Kategorie: Maschinismen

Lineage ist wieder aktuell

Nun hat der Meister doch mal seine (fast) entgoogelte Googlegurke auf den neuesten Stand gebracht. Das ganze lief erstaunlich glatt – bei all dem, was man so an “alles Scheiße” über Android-Upgrades hört:

  • Erstmal mit Titanium Backup nochmal alles gesichert – man weiß ja nie…
  • Dann Zeug heruntergeladen:
  • Lineage, die beiden Addons und das TWRP-Image auf die SD-Karte kopiert, den Recovery-Modus gestartet und TWRP aktualisiert
  • Dann den Ordnerinhalt der heruntergeladenen Firmware gemäß der Anleitung auf der LineageOS-Seite aufgeräumt und Newflasher in den Ordner kopiert
  • Das Handy im Flashmodus an den Rechner gehängt und die Firmwaredaten mit Newflasher draufgeladen
  • abgehängt, den Recovery-Modus wieder gestartet und nacheinander Lineage, die OpenGApps und das Root-Addon installiert
  • neu gebootet – das wars. Alles da, alles läuft. Als Abschluß dem Programmierer via Blähpal noch einen kleinen Dank geschickt.

Nicht so sehr Plug&Play wie beim Eifon, aber für ein von einigen unermüdlichen Programmierern in Freizeit angepaßtes System echt schmerzlos. Sehr schön.


Favattic-Bookmarks nach Shaarli umziehen

Der Meister schrob ja kürzlich vom Ärger mit seinem bisherigen Bookmarkmanager (Favattic) und dem selbstgehosteten Ersatz, Shaarli.

Das Teil ist klein, das Teil ist schnell (selbst auf einem Raspi), das Teil ist zumindest gemäß den ersten Basteleien nach zuverlässig. Prima. Es braucht nur einen beliebigen Webserver mit PHP-Unterstützung.

Bei der Migration allerdings taten sich natürlich ein paar Probleme auf. Favattic exportiert ein HTML-File im guten alten Netscape-Bookmark-Format, Shaarli importiert ein ebensolches. Klingt gut, trotzdem klappts nicht, weil Favattic sich nur sehr ungefähr an die Spezifikation zu halten scheint.

Hier steht nun, wie man das wieder geradebiegt.


Nutella-Reverse-Engineering Teil 3

Es ist vollbracht: mein persönlicher Sweet-Spot liegt bei 7,5 bis 8g Kakao auf ein 450g-Glas.

In der Mikrowelle gut handwarm machen und dann den Kakao ungefähr fünf Minuten lang gut einrühren. Dann ab in den Kühlschrank, damit die Soße wieder fest wird.

Hurra, es gibt wieder richtiges Nutella im Haus :-)


Brummnuppel adé

Sehr schön.

Nach einigem Hin- und Herüberlegen steht hier nun ein Streacom DB4, wo gerade ein neuer Computer hineingewachsen ist. Ohne körperschallabsorbierende Bitumenmatten, ohne ungezählte Lüfter mit schalloptimierten Propellern und nur 0,1 Sone, ohne vibrationsentkoppelnde Silikonnuppel, ohne hineingequetschte Towerkühler mit noch mehr leisen Lüftern, die in der Summe dann doch wieder rauschen, regelmäßig von Staub befreit werden wollen, und so weiter…

Genauer gesagt: ohne einen einzigen Lüfter. Und ohne irgendwas sonst, was sich bewegt und damit Radau macht. Vom Bios-Piep beim Booten abgesehen tut der Würfel einfach nichts, außer Elektronen durch die Gegend zu jagen. Was nebenbei sowohl der Ryzen 2600 als auch die Geforce GTX 1650 in einer auch zum gelegentlichen Zocken vollkommen ausreichenden Geschwindigkeit machen.

Es hat ziemlich genau sechsundzwanzig Jahre gedauert, um diesen Zustand wieder zu erreichen, seitdem der Meister seinem bis dato von gelegentlichem Geratter des Diskettenlaufwerks abgesehen lautlosen Atari ST eine Heulboje namens “Megafile 30” zur Seite gestellt hat.

Details gefällig? Bitte sehr:


Ab in den Müll

ICE 5 Wärmeleitpaste ist ein ausgesprochener Rotz. Keine Ahnung, was für einen Schleifscheibenstaub die da reingerührt haben, aber der Kram ist grobkörnig und kratzt regelrechte Riefen in Alu und Kupfer.

Nur um das mal festzuhalten. Also saubermachen und mit Arctic MX-4 nochmal von vorn…


Nutella-Reverse-Engineering 2

Der erste Test ist abgeschlossen. Erkenntnisse:

  • zweieinhalb Minuten in der Mikrowelle bei 270W bringen Nutella von Raumtemperatur auf “gut handwarm”, cremig und leicht verarbeitbar.
  • 4g Sarotti-Kakao (schwach entölt, stark entölten gabs nicht) in einem 500g-Glas ist zu wenig. Entweder spuckt der Rechnung das Mehr an Milchpulver in die Suppe oder der Kakao ist milder als der, den Ferrero nutzt.
  • 6,7g ist immer noch ein bißchen wenig – oder der Geschmackssinn hat Unfug erzählt.
  • 9,3g ist etwas zu viel.

Nun wird das das Glas erstmal geleert. Dann folgt der nächste Versuch.


Tastaturdämpfer

Eine Stunde lang Tasten abpopeln, kleine-Plastik-Silikonkappen mit viel Gewalt draufklicken und Tasten wieder aufstecken: Daumen und Zeigefinger kribbeln noch etwas vom reichlich unergonomisch konstruierten Abzieh- und Draufsteck-Hilfstool, aber: die Scheißteile halten wirklich, was die Werbevideos auf DuRohr versprechen! Ein Hoch auf die Konstrukteure!

Warum bietet Cherry sowas nicht ab Werk für alle Schaltersorten an?

Tastaturdämpfer

Nutella-Reverse-Engineering

Mit dem neuen Nutella kommt der Meister nicht klar. Das Zeug schmeckt mir nicht.

Leider geht meine letzte Reserve der guten alten Mixtur (zwecks Lebensdauerverlängerung notgedrungen im Kühlschrank aufbewahrt) langsam zur Neige, also brennt es mangels Einsicht seitens Ferrero doch etwas unter den Nägeln, Ersatz zu finden. Mischungen von Alternativprodukten (1/3 Caotina Kakaocreme auf 2/3 Nutoka sah ganz gut aus, paßte aber einfach nicht so gut wie erwünscht – und ist arschteuer) haben leider nicht so recht zum erwünschten Ergebnis geführt, also habe ich mich versuchsweise mal damit auseinandergesetzt, ob man nicht irgendwie mit Inhalts- und Nährwertangaben die Zusammensetzung des italienischen Gebräus herauskriegen kann.

Ferrero teilt dem geneigten Leser ja folgendes mit:

  • altes Nutella:
    • 13% Haselnüsse, 7,5% Magermilchpulver
    • Nährwerte: 31,8% Fett (11% gesättigt), 56,8% Kohlenhydrate (55,9% Zucker), 6,6% Eiweiß
  • neues Nutella:
    • 13% Haselnüsse, 8,7% Magermilchpulver, und (im Netz gefunden, steht wohl auf österreichischen Packungen) 7,4% fettarmer Kakao.
    • Nährwerte: 30,9% Fett (10,6% gesättigt), 57,5% Kohlenhydrate (56,3% Zucker), 6,3% Eiweiß

Theoretisch müßte man da mit ein paar Annahmen doch was rauslesen können…

Was einem in die Suppe spuckt, sind zum einen deutlich schwankende Angaben, was denn in den Nüssen und was im Kakao so alles drin ist. Außerdem ward mir irgendwann zugetragen, daß Rohstoffe für die Lebensmittelindustrie soweit wie möglich getuned werden, um die Zahlenangaben zu schönen – Milchpulver ist dort z.B. deutlich zuckerhaltiger als die Endverbraucherversion.

Trotzdem kam nach einer ordentlichen Suche und Spielerei mit Excel was einigermaßen vernünftiges raus: wählt man unter den ganzen Angaben für die Zutaten die raus, die am besten in die Rechnung passen, und kalkuliert ein, daß der Hersteller irgendwo noch Zucker in die Mischung hineinlügt, dann landet man bei folgender Hausnummer für die vollständige Zusammensetzung:

  • Neues Nutella: grob 49% Zucker, grob 17,5% Palmöl, 13% Haselnüsse, 8,7% Magermilchpulver, 7,4% fettarmer Kakao, grob 4% Sojalecithin und irgendwas an Vanillin.
  • altes Nutella: grob 49% Zucker, grob 18% Palmöl, 13% Haselnüsse, 7,5% Magermilchpulver, grob 8,2% Kakao, grob 4% Sojalecithin und irgendwas an Vanillin

Gesetzt den Fall, daß die diversen Schätzungen in dieser Rechnung richtig waren, kann man also aus neuem Nutella altes machen, indem man es vorsichtig erwärmt und in einer 550g-Packung nochmal so 4g entöltes Kakaopulver einrührt.

Das wird bei Gelegenheit mal probiert.


Bootloader vom Sony Xperia XZ1 entsperren

Mittelfristig soll ja das Eifon abgeschossen werden, nachdem Apple sich gerade im Schweinsgalopp von meinen Kundenwünschen entfernt. Schade, aber nicht zu ändern.

Nun gut, ein Sony Xperia XZ1 (Typ G8441 – und darauf bezieht sich diese Anleitung auch) ist günstig geschossen – und es wird gleich beim Bootloader-Unlock spannend. Das las sich ja alles ganz einfach, aber beim Anwenden zeigt sich, daß die Anleitung von Sony leider eine mittlere Katastrophe ist. Leider muß das jeder nur einmal machen – daher finden sich irgendwie keine aktuellen Anleitungen dazu.

Vorwarnung:

  1. Ein einmal entsperrter Bootloader läßt sich laut Sony NICHT rückgangig machen.
  2. Bei meinem Gerät funktioniert die Kamera nach dem Entsperren wunderbar (Sony hat davor gewarnt, daß sie das nicht täte) – aber es hat sich komplett zurückgesetzt. Entweder ich hab nicht aufgepaßt oder das ist halt so… also falls eigene Daten auf dem Handy sind: Backup machen.

Hier nun für denjenigen, den es interessiert, der richtige und vollständige Weg:


MacGuiver für Anfänger

Wir haben: einen Ventilator, der sich vor lauter Unwucht selber vom Tisch vibriert.

Wir verwenden zum Auswuchten:

  • einen Wäscheständer
  • einen alten Fineliner
  • ein Chinesisches “Schweizer” Messer

Ziel erreicht – Miefquirl läuft ruhig :-)