Kategorie: Hirngespinste und dumme Gedanken

Was da wohl der Zoll sagt…?

$Muttern kommt auf Gedanken…:

Beim aktuellen Care-Paket (Computer, Taschenlampe, Nähzeug, viel Schwarzbrot) ist noch etwas Platz übrig. Also fragte ich mal nach, was denn noch dazusolle, und bekam folgende Antwort:

Schick mir,wenn Du willst, Kochkäse und Harzer ohne Kümmel für Handkäs mit Musik.

Nun überlegen wir mal. Das Paket kommt hier zur Post. Dann landet es in Frankfurt, wird dort in ein Frachtflugzeug gepackt und anschließend nach Miami geflogen.

In Miami kann man nicht davon reden, daß die Temperaturen auch nur annähernd an die eines Kühlschrank herunterreichen – Januar hin, Januar her.

Dort liegt es dann so ein bis drei Wochen beim Zoll herum, anschließend karrt es ein Lastwagen der Ami-Post zu der Spedition, die für den privaten Postservice im Lande der komischen Duschköpfe arbeitet – und die packen es ein, karren es zurück zum Flughafen und schicken es wieder per Flieger nach Guatemala City (auch kuschelig warm), wo es erneut beim Zoll rumliegt und dann per LKW unter mittelamerikanischer Sonne die drölfzig Kilometer nach Antigua gekarrt wird.

Im günstigsten Fall. Der ungünstige Fall nennt sich “per Laster knapp 3000 Meilen quer durch Texas und Mexico”. Da reift der Käse dann noch besser.

Und nun stellen wir uns vor, was der Harzer Käse (der ja schon bei korrekter Lagerung durch mehrere Plastiktüten hindurchstinkt) in dieser Zeit anstellt…

Zugegeben: würde man eine Videokamera dazupacken, wäre das grünliche Anlaufen des Zollbeamten beim Öffnen der Sendung und dem Anblick eines ihm fröhlich zuwinkenden Käses sicherlich ein garantiert unvergeßliches Erlebnis für die Nachwelt.
Trotzdem laß ich das mal lieber – die halten das Paket sonst für einen terroristischen Erstschlag mit biochemischen Waffen…


Essen aufwärmen für Männlein und Weiblein

Es gibt ja ungezählte Varianten der unterschiedlichen Herangehensweise der Geschlechter – sei es beispielsweise beim “Hallo”, beim Kauf einer Unterhose oder bei der Fahrt zum Geldautomaten.

Hiermit kann der Meister eine weitere Erkenntnis dieser Sammlung hinzufügen:

Wärme eine Portion Fleisch mit Sauce auf

Mann:

  • in die Küche gehen
  • Kühlschrank öffnen
  • zur Ehre der jagenden Vorfahren einmal grunzen und optional am Sack kratzen oder (um anwesende Weibchen zu beeindrucken) mit dem Fäusten auf dem stahlharten Waschbärbauch trommeln und dabei röhren
  • Plastikdose mit dem Futter rausnehmen
  • in die Mikrowelle damit
  • warmmachen
  • feststellen, daß man noch Nudeln oder sowas braucht
  • 5min angestrengt überlegen, ob man irgendwas nudelartiges hat, was man eventuell mit in die Dosen kippen und zusammen mit dem Essen in der Mikrowelle erwärmen kann, um danach keinen Kochtopf spülen zu müssen
  • Nudeln in einem zähneknirschend aus dem Schrank geholten Topf kochen (dabei Essen nochmal warmmachen) mit der Gabel rühren
  • Nudeln mit dem Eßbesteck aus dem Wasser fischen oder Wasser mit dem Topfdeckel abgießen
  • Domestizierte Männer kippen nun alles auf zwei Teller (Dose auskratzen mit Gabel und Messer), die anderen kippen die Nudeln in die Plastikdosen rein
  • essen. Das Besteck von den Nudeln wiederverwenden.
  • spülen: ein Topf, eine Dose, eine Gabel, ein Messer.

Frau:

  • in die Küche gehen
  • Kühlschrank öffnen
  • Plastikdose mit dem Futter rausnehmen
  • feststellen, daß man die Soße ja noch etwas verfeinern kann
  • Soße mit einem Löffel vom Fleisch trennen und in einen sauberen Kochtopf kippen
  • Nudelwasser in einem zweiten Topf aufsetzen und Nudeln kochen
  • feststellen, daß man noch etwas Gemüse dazu machen kann und zwei Röschen Brokkoli mit einem Gemüsemesser abschneiden
  • Brokkoli in einem dritten Topf aufsetzen.
  • Soße erwärmen, mit einem Kochlöffel umrühren und mit einem Schuß Sahne verfeinern. Zum Abschmecken mit einem Teelöffel probieren.
  • Nudeln mit einem anderen Kochlöffel umrühren
  • Fleisch in die Mikrowelle stellen
  • warmmachen
  • Teller nehmen
  • Fleisch mit einer Fleischgabel auf dem Teller verteilen
  • Nudeln in ein Sieb abschütten
  • Nudeln mit einer passenden Nudelgreifhilfe auf dem Teller verteilen
  • Gemüse mit einer Siebkelle aus dem Wasser holen und auf dem Teller verteilen
  • Sauce mit einer kleinen Schöpfkelle auf dem Teller verteilen
  • frisches Besteck nehmen
  • essen.
  • spülen: drei Töpfe, eine Dose, ein Gemüsemesser, zwei Kochlöffel, eine Fleischgabel, ein Sieb, eine Nudelgreifhilfe, eine Siebkelle, eine Soßenkelle, ein Teller, eine Gabel, ein Messer, ein Löffel, ein Teelöffel, eine Herdplatte.


Kontaktformular geht wieder

Notiz an mich selbst: Nicht an den Einstellungen rumspielen, die ich selber mal mühevoll rausgefunden habe…


Jammern auf hohem Niveau

Wie warm wars bei Dir, werter Leser, in der Wohnung letzten (oder vorletzten) Sommer maximal?

Bei uns hat das Thermometer niemals mehr als 26 Grad im Obergeschoß gezeigt – die Hütte hat eine erfreulich gute Isolation. Und spätestens nachts um zwölf hatten wir wieder angenehme Temperaturen um 20…22°, falls es denn draußen dann soweit abgekühlt war – und bis auf ein paar Tage war das auch dank Randlage der Fall. Auch mit einem 85cm-Ventilator auf Vollgas im Treppenhaus kriegt man es halt drinnen nicht kälter als draußen… Man kann es aber definitiv schlechter treffen.

Und trotzdem ist hier jetzt noch eine Apparatur gewachsen, die auf Anforderung elektrischen Strom in Frost umwandelt.

Warum? Weil wir Mimosen sind, was anderes fällt mir dazu nicht ein. Je besser das Haus isoliert ist, desto empfindlicher nimmt man offensichtlich Temperaturschwankungen wahr ^^


Soeben auf DLF online…

… “Trump und Erdogan treffen sich doch nächste Woche”

Kann da nicht mal zufällig einer der in den USA doch so beliebten um sich schießenden Wahnsinnigen vorbeikommen und mal kurz sein Magazin leerrotzen, statt Highschool-Massaker Nr. 987 anzurichten?

Mann, das hätte doch nur Vorteile, wenn der dann zufällig richtig zielt… die Amis sparen sich ein langwieriges Amtsenthebungsverfahren, die Chancen einer Wiederwahl des Vollpfostens mit dem Heckspoiler auf der Stirn sinken zuverlässig auf Null – und in der Türkei dürfte man Hoffnung haben, daß der Bedarf an Knastplätzen schlagartig sinkt.

Sowas wäre doch ausnahmsweise mal ein echter Dienst an der Menschheit. Und posthum könnte man mit dem gesparten Geld gleich noch die sehnlichsten Wünsch der Herren erfüllen und z.B. eine nutzlose Mauer irgendwo in die Wüste pflanzen, sei es als dekorative Umrandung für einen Sultanspalast oder als Schutz vor heranstürmenden Kakteenhorden ^^

… dazu passend: die Direktorin der UNESCO regt sich allen Ernstes darüber auf, daß Siri eine weibliche Stimme hat. Als gebe es nichts wichtigeres. Die Frau ist eindeutig massiv unterbeschäftigt (fast hätte ich untervögelt geschrieben, ups…)

Wenn ich sowas lese, kann ich die Ansicht von Donald Dumb fast nachvollziehen, daß die Vereinten Nationen eine nutzlose Institution sind.


Wutzputz

Es ging dem Meister ja schon seit geraumer Zeit auf die Nerven, daß man entweder alles naselang saugen mußte oder chronisch Rattenstreu am Socken/Schuh kleben hatte.

Daß es seit einiger Zeit kleine Helfer gibt, deren Hersteller anpreisen, daß die das von alleine können, war mir dabei durchaus bewußt, nach so einigen höflich ausgedrückt durchwachsenen Erfahrungen mit der Kombination aus “Sauger” und “Batterie” hatte ich die aber in die Kategorie “Mist” eingeordnet.

Offenbar zu Unrecht, wie mir die Begeisterung des Weibchens von $Amok über ihre frisch erstandene Staubentfernungswarze zeigte.

Also wurde nach einiger Beschäftigung mit dem Thema ein neues Gerät angeschafft, und der Meister hat das erste Mal einen Staubsauger gerootet, der nun – ganz ohne unseren Wohnungsgrundriss nach China zu schicken – unseren geliebten Heimtieren in Sachen Dreckverteilung Einhalt gebietet. Und das macht er tatsächlich ziemlich überzeugend.

Wutzputz
Hightech von gestern, Hightech von heute…

Wie sagte Loriot? “Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann.”


Rasierpinsel

Warum denn nicht gleich?

Gut, man möge in Betracht ziehen, daß der Meister einst einen Fehler gemacht und das verwendet hat, was “halt da war”…: meine ersten Versuche mit einem rasierpinselbasierenden Gesichtshaarentfernungsprocedere habe ich mit einem “Gibbs”-Pinsel aus den späten 60ern gemacht, der jahrzehntelang bei $Muttern herumoxydierte und dann von mir als Reinigungspinsel für alles mögliche genutzt wurde. Mit Seife, ohne Seife, damit kriegt man fast jedes Gerätegehäuse sauber, egal wie verrippt die Oberfläche ist.

Kurz: ein seinerzeit hochfortschrittliches Exemplar mit besten Nylonborsten, nahezu unzerstörbar – und für den Job als Rasierpinsel etwa so gut geeignet wie ein 1-Euro-Handfeger ausm Lüdl. Vermutlich ist es allein der Plastikbegeisterung der Menschen damals zu verdanken, daß sich diese Dinger überhaupt verkauften…

Demzufolge war ich in Bezug auf Rasierpinsel mit künstlichen Borsten… nun ja, voreingenommen, und griff zu einem grauen Dachs vom gezackten Edwin – der sich nun nach einigen Jahren als Mimose erweist und pro Rasur wesentlich mehr Laufmeter an Haaren läßt als sein Besitzer. Täglich die Rasierseife mit der Pinzette zu enthaaren nervt ziemlich. Andererseits bin ich nicht willens, einen verdammten Rasierpinsel regelmäßig mit einer Haarkur zu betüdeln – das Ding soll seinen Job tun und sich ansonsten damit zufriedengeben, daß es ausgewaschen wird und ordnungsgemäß hängend trocknen darf!

Also doch mal Plastik?

Nach einiger Überwindung erstand der Meister daher einen Pinsel mit der angeblich ach so tollen “Silvertip Fibre”…

Rasierpinsel

… und ja, man merkt den Fortschritt der letzten Jahrzehnte, zwischen den beiden Exemplaren auf dem Bild liegt immerhin ein verdammtes halbes Jahrhundert.

Der Neuzeit-Pinsel funktioniert einfach, nur einen Tick fester aufdrücken muß man. Und unbedingt eine Nummer größer kaufen als den vorhandenen Dachspuschel.

Bisher gefällt mir der kleine überaus gut, der Echthaarpinsel wird nun zum Staubwedel degradiert. Wenn er nun auch die versprochene Haltbarkeit erreicht, ist diese Thema auf längere Sicht gegessen.


Euch gehts zu gut…

Was für ein himmelschreiender Quatsch: Kanadas Ministerpräsident wird angekackt und sieht sich zu einer Entschuldigung genötigt, weil er auf einer Kostümparty einen Mohren dargestellt hat, komplett mit dunkel geschminktem Gesicht. Konkret war es wohl eine “Aladdin mit der Wunderlampe”-Verkleidung. Vor 20 Jahren. Und selbst die Tagesschau berichtet über den Unfug. Davon, daß er in dieser Verkleidung irgendjemanden durch Wort oder Tat verunglimpft habe, ist nirgendwo die Rede.

Mal ernsthaft: müssen sich jetzt auch sämtliche Schwarzafrikaner dafür in den Nachrichten entschuldigen, wenn sie sich bei irgendwelchen Feiern oder Stammesriten die Gesichter weiß schminken??

Des Meisters Meinung: wer sich über sowas aufregt, der hat ganz offensichtlich nichts besseres zu tun – und sorgt höchstens dafür, daß rechte Parteien ein Thema mehr für den Wahlkampf haben.


Das wär doch mal was!

Nachdem dank ZDF erfolgreich das letzte dünne bißchen leuchtendblauen Lacks von der tiefbraunen Fäkalöffnung der AfD runtergekratzt ist, kommentiert die Welt: “Hitler-Erben verklagen Höcke wegen Urheberrechtsverletzung“.

Mensch, das wär doch zur Abwechslung mal eine sinnvolle Nutzung des dämlichen Urheberrechts, wenn man dem Typen damit das Maul stopfen könnte! Leider aber nur Satire.

Und in Finnland üben sie sich im Heavy-Metal-Stricken, woran man mal wieder sieht, daß die Finnen erstens kreativ im Erdenken seltsamer Sportarten und zweitens ziemlich schmerzbefreit sind…


Die Tücken von PSD2…

… werden dann offenbar, wenn sich die Verwandtschaft aus Mittelamerika meldet und rumflucht, daß ihr Onlinebanking plötzlich “komische Dinge” wissen will.

Daß die Hinweismails (“da war so ne Nachricht… “) nicht verstanden bzw. als unnützer Kram, der nur in Deutschland lebende Personen betrifft, betrachtet und gelöscht werden (“…die haben da was von SMS und Europa gefaselt, da dachte ich, das betrifft mich doch eh nicht”).und dann zusätzlich noch die HinweisBRIEFE bei der für ihre Professionalität ja weithin bekannten guatemaltekischen Post versumpfen, daran hat wohl weder die Bank noch die EU gedacht :-)

Jetzt stellt sich nur die Frage, wie der Meister einen TAN-Generator da rüberbringt. Hinschießen klappt jedenfalls nicht, das hält das Gerät nicht aus. Wobei, das bißchen Elektroschrott in Nordafrika fällt auch nicht mehr auf, solang es keinem auf den Kopf fällt…