Kategorie: Unimat

Siehst Du, TM…

Siehst Du, TM...

… deswegen hab ich diese Winz-Drehmaschine – damit dieser kleine M5-auf-M6-Adapter mal eben schnell gemacht ist und nicht in eine abendfüllende Tätigkeit mit der Feile und einen trotzdem hundmiserablen Ergebnis ausartet.

 

Mal was anderes: bin ich eigentlich der einzige, dem es auffällt und den es ärgert, daß die Verarbeitung simpler Normteile irgendwann in den letzten Jahrzehnten so richtig scheiße geworden ist? Ist mir nur gerade wieder aufgefallen, als ich eine neue Mutter neben eine aus den frühen Siebzigern gelegt habe…:

Siehst Du, TM...Klar, technisch können die dasselbe – die neuere evenutell sogar etwas mehr. Aber muß die deswegen wirklich so hingerotzt aussehen…?


Schlüssel selbst gemacht

Schreibtisch Teil 3: die Schlüssel sind fertig. Wenn der Schlüsselheini nicht will, kann ich ihm halt auch nicht helfen. Um es mit einer schlechten Kopie des mutmaßlichen Erstbesitzers zu sagen: “Dat gömmwa ooch alleene!” – auch wenn ich mich so natürlich höchstens als “Meister Stunde” bezeichnen könnte und nicht als Herr Minute. Aber dafür passen die Schlüssel auch vernünftig; Bartschlüssel scheinen ja heute den einen oder anderen zu überfordern (oder die Maschinen sind völlig ausgenudelt)…

Schlüssel selbst gemacht

Die Aktion lief sogar besser als geplant – ich hab keinen einzigen Rohling versemmelt, obwohl ich für jedes Schloß einen als Sicherheit dazugekauft habe. Falls also noch jemand so einen alten Schlüssel nachgemacht haben will…


Ein neuer Fräsmotor für die Unimat 3…

… das war des Meisters Ziel, als der originale Emco-Motor nicht mehr wollte. Der ja schon erneuerte Motor für die Drehbank ist schön und läuft perfekt – aber er ist für den Fräskopf einfach die entscheidenden paar Zentimeter zu lang und kollidiert daher immer mit dem Werkstück.

Der Motor sollte

  • die Drehzahl (5000 U/min im Uhrzeigersinn) des alten wenigstens erreichen
  • keinesfalls größer sein
  • bitteschön Dauerbetrieb schaffen
  • und bezahlbar sein.

Also ward gesucht, gesucht und nochmal gesucht – vergeblich. Emco bietet selbst nix mehr an, und das einzige, was man kriegt, ist ein Motörchen aus England für knappe 300 Euro… geht das nicht billiger? Mit der etwas unglücklichen Leistungsentfaltung einer Universalmotors kann man beim Fräsen doch eigentlich leben…

Nach einer Weile stieß ich bei Ebay und bei einem Onlinehändler auf “Mini”-Schleifböcke, konstruiert und zusammengeklöppelt von garantiert ahnungslosen Chinesen. Von den Maßen her sind die prima und es stecken sogar Permanentmagnetmotoren drin (für die Unwissenden: gleichbedeutend mit “mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen”), aber die Verarbeitung, oh Graus, oh Graus: der erste hatte chronischen Schluckauf in der Drehzahlregelung. Ein zweiter, endlose acht Wochen später als Ersatz gelieferter erfreute des Meisters Aug’ und Ohr beim ersten Einschalten mit einem herzhaften “PAFF!” und einer kleinen blauen Stichflamme aus dem Sockel heraus… worauf dann der Stecker gezogen, die Haussicherung wieder aktiviert, das Unglücksgerät zurückgeschickt und von einer erneuten Ersatzlieferung freundlichst abgesehen wurde… mal sehen, ob die Rücküberweisung nun auch wieder acht Wochen dauert (edit: ja -.-).

Der zweite Kandidat: In die gleiche Richtung hat auch Einhell gedacht, als sie sich ihren kleinen Schleifbock “TH-XG 75” ausgedacht haben. Generell ist diese Firma nun auch nicht die Crème de la Crème des deutschen Werkzeugmaschinenbaus – aber immerhin hat da mal ein fähiger Konstrukteur einen kritischen Blick drauf geworfen. Bestellt, ausprobiert: jawohl, das Ding läuft und regelt sauber… und kostet nicht mal 60€. Dann entfernen wir doch erst mal diese nutzlosen Anbauteile:

Motor1

Und nun folgt die Verwandlung…:

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Wer bessere Drehfutter für die Unimat 3 sucht…

… wird bei RC-Machines fündig, da gibt es neben den unvermeidlichen chinesischen… Dingen… ein Dreibackenfutter von TOS Svitavy mit 65mm Durchmesser.

Nur einen passenden Futterflansch bieten die Dödel nicht an.

Man kann sich jetzt hinhocken und mühevoll was passendes aus dem vollen schnitzen (was im Zweifelsfall Zugang zu einer zweiten, größeren Drehmaschine voraussetzt) – oder man kauft für knapp 10 Eier die Planscheibe “RC601PS” dazu, die RC-Machines für einen China-Nachbau der kleinen Emco im Programm hat.

Eine kleine Grauguß-Drehübung (Mann, macht das Zeug eine Schweinerei!) später ist der Flansch fertig. Nicht ganz so elegant und nicht ganz so platzsparend, wie man ihn als komplette Eigenkonstruktion hinbekäme – aber dafür braucht man auch keinen größeren Maschinenpark. Und das Zentralgewinde ist auch schon drin.

Unimat-Flansch

Masochisten kriegen das vermutlich auch mit dem Originalmotor der Unimat hin – der Meister jedoch hat sich mal wieder über den Motor gefreut.

Unimat-TOS-Futter


Neues Leben für alte USV

Ich verstehe, warum so viele die Motoren ihrer Unimat-Drehbänke austauschen.

Die Dinger sind von der schlechten Verfügbarkeit von Ersatzteilen und einer gewissen Neigung zur Selbstzerstörung nach langer Betriebsdauer (Stichworte “Isolationswiderstand”, “Kohlenstaub” und “geschlossenes Gehäuse”) abgesehen schlicht und einfach
lästig – sie nötigen den Benutzer zu regelmäßigen Zwangspausen, weil einst der Entwickler eine zu schwache Kühlung verbrochen hat. Mein Motor mit seinem vorderen vom Vorbesitzer nicht besonders intelligent ausgetauschten Lager fordert das sogar noch nachdrücklicher. Motor zu warm – Lager rutscht im Lagersitz durch.

Ein freundlicher Mensch aus dem tiefsten Süden hat das erkannt und verkauft einige Austauschantriebe in der Luxusversion. Kein Allstrommotor mit seiner miesen Drehzahl-/-momentkurve und je nach Ausführung nicht vorhandenen Regelbarkeit. Nein, das ganze besteht aus einem kleinen Asynchronmotor mit auf die Unimat angepaßtem Flansch und einem dazu passenden 250W-Frequenzumrichterchen. Beides zusammen für zwei grüne Scheine. Die (nur in England erhältlichen) geregelten DC-Motoren kosten deutlich mehr.

Gesehen, noch etwas runtergehandelt, gekauft.

Eine Weile später kommt das Paket an. Toller Motor. Nur wo krieg ich jetzt den Umrichter unter?

Einfach auf den Tisch legen geht nicht, bekanntermaßen produzieren die Teile Störstrahlung wie Teufel – von den Netzspannung führenden Schraubklemmen auf der Unterseite mal ganz abgesehen. Die Anleitung weist freundlich darauf hin, daß man das Gerät doch bitte in einen metallenen und geerdeten Schaltschrank montieren möge und das Verbindungskabel zum Motor mit beidseitig aufgelegter Schirmung auszuführen sei. Das Kabel stellt kein Problem dar – der Gedanke an einen Schaltschrank dagegen… selbst die kleinsten, die man findet, kosten über 50 Eier und sind doppelt so groß wie ganze Drehbank. Soll man die Emco dann auf den Schaltschrank draufschrauben oder was?

Nein, ich mag die Granit-Grundplatte vom Friedhofssteinmetz. Also was anderes gesucht…

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Für zwischendurch: Der Zitronenständer

Nein – keine Sexpraktik aus südlichen Landen, sondern ganz harmlos: Wer kennt diese niedlichen Zitronenausgießer, die einfach in die Frucht reingeschraubt werden? Die Dinger sind echt praktisch. Leider gilt das nicht für den mitgelieferten Ständer.

Zitronenhalter1

Im Design seit vermutlich 50 Jahren unverändert, steht das Ding wie ein ziemlich eingedrückter Sputnik auf 3 kleinen kegelförmigen Füßchen – und erfreut den Besitzer damit, in gefülltem Zustand (also mit eingelegter Zitrone) schon bei der geringsten Krafteinwirkung umzufallen. Steht der ganze Kram also in der Kühlschranktür, hüpft einen ständig eine Zitrone an. Lästig und damit verbesserungswürdig, und jetzt auch endlich möglich…

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