Kategorie: Hirngespinste und dumme Gedanken

Alle(s) im Ösdn

Irgendwie jedenfalls.

  • Das Ich eiert in Thailand umher… und hat sein Weblog, nachdem er mich vor Jahren zu PHP bequasselt hat, wieder auf statisches HTML zurückumgestellt, was nicht einer gewissen Ironie entbehrt – immerhin ist er abgesehen von farblichen Präferenzen nun genau da, wo ich vor über zehn Jahren mal war :-). Daher lasse ich mir folgendes auch nicht nehmen:
    Alter – Du beschwerst Dich immer über mangelnde Usability meiner Seite – hast Du mal Deine eigene betrachtet? Mangels Kommentarfunktion geh ich zurück zur Email, kein Problem – aber wenigstens “vorwärts”/”rückwärts”-Links könntest Du unter die einzelnen Posts packen. Oder mach meinetwegen ganz traditionell ein Frameset draus – Inhaltsverzeichnis links, Inhalt rechts -, damit man nicht nach jedem Eintrag erst zurück auf die Startseite eiern darf, um zum nächsten zu kommen, wenn man schon jeden Post einzeln anklicken muß, um mehr als die Überschrift zu sehen.
    Von ner Suchfunktion rede ich ja gar nicht mal!
  • der Nicht-Mehr-Elektronikladenschlumpf ist in Japan und versucht verzweifelt, einem Ingenieur beizubringen, daß (sinngemäß, in Wirklichkeit gehts um Drehstrom) 1+2-5 niemals und unter gar keinen Umständen Null sein kann.
  • und ich? Ich bin und bleibe hier, hab mir aber einen neuen alten Schreibtisch gekauft (aus Leipzig) und ließ mir den von einer rumänischen Spedition hierherkarren, womit dem Bezug gen Sonnenaufgang ebenfalls Genüge getan sei.

Wie bei einem über hundert Jahre alten Holzklotz nunmal zu erwarten, hatte der hier auch ein paar Kleinigkeiten, die neben dem dringend nötigen Putzen und Einölen zu beheben waren.

Nach vielen Jahrzehnten ohne neues Wachs vollkommen abgenudelte Laufschienen für die Auszüge veranlaßten den ortsansässigen Schreiner zu einem “Oha!” samt hochgezogener Augenbrauen, hinderten ihn aber nicht daran, mir aus den Fragmenten binnen weniger Tage bestens passenden Ersatz zu schnitzen.

Von einst drei Türschlössern existierten noch zwei. In einem hatte ein Profi einen Schlüssel derart gewaltsam versenkt, daß der weder vor- noch zurückwollte. Das andere fielt mir dagegen gleich in Einzelteilen entgegen.

Für das fehlende Schloß fand der Meister nach emsiger Suche im Netz erst den Namen und dann sogar Ersatz – der Begriff “Schubstangenschloß” war mir bisher nicht bekannt…

Das zerbröselte Schloß ließ sich nach dem Basteln von Ersatz für alle Blattfedern aus einer alten Aufzugsfeder für einen Wecker und etwas Puzzlearbeit wieder zusammenbauen, und das verklemmte Schloß war gnädig und spuckte nach fleißigem Popeln, einigen Flüchen und etwas mechanischer Überzeugungsarbeit (Hammer und Hebel) den Schlüssel aus, woraufhin dem Zerlegen und Geradebiegen sämtlicher Teile nichts mehr im Weg stand. Wundersamerweise war da drin wirklich nichts zerbrochen.

Blieb das Problem mit den Schlüsseln: der eine, der dabei war, war weder für das eine noch das andere Schloß gedacht – die Originale waren wohl schon seit längerem in die sächsischen Jagdgründe eingegangen.

Der Schlüsseldienst kann nur Schlüssel kopieren. Aber so ein altes Schloß passend auszumessen ist eigentlich nicht schwer – also durfte der 3D-Drucker zur Abwechslung mal zwei Schlüssel drucken:

Was soll ich sagen – beide Schlüssel funktionierten auf Anhieb. Fast schon erschreckend, wie einfach das geht… mal sehen, was der Schlüsseldienst zu dieser Art Vorlage sagt.

Ansonsten warte ich nun auf das bestellte Schloß sowie ein paar neue alte Schlüssellochblenden – und freue mich meines Möbels.


Ich bin nicht allein

Heise schreibt heute:” iOS 11: Nutzer installieren Update zögerlich

Hurra, ich bin nicht allein mit meiner Dickköpfigkeit.

Es gibt wohl noch andere, die sich dran stören, daß iOS 11

  • WLan und Bluetooth nicht mehr einfach abschalten läßt
  • Die Akkulaufzeit und “Wuppdizität” offenbar bei beim Iphone 5(s) und 6(s) doch erheblich einschränkt
  • 32Bit-Apps ersatzlos rausgeworfen wurden
  • die schönen systemweiten VPN-Werbefilter rausgeworfen wurden
  • der App-Store jetzt Werbung anzeigt, aber nützliche Dinge wie die Wunschliste einfach entsorgt wurden
  • bei neueren Geräten auf ein Photoformat umgestellt wurde, das zwar effizienter als JPEG ist, aber von einem guten Teil der Programme auf dem PC nicht unterstützt werden dürfte
  • laufend über Ärger mit Touchscreens, Texteingaben oder Telefonieren berichtet wird

… und im Gegenzug erhält der Nutzer? Apple Pay in der Nachrichtenapp, Bevormundung im Auto, ein in sehr engen Grenzen anpaßbares Kontrollzentrum – und neue Smileys, die kein Schwein benötigt.

Seit iOS 5 hab ich jedes Update relativ umgehend auf meine Geräte aufgespielt. Aber diesmal streike ich – es ist iOS 10 und es bleibt bei iOS 10. Sorry Apple, das ist den Tausch irgendwie nicht wert ^^


Du weißt, daß…

… Dein EiOS-Werbeblocker funktioniert, wenn Du ein Update für eine App kriegst, dort groß angepriesen wird “Jetzt neu – Premium als In-App-Kauf: Deaktivieren Sie sämtliche Werbung!”

… und Du denkst Dir nur: “Werbung? Welche Werbung?”


Mausersatz

Wie mir scheint, taugt ein Grafiktablett völlig problemlos als Ersatz für eine Maus… jedenfalls solange man nicht gerade Egoshooter spielen will.

Ergonomischer ist das ganze auf jeden Fall, auch wenn bei diesem Schnäppchen aus dem bunten OnlineFlohmarktRamschladen doch eindeutig eher der “Willhaben”-Faktor bestimmender war – realistisch betrachtet hätte es ein neuer Mikroschalter für die G600 auch getan (etwas peinlich nebenbei, daß der überhaupt schon anfängt zu spinnen).

Nun denn – so kann ich die Sache damit rechtfertigen, daß ich ja schon beruflich mehr oder weniger den ganzen Tag über mein Handgelenk mit einer Maus (ja, immer noch diese hier!) auf Trab halte und auf diese Weise wenigstens zuhause möglichen Problemen auf diese Weise vorbeuge. Und nachdem allen Unkenrufen und “wie komme ich mit einem Grafiktablett klar? 75 einfache Übungen”-Videos im Netz zum Trotze des Meisters Eingewöhnungsphase ungefähr fünf Minuten dauerte, findet mein Hirn das offenbar auch gut.

Und natürlich kann ich damit auch viel toller Blödsinn skizzieren als mit einer Maus…


Äääh… nee, Apple.

An sich sind die Mobilgeräte mit dem angefressenen Kernobst drauf ja wirklich gut – teuer, aber sauber konstruiert, langlebig, mit vernünftigem Datenschutz und mit langem Support in Form von Betriebssystemupdates.

Bisher lief das auch wunderbar. Es gab die eine oder andere optische Änderung, an die man sich gewöhnen mußte, sinnvolle Neuigkeiten und Unfug hielten sich etwa die Waage, Sicherheitslücken wurden zuverlässig gestopft, bestehendes lief weiter. Alle waren zufrieden.

Nun kommt iOS 11. Daß hier der Support für alte 32Bit-Apps gestrichen wird, schmeckt mir (und sicher auch einer Ladung Softwareentwickler) nicht besonders – aber gut, es wurde kommuniziert. Jedes Handy hat beim Starten eines Programms drauf hingewiesen: “Dieses altertümliche Stück Programmierkunst wird auf dem nächsten Betriebssystemupdate nicht mehr laufen!” Wenn man iOS aktualisiert, weiß man also, was passiert – und kann es tun oder es lassen.

Bei iTunes haben die Herren aber einen anderen Weg gewählt – und kommentarlos die Unterstützung für das Verwalten von Apps auf dem eigenen PC entfernt. Das heißt: ab sofort muß man wohl oder übel jede jemals gekaufte App auf dem Handy behalten – schließlich weiß man nie, ob das Programm, wenn man es mal wieder braucht, noch im Appstore herunterladbar ist. Und wenn man sich ein neues Mobiltelefon kauft, hat man in diesem Fall verloren. Ach ja, und eigene Klingeltöne sind auch weg.

Sorry, das ist eine Frechheit – beides benutze ich, und beides mag ich nicht rausrücken.

Fazit: So nicht.

Solange das so bleibt (und nicht stattdessen ein neues separates Programm als Verwaltung für das Handy kommt), bleibt auf meinem Rechner das alte iTunes – und als Folge auf den amerikanischen Glasbrettchen das alte Betriebssystem drauf. Dann probiere ich halt mal mit dem Eifon SE aus, wie ein drei Jahre altes iOS sich im Praxisbetrieb schlägt…

Und schlimmstenfalls muß ich mich halt mal zukünftig intensiver mit Android auseinandersetzen.


Dieses Jahr wirds einfach

Was? Die Wahl. Und warum? Weil ich dieses eine Mal einer kleinen Ein-Themen-Partei meine Stimme geben werde – dem “Bündnis Grundeinkommen”. Die wollen nix weiter als eine sachliche und ergebnisoffene Untersuchung des “bedingungslosen Grundeinkommens” zu erzwingen – quasi ein Volksentscheid in Parteienform.

Wer mit dem Begriff nix anfangen kann – hier entlang, bitte. In einem Satz (und stark vereinfacht) erklärt: man schaffe den ganzen Mist aus Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe, Hartz IV, Stipendien, Unterhaltszahlungen, etc. zusammen mit dem zugehörigen gigantischen Verwaltungsapparat ab und ersetze ihn durch eine simple Formel: Jeder Mensch kriegt vom Staat irgendwas zwischen 400 und 1000€ Kohle, mit denen er überleben kann. Ohne Bürokratie, ohne irgendwelchen Beamten irgendwohin kriechen zu müssen – ohne wenn und aber.

Je nach Ausprägung wird das ganze dann noch garniert von Dingen wie beispielsweise einer Robotersteuer, ganz nach der Logik: wird Dein Job von einem Roboter/Computer erledigt, dann hat das Gerät dafür zu sorgen, daß Du zumindest ein Mindestmaß an Kohle kriegst.

Das witzige ist: nach diversen Berechnungen (nochmal zu Krautreporter als Beispiel) wird das für den Staat nicht wirklich teurer als das heutige System. Und negative Effekte haben bisherige Tests auch nicht ergeben.

Ich drücke den Damen und Herren die Daumen.


Jetzt spinnen sie endgültig

Nein, zur Abwechslung mal nicht Trump und seine Konsorten. Der brüllt vermutlich nur gerade halb Washington nieder, weil – hurrah – Obamacare wieder nicht plattgemacht wurde.

Diesmal ist es zur Abwechslung mal wieder Erdowahn, der beim Meister für eine Mischung aus ungläubigem Kopfschütteln und trotz des ernsten Hintergrunds nicht zu unterdrückender Heiterkeit ob solcher Schwachsinnigkeit sorgt: Die Tagesschau berichtet soeben, die Türken hätten eine Liste mit Terrorverdächtigen an das deutsche BKA übergeben. Da drauf: 68 Personen und Unternehmen in Deutschland – breit gefächert von einer Dönerbude in NRW bis hin zu Konzernen wie BASF und Daimler.

"Unverständnis" ist noch die höflichste Umschreibung der Reaktionen auf diese Sammlung.

Vermutlich hat der ansonsten völlig unbescholtene Besitzer der Dönerbude ein BASF-Reinigungsmittel an seinem alten Mercedes benutzt und dabei eine BLÖD mit dem Namen "Gülen" auf dem Tresen liegen gehabt…

Lieber Herr Erdogan, machen Sie es doch etwas einfacher. Für Sie sind ohnehin alle Leute Terroristen, die nicht Ihrer Privatsekte namens AKP angehören – also nehmen Sie doch einfach die Mitgliederliste und erklären jeden zum Terroristen, der da nicht draufsteht. Das würde zumindest diesen Punkt dann schon mal eindeutig klären.


Restevernichtung

… oder “Die Fischstäbchen von allen Seiten gleichmäßig braten”:

 


9 Jahre, 9 Monate, 9 Tage

So lange ist der Maschinist nun mit $Mylady zusammen. Unzählige gute Tage, einige schlechte, drei Wohnungen, ein gemeinsames Haus, sieben WGTs…

Und gerade eben haben wir die Sache dann auch endlich mal amtlich gemacht – stilecht in schwarz, in Leipzig, auf dem WGT, im Gewölbekeller. Nur die Limousine war nur zum Teil richtig lackiert – da war die Farbe vorher alle.

Jetzt trag ich also einen Ehering. Und der Wahrsager, der mir vor knapp 25 Jahren aus der Hand gelesen hat, daß ich nur eine einzige richtige Liebe in meinem Leben haben würde, scheint recht gehabt zu haben.

Ich liebe Dich, meine Zicke :-* <3 <3 <3 


PS: Der MDR war auch dabei – die Sendung wird Sonntag um 22.00 Uhr ausgestrahlt.

Edit 1: Tonbeitrag vom Radio ist online: http://www.mdr.de/kultur/wgt/wgt-hochzeit-in-den-kasematten-100.html

Edit 2: die Fernsehreportage ist nun auch abrufbar: http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/d/video-111488.html

Edit 3: … und hier noch der Link zu allen Impressionen, die der MDR vom WGT zusammengetragen hat. Absolut sehenswert! http://www.mdr.de/kultur/wgt/wave-gotik-treffen-pfingsten-100.html


Geht gar nicht mehr: Hosen kaufen…

Der gute Herr Clifford hats erfaßt: Hosen kaufen ist mittlerweile eine Katastrophe.

Vor gut 15 Jahren war da die Welt noch in Ordnung: Bundhöhe auf vernünftigem Niveau, Hosentaschen da, wo sie hingehörten, Beine gerade geschnitten oder leicht ausgestellt.

Dann kam der Stoffüberschuß und mit ihm die Baggypants: die vollständige Unfähigkeit, einen vernünftigen Schnitt hinzukriegen, erfolgreich mit einer generellen Maßzugabe von durchgehend 10 bis 20cm kaschiert und das ganze als Mode verkauft. Gehalten nur von einem Gürtel (oder halt auch nicht…).

Die Stoffmenge mußte man anschließend offenbar irgendwie wieder einsparen, also wurde die gemeine Hose wieder enger – und dabei wanderte als nächstes der Bund immer weiter nach unten, bis die Hose unter den Hüften klemmte, weder vorteilhaft noch bequem – aber egal, die Deppen haben es natürlich gekauft.

Für die Übergangszeit gab es wohl auch mal von mindestens einem vollständig geistig umnachteten Designer eine Röhrenbaggypant… hab ich nur einmal gesehen, verkaufte sich vermutlich eher mäßig – aber der Anblick einer Person, die scheinbar einen Pullover  mit einer Hose verwechselt hat… das prägt sich ein, soviel ist sicher. Leider war der Meister damals zu sehr mit Lachen beschäftigt – an ein Beweisphoto war da nicht zu denken…

Und jetzt? Jetzt sind wir wieder bei den dussligen Karotten- und Röhrenjeans der 80er angekommen – nur diesmal ist der Bund immer noch ganz unten.

In Summe so ziemlich das Gegenteil dessen, was ich mir unter einer Hose vorstelle – und dabei ignoriere ich noch, daß die Dinger immer kürzere Halbwertszeiten besitzen.
Fazit: Ab sofort können die Idioten der Klamottenhersteller ihren Mist behalten; die Hosen werden nun selber genäht.