Kategorie: Rabatz

Tja…

Adjö*, Frau Fredriksson.

Das muß man der Frau mal nachmachen. Von den 80ern bis zur Jahrtausendwende diverse Hits, dann mit gerade mal paarundvierzig einen üblen Hirntumor überstanden, und dann nach einigen Jahren wieder erfolgreich – halb taub, halb blind, zum Teil gelähmt, scheißegal.

Das nötigt einem Respekt ab. Und “She’s got nothing on (but the radio)” war einer der sehr wenigen neuen Mainstream-Popsongs, die ich tatsächlich gut fand.

Umso trauriger, daß sie jetzt den Kampf doch verloren hat und unter der Erde liegt. Roxette war irgendwie eine der Bands, die mich immer wieder mal ein Stückchen begleitet haben, trotz mangelnder Düsternis.

*: Nein, das ist nicht falsch geschrieben, das ist schwedisch.


“Der Schrott” hat lang gehalten…

Vor ein paar Tagen hat die Musik im Auto angefangen zu krachen – die Endstufe ist im Eimer.

Nach… acht Jahren? Tatsächlich, ich hab den kleinen schwäbischen Panzer jetzt schon acht Jahre. Gut, nach dieser Zeit weiß man natürlich erstmal nicht mehr so ganz genau, was man denn da damals verbaut hat – aber es war die Endstufe aus meinem alten Auto. Und die hatte schon das Auto davor gesehen… und das Auto davor auch. Und davor hab ich sie gebraucht einem damaligen Kumpel für zwanzig Mark abgekauft, weil die Magnat, die ich damals hatte (gibts die überhaupt noch?) im Vergleich echt mies klang.

Nach dem Ausbau war es dann wieder klar: eine RTO Black Magic isses, die da an dem von Mercedes freundlicherweise für eine Endstufe vorgesehenen Blech im Beifahrerfußraum hing.

In der Summe hat diese olle schwarze Kiste von RTO Hamburg über zwanzig Jahre gehalten, und das mit einem dem Meister nach fleißigem Feilen an den Einstellungen des Radios durchaus genehmen Klang. Dafür, daß die Dinger um die Jahrtausendwende jeder als “Scheiße!!” bezeichnet hat, kein schlechter Schnitt.

Allerdings muß da irgendein Wunder gewirkt haben. Beim Zerlegen der Kiste sind mir nicht nur gleich drei Transistoren nach dem Lösen der Halteschrauben entgegengefallen (ja, die waren wohl mal festgelötet – was der Hersteller halt so “Löten” genannt hat…), sondern auch Teile der Kupfer-Leiterbahnen von der Platine einfach runtergebröselt (!).

Jetzt steckt da eine – trotz gleicher Leistung halb so große, SMD machts möglich – Eton Mini drin, die hoffentlich genauso lange hält. Und die Equalizerkurve des Radios hat sich auch geglättet :-)


Selten eine Band…

… gesehen, die sich so erfolgreich selbst zerlegt hat wie gerade eben Combichrist. Jedes bißchen Stimmung, das sie mit ihren alten bis sehr alten Elektro-Liedern aufgebaut haben (auch wenn man merkte, daß sie die spielten, weil sie mußten), haben sie anschließend äußerst erfolgreich mit einem neuen zerstört. 
Im (ausverkauften) Bett hat am Ende nur eine Person zweimal "Zugabe" gerufen, danach minutenlang – Ruhe. Die Band war wohl im voraus für mindestens eine Zugabe bezahlt worden und kam daher trotzdem nochmal für ein Lied raus.

Mal sehen, ob CC sich mal überlegen, ob sie wirklich den Weg von einer ehemals zwar nicht überwältigenden, aber durchaus ganz netten und recht erfolgreichen Elektroband zu einer wirklich miesen Metalband weitergehen wollen. 

An Aesthetic Perfection vorher lags nicht – die waren wirklich sehenswert. Tip an die Veranstalter: Man hätte die Reihenfolge umdrehen sollen…


Ungelöste WGT-Rätsel…

… warum riecht es in einer vielgenutzten Gothic-Festival-Konzerthalle bei 34 Grad weniger nach schwitzenden Leuten als vielmehr nach Pommes frites?

… und warum verkaufen sie bei diesen Temperaturen nur lieblichen Met?

Ergänzung: Punkt eins könnte an den beiden Pommesbuden liegen, die man in die Konzerthalle installiert hat… ^^


Elektronisches Urgestein

Wer Die Krupps noch nicht live gesehen hat, dem sei dies angeraten – klassischer EBM-Industrial in seiner besten Form. Die sind nicht umsonst seit über 30 Jahren dabei.

Krupps3

Die erste Vorband waren zwei Amis namens “Chant”, aus denen vielleicht mal was werden kann, wenngleich bisher noch Licht und Schatten dicht beieinanderliegen. Beide gute Schlagzeuger, die auch aus Ölfässern Klang rausholen, und der eine kann sogar sehr ordentlich singen.

Bei der zweiten Vorband hat der Verantwortliche sich allerdings etwas vergriffen… oder war es Absicht? Schöner als an den nicht besonders fähigen Typen aus Südamerika konnte man die Qualitäten der dann folgenden Altmeister jedenfalls nicht zeigen:


Boss Wave

Sowas passiert, wenn Polen auf dumme Gedanken kommen:

http://vimeo.com/57847101

 Ist zwar Dubstep und damit nicht ganz des Meisters Musikrichtung, aber ich find’s witzig.


Fressen in HH

Donnerstag bis Sonntag war Visite in Hamburg angesagt. El Padre del Maschiniste stellte die Behausung, so daß man sich ohne Hotelkosten ganz auf die schönen Dinge konzentrieren konnte – und das war im wesentlichen die Vernichtung von Futter. Drei Abende, dreimal Völlerei also.

Die geprüften und für gut befundenen Lokalitäten:


Gothic Style

*kicher* Splendid! Wonderful!

Sowas passiert, wenn man (in diesem Falle englische) Grufties auf "Gangnam Style" losläßt.

"Whitby Gothic Style" auf DuRohr


“Electro Swing” und Satzzeichen

Total plemplem, wie zu erwarten (der Tip kommt ja auch vom Ich): ein leicht verdrehter Österreicher verwurstet den Swing der dreißiger Jahre mit … hm… House? 

Des Meisters
 Fazit: Viel zu viel Dur, es fehlt  Bass, es ist eindeutig viel zu wenig aggro. :) 

Aber trotzdem durchaus mal anhörenswert – von der Tanzeinlage des vollkommen durchgeknallten Kanadiers im Video  meines Favorits "Catgroove"
mal ganz zu schweigen.

… und auf der Suche nach Details zum Kobo Glo kam noch ein netter Satz zutage, der dem geneigten Leser nicht vorenthalten sei:

"Komm wir essen Opa" – Satzzeichen retten Leben!


Meddl

Ja ja, der Elektromensch schreibt über Metal. Aber das ist es wert:

Als vor einigen Jahren Nightwish eine neue Sängerin bekam, dachte der Meister zunächst "Hey, musikalisch haben die noch mal angenehm an Druck zugelegt" – und dann fing sie an zu singen. Und mir rollten sich die Fußnägel hoch.

Man mag sagen, sie habe einfach einen anderen Stil. Des Maschinisten Meinung: Die neue Sängerin von denen ist genauso durchschnittlich das Gros der diversen Mainstream-Sternchen. Tarja Turunen hat sie vom Können her nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen.  

Umso angenehmer die Überraschung, als in der Xing-Gothic-Gruppe das herrschaftliche Augenmerk auf Xandria und deren neues Album gelenkt ward. Dem Autor des dortigen Posts war es wichtig zu betonen, daß die die alten Nightwish-Sachen nicht einfach nachmachen, sondern sich eben in diese Richtung entwickelt hätten.

Das ist mir ganz ehrlich scheißegal. Sie haben eine neue Sängerin, und die ist echt fähig. "Neverworld’s End" dürfte nach sehr langer Zeit das erste Metal-Album sein, das ich mir – teilweise oder ganz – kaufen werde.

Hier ein Beispiel auf DuRohr. Und hier noch eins.