Kategorie: Maschinismen

Schee verratzt

Wer findet den Fehler?

Seit… hm… drei? Jahren liegen hier ja eine überfräste Aluplatte und ein vom Chinamann auf Maß geschnitztes Heizdingsda rum, die meinem 3D-Drucker mal miteinander verheiratet als Heizbett dienen sollen. Bisher gab es aber immer was anderes zu tun.

Nun kam die Laune und der zündende Gedanke zu einer tauglichen Halterung für die Glasplatte zum drauf drucken zusammen. Also staubte der Meister das Alu ab, bohrte Löcher, schnitt Gewinde und preßte zwei gerade greifbare Neodym-Magnete in die Platte ein, die – so der Gedanke – dann einen Griff halten mögen, der die Glasplatte beim Druck festklemmen soll. Nach dem Druck Griff abziehen, Glasplatte raus, alles gut. Auf jeden Fall komfortabler als die meist genutzten Papierstapelklemmer aus Federblech.

Tja, und dann hab ich die Platte, um auch sicher alle Eigenspannungen da rauszukriegen, nochmal gerichtet und dann für drei Stunden bei 270°C in den Ofen gelegt. Die ist jetzt nach ein wenig vorsichtigem Überschleifen auch wunderbar gerade und aller Voraussicht nach auch spannungsfrei …

Ich guck dann mal, wie ich die Magnete wieder aus ihrem Sackloch rauskriege. -.-


Merke: Valetudo RE…

… ist eindeutig toller als Valetudo. Der Typ hat dem Roborock mal eben die nette Funktion achgerüstet, daß man per Timer nicht die ganze Hütte, sondern nur ausgewählte Zonen putzen lassen kann. Perfekt für die Rattenbande – zweimal die Woche das ganze Untergeschoß, aber täglich vor dem Käfig saugen.

Der Saugroboter hat sich eindeutig gelohnt.


Nicht zu toppen

Gerade hat der Meister dem Saugroboter einen neuen Benutzer hinzugefügt, um mit Putty ohne das Theater mit der SSH-Schlüsseldatei auf die Kiste zugreifen zu können.

Natürlich mangels Erfahrung mit Linux etwas umständlich – erst den Benutzer angelegt und dann nachträglich die Rechte erhöht… aber egal, es läuft. Natürlich ist so ein Gerät nicht mit allzuviel Benutzerkomfort für den vom Hersteller eher unerwünschten Gast gesegnet, der da in der Maschine herumfuhrwerkt, das erwarte ich gar nicht.

Aber mal ernsthaft: welches kranke Hirn hat denn den “vi”-Texteditor für Linux geschrieben?! Es mag ja sein, daß man damit Unmengen an Sachen tun kann – aber erst, nachdem man die Befehle zum einen erst mal herausgefunden hat und zum anderen durch diese völlig verquere Logik zwischen “Kommandomodus” und “Editiermodus” durchgestiegen ist – wobei man bei letzterem ja noch zwischen “vor dem Cursor einfügen und “nach dem Cursor einfügen” unterscheiden und dann den passenden Modus auswählen muß.

Gegen dieses… Ding… ist das MS-DOS-“edit” ja der reinste Luxus an Nutzerfreundlichkeit!


Sony Digicube

Des Meisters Mutter hat ihren Wecker getötet. Genauer gesagt wars der Tourette-Hund, das dämliche Vieh.

Nun finde mal einer einen neuzeitlichen LED-Radiowecker

  • mit 24-Stunden-Anzeige
  • zuverlässig und mit einigermaßen präziser Zeitanzeige
  • NICHT weißen Ziffern (wer sowas auf dem Nachttisch stehen hat, weiß warum…)
  • und geeignet für eine 60Hz-Stromversorgung

Ich hab nach einer guten Weile Sucherei aufgegeben und nach dem dreißig Jahre alten Sony ICF-C101W gesucht, den sie bisher hatte. Radiowecker sind aus der Zeit gefallen, scheint es… dafür nehmen die Leute heute wohl alle ihr Handy.

Das Objekt der Begierde ward bei Ebuy gefunden und kam auch an unbeschadet hier an – allerdings hatte der Vorbesitzer eine der grauen Tasten ermordet, die nun im Wecker von allen Zwängen befreit ihre Freiheit genoß und durch die Gegend klapperte… was also tun?

Auf jeden Fall: NICHT anstecken. Wenn da ne Taste rumklötert, kann die eventuell einen Kurzschluß produzieren. Also erst mal aufschrauben. Die beiden unteren Schrauben lösen und den hinteren Deckel vorsichtig nach hinten oben abziehen…

Sony Digicube

Dann den vorderen Gehäuseteil entfernen – hierzu erstmal die Radioskala auf 88MHz drehen (sonst darf man später die vordere Plexiglasscheibe abpopeln…) , den Blechstreifen rechts mittig in der Platine, der den Lautsprecher festklemmt, herausziehen und die drei Schrauben (zwei oben, eine unten im Batteriefach links neben dem Netzkabel) lösen:

Sony Digicube

Nun hat man das Innenleben in den Händen und sieht: Sony hat damals wohl entdeckt, daß man Federn aus Plastik herstellen kann. Erstmal vorsichtig die herumfallenden Reste herausschütteln, dann kann man mit etwas Geduld den Träger für die Tasten herausholen. Die kleine runde Taste für “Sleep” war bei meinem Wecker abgefallen. (Im Bild habe ich schon die Tasten herausgebrochen – siehe unten – ; das vorne unten unqualifiziert herumliegende Teil sollte aber eigentlich eins mit dem Träger sein…)

Sony Digicube

Was also tun? Kleben allein hält nicht lange bei dem Materialquerschnitt. Nach alter Väter Sitte mit einer längs hineingebohrten Stecknadel schienen ist bei einem nur 1,2mm hohen Plastikteil ebenfalls sportlich.

Aber wir sind ja modern, wir haben einen 3D-Drucker. Und man könnte auch gleich diese originalen Metallbügel-auf-Leiterplatte-Matsch-“Taster” (die ohnehin die Kupferkaschierung schon durchgescheuert haben) durch richtige Mikrotaster ersetzen.

Also erstmal den Dreck der letzten Jahrzehnte vom Gehäuse abgewaschen. Dann 6mm hohe Mikrotaster rausgesucht und auf den Stellen angelötet, wo einst die Metallbleche herumgejuckelt haben:

Sony Digicube
…die vier weißen Tasten sind nich oreginool…

Wie man sieht, habe ich mir auch gleich die Taste für die “Snooze”-Taste links vorgeknöpft und dafür das Kontaktblech aus der Taste im Weckervorderteil einfach herausgezogen.

Anschließend ward das Plastikfederdings für die Tasten nachkonstruiert, statt der Metallblechhaltekonturen mit passenden Erhöhungen für die Taster versehen und ausgedruckt (für Interessenten: hier ist die STL-Datei, in Layerhöhe 0,1mm ausdrucken):

Sony Digicube

Nun fehlen noch die beiden Tasten selbst.

Die pflücken brechen wir einfach aus dem Schrott heraus, den wir soeben mühevoll aus dem Wecker gepopelt haben und feilen die Halter für die Blechkontake ab:

Sony Digicube

Damit die Tasten später nicht klappern, werden sie mit etwas dünnem Doppelklebeband versehen.

Sony Digicube

Überstände abschneiden, die Tasten in den schräg kopfüber liegenden Wecker reinlegen…

Sony Digicube

… und nun vorsichtig die gedruckte Kunststoffeder an ihren Platz bugsieren, ohne daß die Tasten anpappen. Dann die Tasten vorsichtig festdrücken, und das ganze sieht so aus:

Sony Digicube

Nun baut man den Wecker wieder zusammen (Achtung, die “All Off”-Taste hat innen zwei kleine Nasen, die müssen den nach vorn ragenden “Bügel” des gerade gedruckten Kunststoffteils umfassen), testet die Tasten – und freut sich darüber, daß der alte Radauwürfel wieder heile ist.


Isdasgeiloderisdasgeil?

Da baut einer einen Boxermotor mit Elektromagneten und Mikroschaltern:

https://www.youtube.com/watch?v=x4im3M9IFcI

Ziemlich coole Idee!


Schlitzohren.

Och Rainbird.

Des Meisters Weibchen knobelt ja gerade an einer Gartenbewässerung herum – mittlerweile hat sich ja herausgestellt, daß sich ein Brunnen binnen kurzer Zeit rechnet, und wenn man schon mal nen Brunnen hat, kann man ja auch gleich…

Über das Knobeln sind wir genauer gesagt mittlerweile hinaus – zur Zeit wird das Wohnzimmer durch die Einzelteile eines Ventilkastens dekoriert, und die Steuerungselektrik hängt seit einigen Tagen in der Garage herum.

Interessant ist dabei die Preispolitik der Hersteller dieser Grünzeugbefeuchtungsdevotionalien…:

Das Vierkanal-Steuergerät, wo durchaus etwas Know-How drinsteckt, gibts für nen knappen Hunderter. Der 24V-Schütz für die Pumpe dagegen kostet – hochtrabend als “Pumpenstartrelais” bezeichnet und hübsch in einen wasserdichten Kasten mit dem Herstellerschriftzug gepackt – über 160 Öcken. Das schaltet dann zwar auch über 5000 Watt, aber wer hat schon so ne Pumpe im Vorgarten? (Edit: es gibt auch ne 2,5kW-Variante für 120€. Immer noch zu teuer.)

Das Magnetventil für die Bewässerung inklusive manueller Betätigung kostet in einer etwas robusteren Variante gute 30 Eier, der Hersteller verspricht sogar Ersatzteilversorgung. Die Dichtung für ebenjene manuelle Betätigung, ein simpler O-Ring, kriegt man aber nur im Paket mit der Magnetspule für 17€ pro Stück. Besonders nett, wenn der bereits beim neu gelieferten Ventil aus irgendwelchen Gründen so verzogen ist, daß das Ding nicht mehr dicht hält…

Falls es daher jemanden interessiert:

Eine übliche 1kW-Pumpe kann man mit einem Finder 22.32.0.024.4340 schalten. Der kleine Schütz kostet ein Zehntel des “Pumpenstartrelais”, und einen billigen wasserdichten Kleinverteiler zum Einbau kriegt man ebenfalls für unter 20€.

Und der O-Ring an der Magnetspule des Rainbird 100-DV ist ein 23,52×1,78mm-EPDM-O-Ring, den man für einen Centbetrag nachkaufen kann, wenn man denn die Maße kennt. Falls das Ventil dann trotzdem nicht dicht sein will, kann man auch mal sein Glück mit einem 24x2mm-O-Ring versuchen; je nach Toleranz der Plastikteile paßt der ebenfalls.


Lineage ist wieder aktuell

Nun hat der Meister doch mal seine (fast) entgoogelte Googlegurke auf den neuesten Stand gebracht. Das ganze lief erstaunlich glatt – bei all dem, was man so an “alles Scheiße” über Android-Upgrades hört:

  • Erstmal mit Titanium Backup nochmal alles gesichert – man weiß ja nie…
  • Dann Zeug heruntergeladen:
  • Lineage, die beiden Addons und das TWRP-Image auf die SD-Karte kopiert, den Recovery-Modus gestartet und TWRP aktualisiert
  • Dann den Ordnerinhalt der heruntergeladenen Firmware gemäß der Anleitung auf der LineageOS-Seite aufgeräumt und Newflasher in den Ordner kopiert
  • Das Handy im Flashmodus an den Rechner gehängt und die Firmwaredaten mit Newflasher draufgeladen
  • abgehängt, den Recovery-Modus wieder gestartet und nacheinander Lineage, die OpenGApps und das Root-Addon installiert
  • neu gebootet – das wars. Alles da, alles läuft. Als Abschluß dem Programmierer via Blähpal noch einen kleinen Dank geschickt.

Nicht so sehr Plug&Play wie beim Eifon, aber für ein von einigen unermüdlichen Programmierern in Freizeit angepaßtes System echt schmerzlos. Sehr schön.


Favattic-Bookmarks nach Shaarli umziehen

Der Meister schrob ja kürzlich vom Ärger mit seinem bisherigen Bookmarkmanager (Favattic) und dem selbstgehosteten Ersatz, Shaarli.

Das Teil ist klein, das Teil ist schnell (selbst auf einem Raspi), das Teil ist zumindest gemäß den ersten Basteleien nach zuverlässig. Prima. Es braucht nur einen beliebigen Webserver mit PHP-Unterstützung.

Bei der Migration allerdings taten sich natürlich ein paar Probleme auf. Favattic exportiert ein HTML-File im guten alten Netscape-Bookmark-Format, Shaarli importiert ein ebensolches. Klingt gut, trotzdem klappts nicht, weil Favattic sich nur sehr ungefähr an die Spezifikation zu halten scheint.

Hier steht nun, wie man das wieder geradebiegt.


Nutella-Reverse-Engineering Teil 3

Es ist vollbracht: mein persönlicher Sweet-Spot liegt bei 7,5 bis 8g Kakao auf ein 450g-Glas.

In der Mikrowelle gut handwarm machen und dann den Kakao ungefähr fünf Minuten lang gut einrühren. Dann ab in den Kühlschrank, damit die Soße wieder fest wird.

Hurra, es gibt wieder richtiges Nutella im Haus :-)


Brummnuppel adé

Sehr schön.

Nach einigem Hin- und Herüberlegen steht hier nun ein Streacom DB4, wo gerade ein neuer Computer hineingewachsen ist. Ohne körperschallabsorbierende Bitumenmatten, ohne ungezählte Lüfter mit schalloptimierten Propellern und nur 0,1 Sone, ohne vibrationsentkoppelnde Silikonnuppel, ohne hineingequetschte Towerkühler mit noch mehr leisen Lüftern, die in der Summe dann doch wieder rauschen, regelmäßig von Staub befreit werden wollen, und so weiter…

Genauer gesagt: ohne einen einzigen Lüfter. Und ohne irgendwas sonst, was sich bewegt und damit Radau macht. Vom Bios-Piep beim Booten abgesehen tut der Würfel einfach nichts, außer Elektronen durch die Gegend zu jagen. Was nebenbei sowohl der Ryzen 2600 als auch die Geforce GTX 1650 in einer auch zum gelegentlichen Zocken vollkommen ausreichenden Geschwindigkeit machen.

Es hat ziemlich genau sechsundzwanzig Jahre gedauert, um diesen Zustand wieder zu erreichen, seitdem der Meister seinem bis dato von gelegentlichem Geratter des Diskettenlaufwerks abgesehen lautlosen Atari ST eine Heulboje namens “Megafile 30” zur Seite gestellt hat.

Details gefällig? Bitte sehr: