Kategorie: Maschinismen

Schlüssel selbst gemacht

Schreibtisch Teil 3: die Schlüssel sind fertig. Wenn der Schlüsselheini nicht will, kann ich ihm halt auch nicht helfen. Um es mit einer schlechten Kopie des mutmaßlichen Erstbesitzers zu sagen: “Dat gömmwa ooch alleene!” – auch wenn ich mich so natürlich höchstens als “Meister Stunde” bezeichnen könnte und nicht als Herr Minute. Aber dafür passen die Schlüssel auch vernünftig; Bartschlüssel scheinen ja heute den einen oder anderen zu überfordern (oder die Maschinen sind völlig ausgenudelt)…

Die Aktion lief sogar besser als geplant – ich hab keinen einzigen Rohling versemmelt, obwohl ich für jedes Schloß einen als Sicherheit dazugekauft habe. Falls also noch jemand so einen alten Schlüssel nachgemacht haben will…


Kleiner Zeitfresser

Schreibtisch zweiter Teil: Hurra, das, was ich als nächstbesten Ersatz für das fehlende Schloß finden konnte, ist da – Restbestand eines einzelnen Händlers für Antikrestaurationsmaterialien, Produktion eingestellt, laut Händler nur noch für rechte Türen erhältlich. Nun gut, besser als nix – eigentlich soll das ja in die linke Tür rein (heißt: (umgekehrte Schlüsseldrehrichtung)…

Schloß kam an, Schloß ausprobiert: hey, der Ömmel hat sich vertan, das Schloß ist für links! Glück gehabt.

Nach einiger Arbeit ist es nun drin:

So klein und unschuldig, wie es da sitzt, sieht man ihm die über neun Stunden Arbeit und die nötige kleine Exkursion durch fast alle Tätigkeiten des Grundpraktikums gar nicht an… Sägen, Bohren, Feilen, Schleifen, Fräsen, Biegen, leicht verfeinert durch ein bißchen Spalten und noch mehr Sägen und Feilen für die nötigen Adapterteile aus Holz; von allem etwas, damit das Teil dem Original so nahe wie möglich kommt und sämtliche vorhandenen Altteile wiederverwendet werden. Der Ausbilder von damals würde sich vermutlich freuen, daß der “Studendekopp” von damals mal wieder was anständiges macht – wenn man aus einer halbrunden Eisenstange ein passendes kleines Flachblech feilt, kommt doch fast wieder ein bißchen “U-Stahl-Feeling” auf.

Jetzt brauche ich nur noch etwas 1,3mm-Messingblech für ein neues Schließblech (und adäquaten Ersatz für das provisorische Oberteil der Führung ganz unten im Bild). Und in so einem bis zehn Jahren sehen die Schrauben dann auch so aus, wie sie sollen.

Aber erst mal fräse ich mir passende Schlüssel aus meinen Rohlingen. Die Idee mit gedruckten Vorlagen und selbst mitgebrachten Rohlingen stieß beim Schlüsselheini leider auf nur sehr begrenzte Gegenliebe…


Alle(s) im Ösdn

Irgendwie jedenfalls.

  • Das Ich eiert in Thailand umher… und hat sein Weblog, nachdem er mich vor Jahren zu PHP bequasselt hat, wieder auf statisches HTML zurückumgestellt, was nicht einer gewissen Ironie entbehrt – immerhin ist er abgesehen von farblichen Präferenzen nun genau da, wo ich vor über zehn Jahren mal war :-). Daher lasse ich mir folgendes auch nicht nehmen:
    Alter – Du beschwerst Dich immer über mangelnde Usability meiner Seite – hast Du mal Deine eigene betrachtet? Mangels Kommentarfunktion geh ich zurück zur Email, kein Problem – aber wenigstens “vorwärts”/”rückwärts”-Links könntest Du unter die einzelnen Posts packen. Oder mach meinetwegen ganz traditionell ein Frameset draus – Inhaltsverzeichnis links, Inhalt rechts -, damit man nicht nach jedem Eintrag erst zurück auf die Startseite eiern darf, um zum nächsten zu kommen, wenn man schon jeden Post einzeln anklicken muß, um mehr als die Überschrift zu sehen.
    Von ner Suchfunktion rede ich ja gar nicht mal!
  • der Nicht-Mehr-Elektronikladenschlumpf ist in Japan und versucht verzweifelt, einem Ingenieur beizubringen, daß (sinngemäß, in Wirklichkeit gehts um Drehstrom) 1+2-5 niemals und unter gar keinen Umständen Null sein kann.
  • und ich? Ich bin und bleibe hier, hab mir aber einen neuen alten Schreibtisch gekauft (aus Leipzig) und ließ mir den von einer rumänischen Spedition hierherkarren, womit dem Bezug gen Sonnenaufgang ebenfalls Genüge getan sei.

Wie bei einem über hundert Jahre alten Holzklotz nunmal zu erwarten, hatte der hier auch ein paar Kleinigkeiten, die neben dem dringend nötigen Putzen und Einölen zu beheben waren.

Nach vielen Jahrzehnten ohne neues Wachs vollkommen abgenudelte Laufschienen für die Auszüge veranlaßten den ortsansässigen Schreiner zu einem “Oha!” samt hochgezogener Augenbrauen, hinderten ihn aber nicht daran, mir aus den Fragmenten binnen weniger Tage bestens passenden Ersatz zu schnitzen.

Von einst drei Türschlössern existierten noch zwei. In einem hatte ein Profi einen Schlüssel derart gewaltsam versenkt, daß der weder vor- noch zurückwollte. Das andere fielt mir dagegen gleich in Einzelteilen entgegen.

Für das fehlende Schloß fand der Meister nach emsiger Suche im Netz erst den Namen und dann sogar Ersatz – der Begriff “Schubstangenschloß” war mir bisher nicht bekannt…

Das zerbröselte Schloß ließ sich nach dem Basteln von Ersatz für alle Blattfedern aus einer alten Aufzugsfeder für einen Wecker und etwas Puzzlearbeit wieder zusammenbauen, und das verklemmte Schloß war gnädig und spuckte nach fleißigem Popeln, einigen Flüchen und etwas mechanischer Überzeugungsarbeit (Hammer und Hebel) den Schlüssel aus, woraufhin dem Zerlegen und Geradebiegen sämtlicher Teile nichts mehr im Weg stand. Wundersamerweise war da drin wirklich nichts zerbrochen.

Blieb das Problem mit den Schlüsseln: der eine, der dabei war, war weder für das eine noch das andere Schloß gedacht – die Originale waren wohl schon seit längerem in die sächsischen Jagdgründe eingegangen.

Der Schlüsseldienst kann nur Schlüssel kopieren. Aber so ein altes Schloß passend auszumessen ist eigentlich nicht schwer – also durfte der 3D-Drucker zur Abwechslung mal zwei Schlüssel drucken:

Was soll ich sagen – beide Schlüssel funktionierten auf Anhieb. Fast schon erschreckend, wie einfach das geht… mal sehen, was der Schlüsseldienst zu dieser Art Vorlage sagt.

Ansonsten warte ich nun auf das bestellte Schloß sowie ein paar neue alte Schlüssellochblenden – und freue mich meines Möbels.


Wirklich passende Wacom-Ersatzminen

Nach gut einer Woche Wacom Intuos Pro kann ich zwei Sachen bestätigen:

  1. Das Teil ist echt angenehm in der Handhabung. Meine Maus vermisse ich (nach etwas Anpasserei im Treiber) überraschenderweise nicht im geringsten.
  2. diejenigen, die bei den Amazon-Rezensionen und sonstwo rumzetern, daß sich die Minen von Wacom unglaublich schnell abnutzen, haben recht. Man kann es nicht anders sagen – selbst bei mir sehe ich nach diesen sieben Tagen bereits eine kleine, aber klar erkennbare Abflachung der Mine. Da will ich gar nicht wissen, wie das bei jemandem aussieht, der tagein, tagaus mit dem Ding zeichnet.

Nun kann man natürlich drüber schimpfen und ansonsten regelmäßig Wacom sieben bis neun Euronen für einen Fünferpack Stiftspitzen schenken, die im Grunde ihres Herzens auch nur 27mm lange Plastikstifte mit einer abgerundeten Seite sind…

Es scheint daher durchaus einige Leute zu geben, die davon nicht so viel halten und nach Alternativen gesucht haben: Von der 1,65mm-Rasentrimmerschnur bis hin zu Nudeln ist vor den verzweifelten Zeichnern scheinbar nichts sicher.

Das paßt aber irgendwie alles nicht so richtig – die originalen Wacom-Minen haben (an den bei meinem Tablett migelieferten gemessen) einen Durchmesser zwischen 1,75 und 1,85mm. Packt man da was dünneres rein, wird das zunehmend wackelig. Und die Rasentrimmerschnur gibt es außerdem nur in ekligen Farben.

Also Augen auf, weitersuchen – und finden: man kriegt tatsächlich 1,8mm dicke, schwarze Nylonmonofilamentschnur, die damit exakt als Ersatz für die Originalspitzen taugt. Im Fischereibedarf!

Ich hab mir nun mal fünf Meter bestellt – das sollte für die nächsten Jahre reichen und kostet trotz Paketversand nicht mehr als eine Packung Wacom-Minen. Minen macht man daraus genauso wie aus der Rasentrimmerschnur – gerade und auf Maß abschneiden, dann ein Ende rundfeilen, schleifen oder -drehen.

… und noch eine völlig unzusammenhängende Erkenntnis: man kann tatsächlich auch Essen verkarotten. Heute so $Mylady passiert.

Edit – des Meisters Empfehlung (Link oben aktualisiert): Rob Allen Monofilament Ø1,8mm Black Mako. Perfekter Durchmesser, beinahe dieselbe Härte und dieselbe Farbe wie die Wacom-Minen.


iOS 10 behalten ohne Update-Nerverei

iOS 11 ist da. Und wie schon geschrieben – ich mag es nicht: nur noch 64Bit-Apps, keine App-Verwaltung mehr im iTunes (und so, wie es aussieht, auch keine neue App-Verwaltung als eigenes Programm), und zu allem Überfluß auch keine systemweiten VPN-Proxy-Firewallprogramme mehr, mit denen man das gesamte Handy werbefrei kriegt.

Also bei iOS 10 bleiben. Nur wie kriegt man das Telefon dazu, einem nicht täglich das Update aufs Auge drücken zu wollen?

Hier kommt der Werbeblocker ins Spiel, der bei iOS 10 ja noch geht. Wenn man einen solchen im Einsatz hat, kann man einfach den Apple-Updateserver aussperren – und prompt (ggf. nach dem Löschen des zwischengespeicherten Updates in den Einstellungen) gibt das Telefon Ruhe.

Wie macht man das?

  1. Werbeblocker installieren. Ich kenne derer drei:
    • Adblock von Futuremind (erst kürzlich gefunden, aber dem ersten Eindruck nach der Blocker mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis. Ergänzung: Läuft nach über einem Monat Testen wunderbar, bis auf zwei Einschränkungen: nach einem Geräteneustart kommt er nicht von allein in die Pötte. Und wenn man ihn nicht immer wieder mal aufruft, schaltet er sich von selber ab. Ansonsten fehlt: Zurücksetzen des DNS-Cache und eine Logdatei aller Verbindungen letztere ist seit Version 4 ergänzt!, und sie haben den von Apple verbotenen VPN-Proxy kurzerhand durch einen DNS-Proxy ersetzt, der im Endeffekt dasselbe tut und auch auf iOS 11 läuft. Glückwunsch!),
    • Disconnect Pro Privacy (viel zu teuer, auch weil man die Filterliste erst per In-App-Kauf erwerben muß, mit Schwächen bei der deutschen Übersetzung, aber: sehr zuverlässig – einmal anschalten und dann vergessen, in einem ersten Test selbst nach einem Reboot. Und mit einer sehr nützlichen Logdatei aller Verbindungen, aus der mal neue Sperren erstellen kann. Nur zu empfehlen, wenn die App mal im Angebot ist),
    • Weblock (günstig, mit Whitelist, aber ohne Logdatei, hat einige Tücken wie z.B. daß ab und an die Filterung einfach mal aussetzt, man den DNS-Cache vom iPhone nicht einfach zurücksetzen kann – und daß man den Appstore erst mal wieder zum Laufen bringen muß) gestrichen, die haben Apple ebenfalls nachgegeben und die VPN-Filterung ersatzlos abgeschafft
    • und Adguard Pro (soll sehr gut funktionieren, systemweite Filterung aber erst nach ein paar Tricks, muß man googlen)(gestrichen, weil die App offenbar unter Druck von Apple auf ein anderes Filterungssystem umgestellt hat und daher nicht mehr lokal funktioniert)

Bei Weblock: folgende Domains zur Ausnahmeliste hinzufügen, damit der Appstore wieder geht (aktuelle Liste unter https://support.apple.com/de-de/HT201999):
albert.apple.com
evintl-ocsp.verisign.com
ax.itunes.apple.com
evsecure-ocsp.verisign.com
deimos3.apple.com
*.amazonaws.com
gg*.apple.com
*.symcb.com
gs.apple.com
*.symcd.com
itunes.apple.com
*.itunes.apple.com
phobos.apple.com
skl.apple.com

  1. Nun die Domains appldnld.apple.com, xp.apple.com, mesu.apple.com, mesu.g.aaplimg.com, mesu-cdn.apple.com.akadns.net, e1329.g.akamaiedge.net, mesu.apple.com.edgekey.net,  www.icloud.com und setup.icloud.com auf die Sperrliste setzen (alternativ: icloud.com auf die Sperrliste und caldav.icloud.com auf die Ausnahmeliste, wenn das Programm das zuläßt). Wer iCloud benutzt, muß versuchen, ob das dann so noch geht – das kann ich hier nicht testen…
  2. Reset des DNS-Caches: Bei Privacy Pro in der App selbst, sonst eine der folgende Optionen nutzen:
    1. Aktivieren und Deaktivieren des Flugmodus. Reicht fast immer. Teilweise kann es jedoch sein, das permanente Einträge im DNS-Cache nicht korrekt entfernt werden.
    2. Löschen der Netzwerkeinstellungen über “Einstellungen -> Allgemein -> Zurücksetzen -> Netzwerkeinstellungen”.
    3. kompletter Neustart des Gerätes.
  3. Neustarten aller Apps und dem Neuverbinden hat das Telefon unter Einstellungen – Allgemeines – Update nur noch eine Fehlermeldung gebracht.
  4. Ein eventuell bereits heruntergeladenes Update wird man wieder los, indem man unter “Einstellungen -> Allgemein -> Speicher- und iCloud-Nutzung -> Speicher verwalten” das Update in der Liste auswählt und löscht.

Ziel erreicht, Ruhe vor dem Update 🙂

Testen kann man das, indem man in den Systemeinstellungen nach einem Update suchen läßt, Findet er nix, hat man gewonnen.

Hinweise: je nachdem, was Apple mi seinen Servern anstellt, können zeitweise auch App-Updates geblockt werden. Da sollte man gelegentlich drauf schauen bzw. dran denken, wenn man eine neue App kaufen will und es einfach nicht klappt.
Und: dieser Beitrag scheint zwar nach aktuellem Wissensstand komplett und richtig, wird aber aktualisiert werden, wenn den Meister mal ein dazugehöriger Blitz der Erleuchtung treffen sollte. Also: wiederkommen!


Schwarze Hochglanz-Blenden für Ikea

Passend zum Klischee “wir tragen schwarz, bis wir was dunkleres finden” ist des Meisters Küche ganz in kohlrabendunkel gehalten – wir haben einfach den richtigen Zeitpunkt erwischt, als Ikea die passenden Blenden im Programm hatte.

Nun wollten wir aber unsere mittlerweile etwas ältliche Spülmaschine durch ein neues Modell mit verdeckter Front ersetzen – und stießen auf das bekannte Ikea-Problem. Gibbet nich mehr, hammwa nich mehr, kriejen wa auch nicht mehr rein.

Was also tun? Die anderen Küchenblenden austauschen stand selbstverständlich nicht zur Diskussion. Notfalls hätte man der Maschine eine Edelstahlblende verpassen können, aber passend wär schon besser…

Erfreulicherweise ergab eine Suche im Netz einen Küchenfrontblendenonlineanbieter namens “Primashop”, der noch Geschmack beweist und Blenden in Schwarz Hochglanz anbietet – und das farblich perfekt zu Ikea passend, weiterhin auf Maß und zweitens als “Kassel M01” mit dem 3mm-Radius, den auch die Ikea-Fronten haben.

Einziger Nachteil: der Radius ist bei denen auf allen vier Seiten – Ikea hat die damals nur auf den senkrechten Seiten gemacht.

Wenn man das ändern will – so gehts:

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Auch Schweizer murksen mal

Was so alles mit einem Haus kommt…: Die Hütte hat eine Terrasse, und die kann man ja mal nutzen. Also braucht man, falls man nicht dem fernöstlichen Ansatz des Auf-dem Boden-Herumhockens folgt, Tischchen, Gartenstuhl. Wie schon Konfuzius sagt: “wel einen Stuhl hat, sitzt bequem ohne Velknotung seinel Extlemitäten.”

Dazu ist, weil Gruftis nun mal lichtscheues Gesindel sind und Sonne neben Albernheit auch ausgeblichene Klamotten, erbraunte Haut, Sommersprossen, Altersrunzeln sowie spontane Totalausfälle verursacht, ein Sonnenbescheinungverhinderungsgerät oder besser mehrere vonnöten.

In des Maschinisten Falle sind das zwei große Sonnenschirme; und weil der, der billich kauft, sölbiges bekanntermaßen zweimal tut, sind die Dinger nicht fernöstlicher, sondern schweizer Herkunft. Sollten also halten.

Daß das auch mal ein Irrtum sein kann, stellte sich vor einer Woche heraus – der fast nagelneue Glatz Alu-Twist ließ sich wunderbar öffnen; schließen dagegen wollte er sich so überhaupt nicht mehr lassen; auf dem halben Wege ging er einfach wieder auf.

Ein kurzer Blick ins Innere ergab, daß sich das Zugseil aufs wunderbarste in seine Bestandteile zerlegt hatte; vermutlich ein Produktionsfehler. Der Hersteller sah das wohl ähnlich, fackelte dankenswerterweise nicht lang und schickte ein komplettes neues Gestell.

Damit war der Schirm heile; aber das wegen eines lausigen Seiles defekte Gestell einfach wegwerfen wollte ich nun auch nicht. Der Hinweis in der Serviceanleitung, daß der Austausch nicht möglich sei, ist ja wohl bestenfalls als Ansporn zu versehen, es trotzdem zu versuchen…

Und – es funktioniert prima; man kann beim Alu-Twist recht problemlos das Seil wechseln – zumindest, solange es nicht gerissen ist und man selbst nicht zehn linke Daumen hat.

Wie das geht, sei dem unbekannten Leidengenossen im folgenden beschrieben:

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Nur, weil ich dazu bisher nichts finden konnte…

… die Kugelllager in den Motoren der Parrot Bebop 2 haben die Nennmaße 5 x 2 x 2,5mm (Da x Di x B) und beidseitig Stahlscheiben als Dichtung. Die Chancen stehen also sehr gut, daß es der Typ MR52 ZZ ist – und genau die werd ich mir jetzt besorgen und probieren, damit die Motoren wieder auf Vordermann zu bringen. Wegen defekter Lager über 70€ für neue Motoren auszugeben ist mal okay, um einen Satz zum Wechseln zu haben, aber dauerhaft geht mir das gegen den Strich.


Brummsel und Gamepad dazu

Ziemlich genau zweiundzwanzig Jahre.

So lange ist es her, daß ich zuletzt einen funkferngesteuerten Flieger in den Fingern hatte. Damals den Motorsegler eines Freundes – mit NiCd-Akkus und der sagenhaften Flugzeit von drei Minuten. Dann mußte der Akkupack wieder für acht Stunden geladen werden, und das war schon beschleunigtes Laden – Babyzellen halt.

Damals hab ich das ein-, zweimal ausprobiert, hatte aber schnell die Nase voll davon, für höchstens sechs Minuten Fliegen (das mit dem “Segeln” haben wir bei dem Ding nie hinbekommen…) so einen Aufwand zu treiben. “Wenn die Dinger mal zehnmal so lange in der Luft bleiben und dabei bezahlbar sind, komm ich wieder”, das war des Meisters Gedanke.

Wir überspringen zweiundzwanzig Jahre technologische Entwicklung (MP3, optische Mäuse, Flachbildschirme, Smartphones, GPS, um nur ein paar Kleinigkeiten zu nennen): jetzt sind sie soweit – na ja, fast jedenfalls, aber seien wir mal nicht so; 25 Minuten Flugzeit darf man großzügig aufrunden.

Also hab ich mir passend zum Geburtstag etwas Spielzeug gegönnt. Beide Exemplare französischer Provenienz, eins (dat kleine) zum Üben, und eins (dat große, eine Bebop 2) als “The Real Thing”.

Was soll ich sagen? Die Teile sind neben dem unvermeidlichen Gyrokreisel vollgepackt mit Sensoren (GPS, Bodenkamera, Barometer, Ultraschall…), damit schon fast idiotisch einfach zu fliegen – und machen echt Spaß!

Einziger kleiner Haken (und der Grund, warum das hier unter “Maschinismen” gelistet ist)…:

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Glück gehabt – gleich doppelt

Gestern  war der Meister war mal wieder am Nähen – und wunderte sich, daß meine Singer 631 plötzlich alle naselang den Faden gefressen oder zerrissen hat. Und siehe da: der Greifer (das ist das Ding, das Ober- und Unterfaden miteinander verknotet) war hinüber; die Spitze war angebrochen. Ein kleiner Fehler, den man nur unter der Lupe sieht, aber der Funktion alles andere als zuträglich…

Nun habe ich vor… hm… sieben? Jahren beim damaligen SINGER-Zentrallager ein paar Teile angefragt, wo ich dann den Hinweis bekam, daß man seit kurzem nicht mehr Zentrallager sei, diese Teile aber noch da habe. Daraufhin habe ich dann auf gut Glück nochmal einige Sachen bestellt, unter anderem einen Greifer. Der lag dann so bei mir rum. Also heute eben jenen Greifer gesucht, gefunden, eingebaut. Maschine geht wieder. Glück gehabt eins: heute kriegt man das Teil nicht mehr.

Danach habe ich gesucht, warum das denn (mal abgesehen vom offensichtlichen Grund “datt Ding ist 50 Jahre alt”) passiert sein könnte – und habe dabei (wieder) herausgefunden, daß die obere Führungsbuchse für die Nadelstange ausgenudelt ist. Jetzt halt noch ein kleines bißchen mehr als vor zehn Jahren.
Nun hatte mir vor einer Weile ein wohlmeinender Zeitgenosse statt eines Zubehörteils, das ich haben wollte, gleich eine komplette alte Singer zugeschickt. Die war zwar ein Wrack, aber ein paar Kleinteile (unter anderem eben jede Buchse) habe ich mir ausgebaut – und die ist tatsächlich noch in bestem Zustand. Ausgetauscht, Glück gehabt die zweite 🙂