefunden, die man nicht mehr aus dem Store runterladen kann, wenn man sie auf dem Gerät gelöscht hat und nicht mehr das alte iTunes mit App-Verwaltung benutzt.

Des Meisters Mißtrauen scheint also durchaus angebracht…


SB-Kassen-Seuche

Ein bißchen Freude mit dreizehn – lauter als nötig geäußerten Worten: “Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis einer den Scheißdreck nachmacht!”

Konkret ist es Bauhaus in Hanau (soeben dagewesen), und zwar mit Drückermethoden: eine einzige normale Kasse offen, eine lange Schlange davor, die sechs daneben geschlossen. Besetzt ist sie mit einer – todunglücklichen – alten Kassiererin. Und direkt daneben die vierfache SB-Kasse mit einer höchst bemüht jung-dynamisch herumwetzenden und lautstark die SB-Kasse anpreisenden Tante, bei der es mich überaus wundern würde, wenn die zum Kassenstammpersonal gehörte, und die jedem, der auch nur möglicherweise daran denken könnte, sein Geld gegen Ware tauschen zu wollen, ein durch Mark und Bein gehendes “Essbeh-Kasse??!! Sie können auch an die Essbeh-Kasse!!!” entgegenkräht.

Die Kassiererin hat mir echt leid getan, obiger Satz entlockte ihr dann aber doch ein Lachen. Und die krähende Tante nebendran guckte böse – ich hatte einen Moment abgepaßt, wo sie mal ruhig war :-)

Vermutlich wird man beim Nachzählen feststellen, daß -Wunder über Wunder – an die 50% der Kunden die SB-Kasse akzeptiert haben, und das Kassenpersonal entsprechend reduzieren.

Direkt neben dem Bauhaus ist ein Hornbach. Mal gucken, vielleicht kaufe ich meinen Kram doch zukünftig eher da…


Fette Schnecken!!

Das ist mir noch nie passiert! Die sprengen alles!