Kategorie: Maschinismen

Bootloader vom Sony Xperia XZ1 entsperren

Mittelfristig soll ja das Eifon abgeschossen werden, nachdem Apple sich gerade im Schweinsgalopp von meinen Kundenwünschen entfernt. Schade, aber nicht zu ändern.

Nun gut, ein Sony Xperia XZ1 (Typ G8441 – und darauf bezieht sich diese Anleitung auch) ist günstig geschossen – und es wird gleich beim Bootloader-Unlock spannend. Das las sich ja alles ganz einfach, aber beim Anwenden zeigt sich, daß die Anleitung von Sony leider eine mittlere Katastrophe ist. Leider muß das jeder nur einmal machen – daher finden sich irgendwie keine aktuellen Anleitungen dazu.

Vorwarnung:

  1. Ein einmal entsperrter Bootloader läßt sich laut Sony NICHT rückgangig machen.
  2. Bei meinem Gerät funktioniert die Kamera nach dem Entsperren wunderbar (Sony hat davor gewarnt, daß sie das nicht täte) – aber es hat sich komplett zurückgesetzt. Entweder ich hab nicht aufgepaßt oder das ist halt so… also falls eigene Daten auf dem Handy sind: Backup machen.

Hier nun für denjenigen, den es interessiert, der richtige und vollständige Weg:


MacGuiver für Anfänger

Wir haben: einen Ventilator, der sich vor lauter Unwucht selber vom Tisch vibriert.

Wir verwenden zum Auswuchten:

  • einen Wäscheständer
  • einen alten Fineliner
  • ein Chinesisches “Schweizer” Messer

Ziel erreicht – Miefquirl läuft ruhig :-)


Werbefrei

Doch, das hat sich gelohnt: Ein Raspbery Pi, gute dreieinhalb Stunden Datenkopiererei und Installation (gut die Hälfte davon nur, weil ich der Ansicht war, eine mit FAT32 bereits vorformatierte SD-Karte müsse nicht wie in der Anleitung empfohlen nochmal formatiert werden – Irrtum…) – und nun ist da eine kleine Dose neben der Fritzbox. Und Pi-Hole hält das gesamte lokale Netz und über das VPN auch alle Mobilfons und ähnliches frei von Müll jeglicher Art. Egal wo ich bin.

Mein ausdrücklicher Dank an die Entwickler. Dank Euch ist es mir vergönnt, folgenden wahrlich aus tiefstem Herzen kommenden freundlichen Gruß an die für Werbebanner, Beacons und ähnliche Seuchen Verantwortlichen im Allgemeinen zu senden:

Werbefrei

Das einzige, was der Meister nun noch hinkriegen muß, ist ein automatisches Update für die kleine Büchse.


No good vibrations – no more

Nachdem ich den kleinen GRR Neo erst gedämmt, dann die Elektronik ausgewechselt, dann die Lager und die Wellen getauscht habe, bin ich nun endlich darauf gekommen, die verdammten Motoren auszutauschen. Und nun ist das Teil endlich leise und vibriert nicht mehr.

Falsl jemand dasselbe vor hat: OMC Nema 14 Bipolar 1.8deg 18Ncm (25.5oz.in) 0.8A 5.74V 35x35x34mm für die Y-Achse, und – wer es sich zutraut – der OMC Nema 14 Hollow Shaft Stepper Motor Bipolar 18Ncm (25.5oz.in) 0.8A 35x35x34mm für die X-Achse, wobei man sich dafür aus einer 5mm-Achse eine 33mm lange Achsverlängerung schnitzen und in die Rückseite der Motorwelle einpressen muß, weil der Neo an der X-Achse einen Motor mit beidseitigem Abtrieb braucht, den man aber nirgendwo kriegt…

Läuft schneller, leiser und vor allem vibrationsfrei!


Klunk!

Ein denkwürdiges Zitat vom Ich, an ein einem lauen Abend in der Stadt, es ging um die Centrex…:

“… eines fernen Tages wird hier nur noch grauer Staub sein – und mittendrin: eine Bohrmaschine. Und irgendwann werden hier seltsame Aliens in einem kleinen Plastikraumschiff herkommen, landen, und die Maschine aus Metall angucken. Und sie werden den Schalter aus Metall betätigen und feststellen: ‘Hey, der macht ‘Klunk!’… das fühlt sich gut an!’

Und dann werden sie zurückgehen zu ihrem kleinen Plastikraumschiff und da auf den kleinen Plastiktüröffner drücken, und der wird “niäck-niäck” machen. Und sie werden feststellen: ‘Das ist Scheiße, das müssen wir ändern!’

Und wenn sie fertig sind, werden alle Schalter in ihrem Raumschiff ‘Klunk!’ machen.

… und dann werden sie nur noch zwei Meter hoch fliegen können, weil der Antrieb ihres kleinen Plastikraumschiffs halt nur für Plastik ausgelegt ist.”

Na, zum “Klunk” reicht die Masse nicht ganz – die Schalter bewegen sich eingebaut irgendwo zwischen “Klank” und “Klonk”. Aber sie ist fertig – und sie rennt genau wie gewünscht :-)

Klunk!

Klunk!


Herr Doktor, es geht dem Ende entgegen

Jetzt muß man sie eigentlich nur noch fertig zusammenbauen. Der Meister stellt vor – das Bohrmaschinenpuzzle. Centrex in Teilen:

Herr Doktor, es geht dem Ende entgegen

Kurz nochmal zusammengefaßt: alles zerlegt, jedes einzelne Teil gereinigt und wo nötig neu geschmiert, neuer Motor mit Frequenzumrichter für 230V-Betrieb, neue Lager rundum, neue Riemenscheiben, neuer Lack, neue Glasscheibe für die Lampe (die Osram-“Made in West-Germany”-Glühlampe bleibt drin, so lange sie ihren Job macht), neue Verkabelung und passend umgebaute Schalter.

Jetzt fehlt nur noch der Tisch, auf den sie dann drauf kommt – der soll nächste Woche hier eintrudeln.

Bis dahin beseitige ich noch den Schmodder aus dem Bohrfutter, nachdem das Biest sich nun endlich hat öffnen lassen.

Herr Doktor, es geht dem Ende entgegen


Traditionell.

Kleine Überraschungen bei der alten Bohrmaschine… Na, wer siehts? Woraus ist diese Dichtung gemacht?

Traditionell.


Danke, Elektra Tailfingen…

… für diese wirklich wunderbar mißbrauchbaren Nockenschalter von Euch.

Wir haben:

  • einen Stern-/Dreieck-Umschalter mit “Aus” in der Mittelstellung
    • einen zweistufigen Drehtaster mit ebenfalls drei Schalteinheiten, der ursprünglich ganz bestimmt mal seine Daseinsberechtigung hatte. Selbige ist mir jedoch vollkommen schleierhaft. Ist aber eigentlich auch egal.
  • Feile und Schraubendreher

Wir benötigen:

  • einen zweipoligen Ein-/Ausschalter
  • einen Umschalter mit … äh… nennen wir es “leicht legasthenische Binärlogik” – ein Eingang, der in Schalterstellung 1 auf Ausgang 1, in Stellung 2 auf Ausgang 1 und 2, in Stellung 3 auf garnix und in Stellung 4 auf Ausgang 2 gelegt ist.

Und nun… sollte hier eigentlich eine einigermaßen nachvollziehbare Anleitung stehen. Hab ich aber nicht. Ich hab aber einfach den Endanschlag von den beiden Schaltern (eine Blechscheibe mit einer Aussparung unterhalb der Blechabdeckplatte) so zurechtgefeilt, daß der Taster zum Schalter wurde und der Schalter eine Schaltstellung mehr bekommen hat. Und dann wurde einfach so lange herumprobiert, bis die gewünschten Schaltstellungen da waren…

Danke, Elektra Tailfingen...


Man sieht es regelrecht vor sich

…irgendwann vor 45, 50 Jahren… ein Konstrukteur und irgendein Chef/Firmenpatriarch oder sonstiger Boss (die Seuche der Controller gab es damals ja noch nicht)…:

Boss: “.. ach ja, und den Ablauf für die Bohrflüssigkeit am Bohrtisch schenken wir uns.”

Konstrukteur: “Aber dann müssen wir die Gußform ändern.”

Boss: “Gußform? Brauchmanich – wir lassen einfach das Loch weg.”

Konstrukteur: “Aber… da ist doch ne Wanne drin. Da sammelt sich doch die ganze Soße und die feinen Späne. Dann müssen wir die Gebrauchsanweisung ändern, damit der Kunde das leermachen kann.”

Boss: “Gebrauchsanweisung? Brauchmanich – das wird der Benutzer wohl selber wissen.”

Konstrukteur (zunehmend verzweifelt): “Aber das Sieb da oben drin ist doch eingepreßt und ohne Griff, das sieht der doch gar nicht. Dann muß ich zumindest das Sieb ändern.”

Boss: “Sieb ändern? Brauchmanich.”

Konstrukteur: “Aber…”

Boss: Nehmen wir mal an, da drin steht das Zeug. Passiert was?”

Konstrukteur (verwirrt): “Naja, es müffelt… und irgendwann ist auch unser Tisch mal durchgerostet…”

Boss: “Wann?”

Konstrukteur (resigniert): “Naja… so zehn bis fünf—”

Boss: “Sehnse – brauchmanich. Machense einfach das Loch weg. Das verdunstet schon.”

 

… und nun sitzt der Meister da, 45 Jahre danach, hat das Sieb bei seiner Centrex rausgepopelt und klopft mit Hammer und kleinem Schraubenzieher den Schmodder der letzten Jahrzehnte aus der Wanne ohne Ablauf. Interessant, in was sich feine Metallspäne, Öl und Wasser in so langer Zeit verwandeln:

Man sieht es regelrecht vor sich

 

Ergebnis nach einer Dreiviertelstunde: Das Loch ist wieder leer, der Grauguß-Tisch hat die Sache bewundernswert gut überlebt – und die Klinge vom Schraubendreher ist krummgehämmert. Hartes Zeug, so ein gut gereifter Bohrschlonzkuchen…

Und jetzt kommt da entweder ein Ablauf rein, bevor der Tisch neu lackiert wird, oder das Sieb wird umgebaut. Oder beides.

Man sieht es regelrecht vor sich


Siehst Du, TM…

Siehst Du, TM...

… deswegen hab ich diese Winz-Drehmaschine – damit dieser kleine M5-auf-M6-Adapter mal eben schnell gemacht ist und nicht in eine abendfüllende Tätigkeit mit der Feile und einen trotzdem hundmiserablen Ergebnis ausartet.

 

Mal was anderes: bin ich eigentlich der einzige, dem es auffällt und den es ärgert, daß die Verarbeitung simpler Normteile irgendwann in den letzten Jahrzehnten so richtig scheiße geworden ist? Ist mir nur gerade wieder aufgefallen, als ich eine neue Mutter neben eine aus den frühen Siebzigern gelegt habe…:

Siehst Du, TM...Klar, technisch können die dasselbe – die neuere evenutell sogar etwas mehr. Aber muß die deswegen wirklich so hingerotzt aussehen…?