Kategorie: Netzfund

Tschö, Rudy.

:Wumpscut: ist Geschichte. Das muß man erst mal verdauen, nach 26 Jahren… auch wenn sich mit Blick auf die Hitliste leise die Frage aufdrängt, ob er sich mit seiner “jedes Jahr muß ein Album raus” nicht selber ein Bein gestellt hat. Ich jedenfalls habe mich auf jedes neue Album gefreut – und war dann in der letzten Zeit immer wieder  enttäuscht, wenn nicht was gutes dabei war…

Aber egal: Danke für viele verflucht gute Lieder.


Ich bin nicht allein

Heise schreibt heute:” iOS 11: Nutzer installieren Update zögerlich

Hurra, ich bin nicht allein mit meiner Dickköpfigkeit.

Es gibt wohl noch andere, die sich dran stören, daß iOS 11

  • WLan und Bluetooth nicht mehr einfach abschalten läßt
  • Die Akkulaufzeit und “Wuppdizität” offenbar bei beim Iphone 5(s) und 6(s) doch erheblich einschränkt
  • 32Bit-Apps ersatzlos rausgeworfen wurden
  • die schönen systemweiten VPN-Werbefilter rausgeworfen wurden
  • der App-Store jetzt Werbung anzeigt, aber nützliche Dinge wie die Wunschliste einfach entsorgt wurden
  • bei neueren Geräten auf ein Photoformat umgestellt wurde, das zwar effizienter als JPEG ist, aber von einem guten Teil der Programme auf dem PC nicht unterstützt werden dürfte
  • laufend über Ärger mit Touchscreens, Texteingaben oder Telefonieren berichtet wird

… und im Gegenzug erhält der Nutzer? Apple Pay in der Nachrichtenapp, Bevormundung im Auto, ein in sehr engen Grenzen anpaßbares Kontrollzentrum – und neue Smileys, die kein Schwein benötigt.

Seit iOS 5 hab ich jedes Update relativ umgehend auf meine Geräte aufgespielt. Aber diesmal streike ich – es ist iOS 10 und es bleibt bei iOS 10. Sorry Apple, das ist den Tausch irgendwie nicht wert ^^


Endlich! Warum erst jetzt?

Ich hatte die Hoffnung ja schon lange aufgegeben. Aber kaum zu glauben, es ist soweit:

[Tusch]

Es gibt ein vernünftiges CardDAV-Adreßbuch für Thunderbird!

Der Programmierer, Herr Philippe Vigneau, ist für heute mein persönlicher Gott. Dankedankedankedanke…. etc… ich überlege sogar gerade ernsthaft, ob ich mich bei Blähpal anmelde, um dem Mann Kohle für dieses Meisterwerk rüberzuschieben.

Ach ja, falls jemand das Addon mit Posteo nutzen will: man muß als Adreßbuch-URL folgendes eingeben:

https://posteo.de:8843/addressbooks/[eigener Loginname ohne “@posteo.de”]/default/

 


iOS 10 behalten ohne Update-Nerverei

iOS 11 ist da. Und wie schon geschrieben – ich mag es nicht: nur noch 64Bit-Apps, keine App-Verwaltung mehr im iTunes (und so, wie es aussieht, auch keine neue App-Verwaltung als eigenes Programm), und zu allem Überfluß auch keine systemweiten VPN-Proxy-Firewallprogramme mehr, mit denen man das gesamte Handy werbefrei kriegt.

Also bei iOS 10 bleiben. Nur wie kriegt man das Telefon dazu, einem nicht täglich das Update aufs Auge drücken zu wollen?

Hier kommt der Werbeblocker ins Spiel, der bei iOS 10 ja noch geht. Wenn man einen solchen im Einsatz hat, kann man einfach den Apple-Updateserver aussperren – und prompt (ggf. nach dem Löschen des zwischengespeicherten Updates in den Einstellungen) gibt das Telefon Ruhe.

Wie macht man das?

  1. Werbeblocker installieren. Ich kenne derer drei:
    • Adblock von Futuremind (erst kürzlich gefunden, aber dem ersten Eindruck nach der Blocker mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis. Ergänzung: Läuft nach über einem Monat Testen wunderbar, bis auf zwei Einschränkungen: nach einem Geräteneustart kommt er nicht von allein in die Pötte. Und wenn man ihn nicht immer wieder mal aufruft, schaltet er sich von selber ab. Ansonsten fehlt: Zurücksetzen des DNS-Cache und eine Logdatei aller Verbindungen letztere ist seit Version 4 ergänzt!, und sie haben den von Apple verbotenen VPN-Proxy kurzerhand durch einen DNS-Proxy ersetzt, der im Endeffekt dasselbe tut und auch auf iOS 11 läuft. Glückwunsch!),
    • Disconnect Pro Privacy (viel zu teuer, auch weil man die Filterliste erst per In-App-Kauf erwerben muß, mit Schwächen bei der deutschen Übersetzung, aber: sehr zuverlässig – einmal anschalten und dann vergessen, in einem ersten Test selbst nach einem Reboot. Und mit einer sehr nützlichen Logdatei aller Verbindungen, aus der mal neue Sperren erstellen kann. Nur zu empfehlen, wenn die App mal im Angebot ist),
    • Weblock (günstig, mit Whitelist, aber ohne Logdatei, hat einige Tücken wie z.B. daß ab und an die Filterung einfach mal aussetzt, man den DNS-Cache vom iPhone nicht einfach zurücksetzen kann – und daß man den Appstore erst mal wieder zum Laufen bringen muß) gestrichen, die haben Apple ebenfalls nachgegeben und die VPN-Filterung ersatzlos abgeschafft
    • und Adguard Pro (soll sehr gut funktionieren, systemweite Filterung aber erst nach ein paar Tricks, muß man googlen)(gestrichen, weil die App offenbar unter Druck von Apple auf ein anderes Filterungssystem umgestellt hat und daher nicht mehr lokal funktioniert)

Bei Weblock: folgende Domains zur Ausnahmeliste hinzufügen, damit der Appstore wieder geht (aktuelle Liste unter https://support.apple.com/de-de/HT201999):
albert.apple.com
evintl-ocsp.verisign.com
ax.itunes.apple.com
evsecure-ocsp.verisign.com
deimos3.apple.com
*.amazonaws.com
gg*.apple.com
*.symcb.com
gs.apple.com
*.symcd.com
itunes.apple.com
*.itunes.apple.com
phobos.apple.com
skl.apple.com

  1. Nun die Domains appldnld.apple.com, xp.apple.com, mesu.apple.com, mesu.g.aaplimg.com, mesu-cdn.apple.com.akadns.net, e1329.g.akamaiedge.net, mesu.apple.com.edgekey.net,  www.icloud.com und setup.icloud.com auf die Sperrliste setzen (alternativ: icloud.com auf die Sperrliste und caldav.icloud.com auf die Ausnahmeliste, wenn das Programm das zuläßt). Wer iCloud benutzt, muß versuchen, ob das dann so noch geht – das kann ich hier nicht testen…
  2. Reset des DNS-Caches: Bei Privacy Pro in der App selbst, sonst eine der folgende Optionen nutzen:
    1. Aktivieren und Deaktivieren des Flugmodus. Reicht fast immer. Teilweise kann es jedoch sein, das permanente Einträge im DNS-Cache nicht korrekt entfernt werden.
    2. Löschen der Netzwerkeinstellungen über “Einstellungen -> Allgemein -> Zurücksetzen -> Netzwerkeinstellungen”.
    3. kompletter Neustart des Gerätes.
  3. Neustarten aller Apps und dem Neuverbinden hat das Telefon unter Einstellungen – Allgemeines – Update nur noch eine Fehlermeldung gebracht.
  4. Ein eventuell bereits heruntergeladenes Update wird man wieder los, indem man unter “Einstellungen -> Allgemein -> Speicher- und iCloud-Nutzung -> Speicher verwalten” das Update in der Liste auswählt und löscht.

Ziel erreicht, Ruhe vor dem Update 🙂

Testen kann man das, indem man in den Systemeinstellungen nach einem Update suchen läßt, Findet er nix, hat man gewonnen.

Hinweise: je nachdem, was Apple mi seinen Servern anstellt, können zeitweise auch App-Updates geblockt werden. Da sollte man gelegentlich drauf schauen bzw. dran denken, wenn man eine neue App kaufen will und es einfach nicht klappt.
Und: dieser Beitrag scheint zwar nach aktuellem Wissensstand komplett und richtig, wird aber aktualisiert werden, wenn den Meister mal ein dazugehöriger Blitz der Erleuchtung treffen sollte. Also: wiederkommen!


Man kopiert mich :-)

Da hat doch tatsächlich einer einfach so des Maschinisten MouseMan-Umbau kopiert: https://www.3dconnexion.com/products/cadmouse

Witzig, vor allem, weil exakt denselben Gründe auflisten, die ich damals hatte.

Soweit ich auf den Bildern beurteilen kann, sieht der Nager ganz ordentlich aus, nur die symmetrische Seifenform (die aber fast alle heutigen Mäuse haben…) mißfällt etwas.


Es regnet… Dinge…

Dem Bestatter sei Dank – das alte Video zu einer tatsächlich durchgeführten Sprengung eines Pottwals kannte ich noch nicht.

Ami-Klischee erfüllt: Da is’ was großes dickes im Weg – hey, jagen wir’s in die Luft!

Am besten sind aber

  • zum einen die trockenen Kommentare des Reporters (auf englisch). Zitat der deutschen Übersetzung von Wikipedia: “…dass „man davon ausgehen kann, wenn wieder ein Wal in Lane County strandet, dass die Verantwortlichen sich nicht nur erinnern werden, was zu tun ist, sie werden sich auch garantiert erinnern, was nicht zu tun ist.“”
  • und zum anderen das Kopfkino, das man sich ausmalen kann, wenn man sich ganze Sezene und dann noch vorstellt, wie der eine Autofahrer seinen Schaden bei der Versicherung gemeldet hat…: “Ihnen ist was aufs Auto gefallen?! – Aaaaaaha, sooo so… aber klaaar, Sie kriegen den Schaden natürlich ersetzt… da kommen gleich ein paar nette Männer mit einer weißen Jacke vorbei, und die haben auch den Scheck für Sie…

War auch Zeit

Nicht zu glauben: die Deutsche Post hat tatsächlich eine simple und einfach nutzbare Onlinekaufmöglichkeit für Briefmarken.

Porto auswählen, ggf. Einschreiben dazu anklicken, Kreditkartendaten und Email eintippen – fertig. Und man kann sogar gleich festlegen, auf welches Klebeetikett das Ding draufgedruckt werden soll.

Kein Anmelden, keine mehr oder weniger sinnfreien Plugins, Java-Applets etc., kein Rumgeeier mit irgendwelchen Zahlungsdienstleistern oder gar dem eigenen Postpay, kein unnötiges Eingeben von Name, Adresse, Automarke oder erster Grundschullehrerin…

Damit haben die sich endlich mal ein vorbehaltloses “gut gemacht” verdient.

Hat ja auch eine Weile gedauert…


“Ich mach mir die Welt…

… widde-widde-wie sie mir gefällt!”

Leider reden wir nicht von Pippi Langstrumpf, auch wenn der Gesuchte in deren Namen enthalten ist, sondern von Donald Duck… Dumb… Trump.

Vor über 80 Jahren hatten die Deutschen ihren letzten möglicherweise Verrückten zum Kanzler gemacht.

Jetzt haben die Amis einen offenbar Geistesgestörten als Präsident, wie der Spiegel analysiert. Daß der Mann nicht ganz dicht ist, war ja von vornherein klar.

Der Rest der Welt muß hoffen, daß das Ergebnis diesmal ein anderes ist…


Wow O.o

Das Ding in der Phantasie statt des reingepackten Kissens mit dem passenden Inhalt versehen…

http://www.ebay.de/itm/252643782963

Wo war doch gleich der sabbernde Smiley?


Konfiguration für Fortgeschrittene

So recht klar bin ich mir nicht, ob ich Cisco dafür beglückwünschen soll, daß sie wirklich die Frechheit besitzen, den den Telefon-auf-Webtelefon-Adapter SPA112 so zu verkaufen, oder ob man sie dafür eher meucheln sollte.

Vor 20 Jahren wäre das Ding mit einem etwa vierhundertdrölfseitigen, ordentlich gebundenen Benutzer- und Konfigurationshandbuch gekommen (wie einst mein erster Drucker, in dessen Handbuch es sogar ein Kapitel darüber gab, wie man einen Treiber für das Ding zu schreiben habe).

Dort wäre jede einzelne Einstellung der (dann vermutlich über Hyperterminal oder sowas mit ASCII-Befehlsketten) durchzuführenden Grundeinstellung detailliert beschrieben worden. In Deutsch und mit allen Optionen.

Heute brauchen wir das nicht mehr, das Gerät hat ja ein Webinterface! Klar, oder? Also ersetzen wir das Handbuch durch einen elfseitigen “Quick Start Guide”, der in hübschen Bildchen das Anstöpseln zeigt und wie man das Webinterface im Browser aufruft.

Und da sieht man dann (nach erfolgtem Update, wofür man erst mal einen alten Browser installieren muß, weil die Benutzeroberfläche mit dem aktuellen Firefox nicht funktioniert) unter anderem das hier:

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