Kategorie: Maschinismen

Nutella-Reverse-Engineering 2

Der erste Test ist abgeschlossen. Erkenntnisse:

  • zweieinhalb Minuten in der Mikrowelle bei 270W bringen Nutella von Raumtemperatur auf “gut handwarm”, cremig und leicht verarbeitbar.
  • 4g Sarotti-Kakao (schwach entölt, stark entölten gabs nicht) in einem 500g-Glas ist zu wenig. Entweder spuckt der Rechnung das Mehr an Milchpulver in die Suppe oder der Kakao ist milder als der, den Ferrero nutzt.
  • 6,7g ist immer noch ein bißchen wenig – oder der Geschmackssinn hat Unfug erzählt.
  • 9,3g ist etwas zu viel.

Nun wird das das Glas erstmal geleert. Dann folgt der nächste Versuch.


Tastaturdämpfer

Eine Stunde lang Tasten abpopeln, kleine-Plastik-Silikonkappen mit viel Gewalt draufklicken und Tasten wieder aufstecken: Daumen und Zeigefinger kribbeln noch etwas vom reichlich unergonomisch konstruierten Abzieh- und Draufsteck-Hilfstool, aber: die Scheißteile halten wirklich, was die Werbevideos auf DuRohr versprechen! Ein Hoch auf die Konstrukteure!

Warum bietet Cherry sowas nicht ab Werk für alle Schaltersorten an?

Tastaturdämpfer

Nutella-Reverse-Engineering

Mit dem neuen Nutella kommt der Meister nicht klar. Das Zeug schmeckt mir nicht.

Leider geht meine letzte Reserve der guten alten Mixtur (zwecks Lebensdauerverlängerung notgedrungen im Kühlschrank aufbewahrt) langsam zur Neige, also brennt es mangels Einsicht seitens Ferrero doch etwas unter den Nägeln, Ersatz zu finden. Mischungen von Alternativprodukten (1/3 Caotina Kakaocreme auf 2/3 Nutoka sah ganz gut aus, paßte aber einfach nicht so gut wie erwünscht – und ist arschteuer) haben leider nicht so recht zum erwünschten Ergebnis geführt, also habe ich mich versuchsweise mal damit auseinandergesetzt, ob man nicht irgendwie mit Inhalts- und Nährwertangaben die Zusammensetzung des italienischen Gebräus herauskriegen kann.

Ferrero teilt dem geneigten Leser ja folgendes mit:

  • altes Nutella:
    • 13% Haselnüsse, 7,5% Magermilchpulver
    • Nährwerte: 31,8% Fett (11% gesättigt), 56,8% Kohlenhydrate (55,9% Zucker), 6,6% Eiweiß
  • neues Nutella:
    • 13% Haselnüsse, 8,7% Magermilchpulver, und (im Netz gefunden, steht wohl auf österreichischen Packungen) 7,4% fettarmer Kakao.
    • Nährwerte: 30,9% Fett (10,6% gesättigt), 57,5% Kohlenhydrate (56,3% Zucker), 6,3% Eiweiß

Theoretisch müßte man da mit ein paar Annahmen doch was rauslesen können…

Was einem in die Suppe spuckt, sind zum einen deutlich schwankende Angaben, was denn in den Nüssen und was im Kakao so alles drin ist. Außerdem ward mir irgendwann zugetragen, daß Rohstoffe für die Lebensmittelindustrie soweit wie möglich getuned werden, um die Zahlenangaben zu schönen – Milchpulver ist dort z.B. deutlich zuckerhaltiger als die Endverbraucherversion.

Trotzdem kam nach einer ordentlichen Suche und Spielerei mit Excel was einigermaßen vernünftiges raus: wählt man unter den ganzen Angaben für die Zutaten die raus, die am besten in die Rechnung passen, und kalkuliert ein, daß der Hersteller irgendwo noch Zucker in die Mischung hineinlügt, dann landet man bei folgender Hausnummer für die vollständige Zusammensetzung:

  • Neues Nutella: grob 49% Zucker, grob 17,5% Palmöl, 13% Haselnüsse, 8,7% Magermilchpulver, 7,4% fettarmer Kakao, grob 4% Sojalecithin und irgendwas an Vanillin.
  • altes Nutella: grob 49% Zucker, grob 18% Palmöl, 13% Haselnüsse, 7,5% Magermilchpulver, grob 8,2% Kakao, grob 4% Sojalecithin und irgendwas an Vanillin

Gesetzt den Fall, daß die diversen Schätzungen in dieser Rechnung richtig waren, kann man also aus neuem Nutella altes machen, indem man es vorsichtig erwärmt und in einer 550g-Packung nochmal so 4g entöltes Kakaopulver einrührt.

Das wird bei Gelegenheit mal probiert.


Bootloader vom Sony Xperia XZ1 entsperren

Mittelfristig soll ja das Eifon abgeschossen werden, nachdem Apple sich gerade im Schweinsgalopp von meinen Kundenwünschen entfernt. Schade, aber nicht zu ändern.

Nun gut, ein Sony Xperia XZ1 (Typ G8441 – und darauf bezieht sich diese Anleitung auch) ist günstig geschossen – und es wird gleich beim Bootloader-Unlock spannend. Das las sich ja alles ganz einfach, aber beim Anwenden zeigt sich, daß die Anleitung von Sony leider eine mittlere Katastrophe ist. Leider muß das jeder nur einmal machen – daher finden sich irgendwie keine aktuellen Anleitungen dazu.

Vorwarnung:

  1. Ein einmal entsperrter Bootloader läßt sich laut Sony NICHT rückgangig machen.
  2. Bei meinem Gerät funktioniert die Kamera nach dem Entsperren wunderbar (Sony hat davor gewarnt, daß sie das nicht täte) – aber es hat sich komplett zurückgesetzt. Entweder ich hab nicht aufgepaßt oder das ist halt so… also falls eigene Daten auf dem Handy sind: Backup machen.

Hier nun für denjenigen, den es interessiert, der richtige und vollständige Weg:


MacGuiver für Anfänger

Wir haben: einen Ventilator, der sich vor lauter Unwucht selber vom Tisch vibriert.

Wir verwenden zum Auswuchten:

  • einen Wäscheständer
  • einen alten Fineliner
  • ein Chinesisches “Schweizer” Messer

Ziel erreicht – Miefquirl läuft ruhig :-)


Werbefrei

Doch, das hat sich gelohnt: Ein Raspbery Pi, gute dreieinhalb Stunden Datenkopiererei und Installation (gut die Hälfte davon nur, weil ich der Ansicht war, eine mit FAT32 bereits vorformatierte SD-Karte müsse nicht wie in der Anleitung empfohlen nochmal formatiert werden – Irrtum…) – und nun ist da eine kleine Dose neben der Fritzbox. Und Pi-Hole hält das gesamte lokale Netz und über das VPN auch alle Mobilfons und ähnliches frei von Müll jeglicher Art. Egal wo ich bin.

Mein ausdrücklicher Dank an die Entwickler. Dank Euch ist es mir vergönnt, folgenden wahrlich aus tiefstem Herzen kommenden freundlichen Gruß an die für Werbebanner, Beacons und ähnliche Seuchen Verantwortlichen im Allgemeinen zu senden:

Werbefrei

Das einzige, was der Meister nun noch hinkriegen muß, ist ein automatisches Update für die kleine Büchse.


No good vibrations – no more

Nachdem ich den kleinen GRR Neo erst gedämmt, dann die Elektronik ausgewechselt, dann die Lager und die Wellen getauscht habe, bin ich nun endlich darauf gekommen, die verdammten Motoren auszutauschen. Und nun ist das Teil endlich leise und vibriert nicht mehr.

Falsl jemand dasselbe vor hat: OMC Nema 14 Bipolar 1.8deg 18Ncm (25.5oz.in) 0.8A 5.74V 35x35x34mm für die Y-Achse, und – wer es sich zutraut – der OMC Nema 14 Hollow Shaft Stepper Motor Bipolar 18Ncm (25.5oz.in) 0.8A 35x35x34mm für die X-Achse, wobei man sich dafür aus einer 5mm-Achse eine 33mm lange Achsverlängerung schnitzen und in die Rückseite der Motorwelle einpressen muß, weil der Neo an der X-Achse einen Motor mit beidseitigem Abtrieb braucht, den man aber nirgendwo kriegt…

Läuft schneller, leiser und vor allem vibrationsfrei!


Klunk!

Ein denkwürdiges Zitat vom Ich, an ein einem lauen Abend in der Stadt, es ging um die Centrex…:

“… eines fernen Tages wird hier nur noch grauer Staub sein – und mittendrin: eine Bohrmaschine. Und irgendwann werden hier seltsame Aliens in einem kleinen Plastikraumschiff herkommen, landen, und die Maschine aus Metall angucken. Und sie werden den Schalter aus Metall betätigen und feststellen: ‘Hey, der macht ‘Klunk!’… das fühlt sich gut an!’

Und dann werden sie zurückgehen zu ihrem kleinen Plastikraumschiff und da auf den kleinen Plastiktüröffner drücken, und der wird “niäck-niäck” machen. Und sie werden feststellen: ‘Das ist Scheiße, das müssen wir ändern!’

Und wenn sie fertig sind, werden alle Schalter in ihrem Raumschiff ‘Klunk!’ machen.

… und dann werden sie nur noch zwei Meter hoch fliegen können, weil der Antrieb ihres kleinen Plastikraumschiffs halt nur für Plastik ausgelegt ist.”

Na, zum “Klunk” reicht die Masse nicht ganz – die Schalter bewegen sich eingebaut irgendwo zwischen “Klank” und “Klonk”. Aber sie ist fertig – und sie rennt genau wie gewünscht :-)

Klunk!

Klunk!


Herr Doktor, es geht dem Ende entgegen

Jetzt muß man sie eigentlich nur noch fertig zusammenbauen. Der Meister stellt vor – das Bohrmaschinenpuzzle. Centrex in Teilen:

Herr Doktor, es geht dem Ende entgegen

Kurz nochmal zusammengefaßt: alles zerlegt, jedes einzelne Teil gereinigt und wo nötig neu geschmiert, neuer Motor mit Frequenzumrichter für 230V-Betrieb, neue Lager rundum, neue Riemenscheiben, neuer Lack, neue Glasscheibe für die Lampe (die Osram-“Made in West-Germany”-Glühlampe bleibt drin, so lange sie ihren Job macht), neue Verkabelung und passend umgebaute Schalter.

Jetzt fehlt nur noch der Tisch, auf den sie dann drauf kommt – der soll nächste Woche hier eintrudeln.

Bis dahin beseitige ich noch den Schmodder aus dem Bohrfutter, nachdem das Biest sich nun endlich hat öffnen lassen.

Herr Doktor, es geht dem Ende entgegen


Traditionell.

Kleine Überraschungen bei der alten Bohrmaschine… Na, wer siehts? Woraus ist diese Dichtung gemacht?

Traditionell.