A quien interese

Ein großes, dunkles Gebäude im Schatten, etwas entfernt von anderen Häusern.

Erst beim Näherkommen fällt Dir auf, das es sich… bewegt… wandelt…

Du bist neugierig, gehst vorsichtig weiter. Aus den Schatten tauchen Umrisse am Gebäude auf: riesenhafte, sich langsam bewegende Zahnräder, Kolben, Gestänge. Gebäudeteile sind daran befestigt und werden nach einem undurchschaubaren Muster verschoben, tanzen nahezu lautlos einen ewigen Tanz, den die Mechanik vorgibt.

Ein Windstoß trägt einen sachten Geruch wie in einer Autowerkstatt in deine Nase: Metall und Schmieröl. Unerwartet hier im Freien, doch andererseits… Dein Blick schweift am Gebäude entlang. Einzelne Fenster, nur schwach erleuchtet – immer, wenn man guckt, ergibt sich durch die Bewegungen ein anderes Bild.

Das Haus… atmet, wirkt intelligent, doch nicht bedrohlich. Ein schlafender Riese aus Metall und Stein.

Langsam trittst Du näher. Das Tor im hohen Zaun steht weit offen. Du gehst hindurch, ohne es recht zu wissen – zu gebannt ist dein Blick von der sich darbietenden Maschinerie. Mit jedem Schritt näher offenbaren sich mehr Details, immer mehr und kleinere Räder, Stangen, Schrauben, einem gigantischen, unendlich kompliziertem Uhrwerk gleich. Nichts scheint völlig in Ruhe zu sein.

Plötzlich – ein Räderwerk gerät surrend in Bewegung, eine eben noch verborgene Tür öffnet sich vor Dir mit leisem Zischen.

 

Du zuckst zurück, doch eine ruhige Stimme ertönt in Deinem Kopf. “Tritt ein, mein Freund! Dies ist mein Heim. Dies ist das Mechanotronikum.”

 

 


 

Begonnen hat diese kleine Seite eigentlich als eine spontane Huldigung an einen guten Bekannten… mittlerweile sind die 10 Jahre voll… die Zeit vergeht.