Nutella-Reverse-Engineering Teil 3

Es ist vollbracht: mein persönlicher Sweet-Spot liegt bei 7,5 bis 8g Kakao auf ein 450g-Glas.

In der Mikrowelle gut handwarm machen und dann den Kakao ungefähr fünf Minuten lang gut einrühren. Dann ab in den Kühlschrank, damit die Soße wieder fest wird.

Hurra, es gibt wieder richtiges Nutella im Haus :-)


Nur mal eben schnell formatieren…

Seine alte Festplatte so richtig plattmachen kann man ja bekanntermaßen nur mit einem Low-Level-Format.

Üblicherweise holt man sich dazu das entsprechende Programm des Herstellers, in des Meisters Fall wären das die SeaChest-Utilities von Seagate.

Also gut, heruntergeladen und angefangen.

Als erstes ist das RAID auseinanderzupflücken, das geht – danke, Intel – mittlerweile nur noch über das Boot-BIOS des Raid-Controllers und nicht mehr in der Software.

Dann erstellt man einen bootfähigen USB-Stick mit den Tools drauf – nur um beim nächsten Boot herauszufinden, daß der nun leider… naja, nicht bootet. Das auf dem Stick befindliche Mini-Linux ist sich offenbar für ein zehn Jahre altes BIOS zu fein; auch das komplette Deaktivieren des angeblich von Linux nicht besonders geschätzten Intel-Raidcontrollers und Umstellen des Systems auf AHCI nutzt da wenig. Aber in den Untiefen des just erstellten Linux-USB-Sticks findet sich ja ein Ordner mit einem Windows-Installationsprogramm für die benötigte Software… also einmal installieren. Halt, wir haben ja das BIOS auf AHCI umgestellt, also müssen wir erstmal Windows wieder zur Arbeit überreden….

Zwei Reboots später liest man sich in die etwas obskuren Optionen der Kommandozeilen-Tools ein und entdeckt, daß man bei SATA-Festplatten mitnichten “Seachest-Format”, sondern “Seachest-Erase” nehmen möge.

Das tut man dann auch, findet mit dem ersten Kommandozeilenparameter (Kommandozeile mit Adminrechten natürlich, sonst gibt es nur eine “geht nicht”-Meldung) die Festplatte, merkt sich die programminterne ID, startet das Programm erneut mit einem anderen Parameter, um die Bereitschaft der Festplatte abzufragen, kriegt ein “ready” zurück und startet dann schlußendlich das Programm mit dem dritten Parameter, um die Platte zu formatieren.

Man erhält einen netten Hinweis, man möge doch bitte noch einen kleinen handlichen Parameter anzuhängen, ich zitiere: “–confirm I-understand-this-command-will-erase-all-data-on-the-drive” .

Das tut man nun, vertippt sich dabei, tut es nochmal, hofft das beste – und stellt fest, daß – natürlich – Windows noch auf der Platte rumfuhrwerkt. Also die Datenträgerverwaltung öffnen und der Platte ihren Laufwerksbuchstaben klauen. Neu starten, mal wieder.

Nächster Anlauf, alles von vorne… und man bekommt die Meldung, daß die Platte leider “frozen” sei.

Man sucht in der Textdatei mit der Dokumentation: ah, das BIOS des PC tut das. Das müsse man abschalten, sonst könne man nicht Low-Level-formatieren. Zu diesem Behufe suche man im BIOS nach der passenden Einstellung – oder klemme bei laufendem PC mal eben den Strom von der Festplatte ab, warte ein wenig und stecke sie wieder an. Prüfen könne man den Erfolg mit dem Kommandozeilenparameter “–deviceInfo” (case sensitive nebenbei).

Reboot. Das BIOS gibt nichts her. Gut, dann halt Methode zwei, es ist ja nur der alte PC… neuer Reboot, Kiste aufmachen, Stecker ziehen, beten, einstecken… nein. Bringt leider ebensowenig.

Aber wir haben ja noch diesen komischen JMicron-SATA-Controller auf dem Board drauf. Ist der vielleicht mal zu was gut? Kiste wieder auf, Mainboardhandbuch aus der Kiste gekramt, Platte umgesteckt und im BIOS den Controller aktiviert. Windows braucht wenigstens keinen Extra-Treiber, danke.

Wieder mal die Kommandozeile und das Seagate-Tool: super, jetzt erkennt diese Software die Festplatte nicht mehr (Windows dagegen schon).

Also nochmal umstecken und neu booten: der Festplatte gehts prächtig, nur “frozen” ist sie immer noch.

Suche im Netz: da gibt es noch ein Tool namens “HDD Low Level Format” von irgendeinem Bastler namens “HDDGuru”. Seit 2013 nicht mehr aktualisiert. Egal. Probieren wir das mal, der Schrott von Seagate tut ja offensichtlich nicht.

Das Progrämmchen findet die Platte, beschwert sich nicht, spuckt aber beim Formatieren lauter Fehler aus… nee, das taugt nicht. Vielleicht dieses “Frozen”…?

Wieder den Computer aus und die Platte an den JMicron-Controller angesteckt.

Reboot, “HDD Low Level Format” starten, Platte auswählen – und Zeichen und Wunder, die Sau formatiert sich endlich! Drei Stunden später ist sie dann auch fertig, die kostenlose Version des Programms ist in der Geschindigkeit limitiert.

… und da wundert man sich, warum selbst auf gebrauchten Firmen-PCs ständig noch alte Daten auf den Festplatten zu finden sind… erkläre mir mal einer, wie der durchschnittlich unfähige Sysadmin oder gar ein Heimanwender sowas gebacken kriegen soll!


Fehler “Dieses Laufwerk wird nicht unterstützt” bei Samsung Magician

Nachdem man dazu im Netz viel findet, aber nichts, was beim Meister irgendwas brachte, hier noch ein Tip an den suchenden und fluchenden Samsung-SSD-Besitzer:

Man gucke mal nach, ob irgendeine Firewall dem Samsung Magician den Zugriff auf die URL btms.samsungsemi.com verweigert. Das Programm prüft offenbar mindestens einmal bei Samsung nach, ob die installierte SSD von denen als legitim eingestuft wird. – und wenn das nicht klappt, gibts den besagten Fehler.


Oh, Ihr Programmierer da draußen…

… kann nicht mal irgendwer eine neue Version von wFortune machen? Das Programm ist mittlerweile 22 Jahre alt und, ähm… etwas zäh unter Windows 10 zum Laufen zu kriegen.

Aber es ist tatsächlich immer noch die beste Umsetzung der Linux-Fortunes – winzig klein, einfach nur ein Button mit nix drumherum, auf dem das Fortune steht. Egal, wo man draufklickt, es gibt entweder ein zweites Fortune (Rechtsklick) oder das Programm schließt sich einfach (Linksklick). Die Größe paßt sich jedesmal automatisch dem Text an.

Oh, Ihr Programmierer da draußen...

Bei allen anderen derartigen Progrämmchen hatte man viel nutzlosen Fensterrahmen und muß(te) dann wahlweise den “Neues Fortune”- oder den “Schließen”-Knopf anvisieren und klicken. Einige besonders tolle Programme haben nicht mal die Fenstergröße an die Textlänge angepaßt, so daß man auch noch reinklicken und scrollen mußte…

Ich weiß, sich beim Computerstart einen dummen Spruch aus einer Textdatei heraus anzeigen zu lassen, ist offenbar etwas aus der Zeit gefallen. Aber ich will es haben, und nach einmal mit dem Process Explorer herumpopeln habe ich auch die fehlenden DLLs (zweimal Visual Basic 5, einmal eine vom Programm selbst) gefunden und manuell ergänzt. Die Installationsroutine hat ja schon unter Windows 7 nicht mehr funktioniert…


Brummnuppel adé

Sehr schön.

Nach einigem Hin- und Herüberlegen steht hier nun ein Streacom DB4, wo gerade ein neuer Computer hineingewachsen ist. Ohne körperschallabsorbierende Bitumenmatten, ohne ungezählte Lüfter mit schalloptimierten Propellern und nur 0,1 Sone, ohne vibrationsentkoppelnde Silikonnuppel, ohne hineingequetschte Towerkühler mit noch mehr leisen Lüftern, die in der Summe dann doch wieder rauschen, regelmäßig von Staub befreit werden wollen, und so weiter…

Genauer gesagt: ohne einen einzigen Lüfter. Und ohne irgendwas sonst, was sich bewegt und damit Radau macht. Vom Bios-Piep beim Booten abgesehen tut der Würfel einfach nichts, außer Elektronen durch die Gegend zu jagen. Was nebenbei sowohl der Ryzen 2600 als auch die Geforce GTX 1650 in einer auch zum gelegentlichen Zocken vollkommen ausreichenden Geschwindigkeit machen.

Es hat ziemlich genau sechsundzwanzig Jahre gedauert, um diesen Zustand wieder zu erreichen, seitdem der Meister seinem bis dato von gelegentlichem Geratter des Diskettenlaufwerks abgesehen lautlosen Atari ST eine Heulboje namens “Megafile 30” zur Seite gestellt hat.

Details gefällig? Bitte sehr:


Seltsam…

… Momentan jedenfalls bei wirklich jeder Bestellung des Meisters im Netz der Wurm drin. Ich zähle einfach mal das auf, was in den letzten sechs Wochen hier bestellt wurde:

  • Zaun bestellt: Lieferung kommt unvollständig an, Nachlieferung der fehlenden Teile dauert fünf Wochen.
  • Teile für den Sonnenschirm bestellt: teilweise Falschlieferung, Nachlieferung dauert eine Woche.
  • Gehäuse für den neuen Computer bestellt: da ist mal nix passiert.
  • Innenleben für den neuen Computer bestellt: Speicher defekt geliefert. Zurückgeschickt und…
  • anderen Speicher für den neuen Computer bestellt: Paket wird irrtümlich statt des reklamierten Speichers (der aus Versehen ausgetauscht statt erstattet wurde) vom Händler zurückgerufen. Ich warte noch auf die Ersatzlieferung.
  • mal ein passendes Netzkabel und einen kleinen Tisch für den Rechner bestellt: zur Abwechslung problemlos.
  • Filament für den 3D-Drucker: ebenfalls problemlos.
  • Nochmal neuer PC: Kühlkörper für die Passivkühlung vom Chipsatz bestellt: Lieferung unvollständig.
  • Und dann waren da noch die beiden Hüllen für unsere Sonnenschirme: Lieferung unvollständig.

Es steht also sechs zu drei für “schiefgelaufen”. Wenn man mal einrechnet, daß der Meister in den letzten zehn Jahren zusammengenommen nicht so viele Probleme bei Bestellungen hatte, ist diese Häufung schon… irritierend.

Isses jetzt – 22 Jahre zu spät – soweit und die Caponier machen die ganzen Versandhandelsleute doof?


Ab in den Müll

ICE 5 Wärmeleitpaste ist ein ausgesprochener Rotz. Keine Ahnung, was für einen Schleifscheibenstaub die da reingerührt haben, aber der Kram ist grobkörnig und kratzt regelrechte Riefen in Alu und Kupfer.

Nur um das mal festzuhalten. Also saubermachen und mit Arctic MX-4 nochmal von vorn…


Kurz vorm Klo in die Hose… (Update)

Eigentlich ist das “The First” von Monsterlabo das perfekte Gehäuse für einen echt lautlosen Computer. Frißt dicke Grafikkarten, der Ryzen 2600 ist eh kein Problem – und das alles vollständig passiv gekühlt. Der etwas fusslige Zusammenbau ist aus des Meisters Sicht auch kein Hindernis – man muß sich halt (wie auch beim Streacom DB4, das aber deutlich beschränkter in seinen Kühlfähigkeiten ist) trauen, seine Grafikkarte von ihrem Lüfter und Kühlkörper zu befreien.

Nur ganz am Ende hat der Designer tief und fest geschlafen: die Anschlußplatte vom Mainboard und der Grafikkarte ist nicht zugänglich, daher hat er ein separates Backplate eingebaut, an das man nach Bedarf Stecker mit kurzen Kabeln als Verlängerung montieren kann.

Und zwar fünf Stück.

Mal zusammengezählt, was so an einem PC hängt:

  • 1-2 Monitore
  • mindestens ein Klinkenstecker für die Lautsprecher, gern auch mal drei bei Surround
  • ein Netzwerkkabel oder eine WLAN-Antenne
  • zwei USB-Kabel (oder für die harten Fälle auch noch PS/2) für Maus und Tastatur
  • und dann… sagen wir mal ein bis zwei USB-Geräte, vielleicht eine externe Platte am USB 3.1 und ein Kartenleser. Eventuell auch mehr – selbst ITX Mainboards haben ja sechs USB-Ports hinten.

In der Summe so sechs bis zehn oder mehr Stecker.

Scheiße!

Update: Eine Info vom Hersteller macht die Sache klarer – der Vorteil solcher kleinen Bastelbuden, man schreibt eine Email und der Konstrukteur antwortet höchstselbst. Das Backpanel ist 3D-gedruckt und der Hersteller hat die Daten auf Thingiverse bereitgestellt. Prima, das kann ich zuhause.

So weit, so gut – jetzt muß sich der Meister nur entscheiden, ob das hübschere Gehäuse gewinnt oder das mit der leistungsfähigeren Kühlung… die Qual der Wahl…


To Linux or not to Linux…?

Hm. Jetzt wollte der Meister doch – angeregt durch einen Bericht in der c’t – nach langen Jahren mal wieder ein Linux auf dem Desktop ausprobieren. Windows läuft und wird dank Firewall recht erfolgreich von Blödsinn abgehalten, aber es nervt einfach, daß man immer wieder Gedanken an Heimtelefonierheimsuchungen verschwenden muß. Und angeblich sollen Wine und Co ja mittlerweile ganz toll sein…

Nur was tut man, wenn man man das zum Ausprobieren und für die Installation notwendige Livesystem einfach nicht gebootet kriegt? Egal, ob von USB oder DVD, weder Linux Mint noch Elementary haben ganz offensichtlich Lust auf das brave alte P7P55D und schießen sich scheinbar jedesmal selbst ab:

  • beim Boot von CD ist die letzte Nachricht die Meldung, daß ein CD-Brenner gefunden wurde
  • beim Boot von USB findet das System als letztes den USB-Port, an dem es dransteckt

Keine Fehlermeldung, kein Hinweis, kein garnix. Bleibt einfach stehen, da kommt doch gleich Freude auf. Blindlings anhand der Hilfe auf der Website ausprobierte Flags wie “nomodeset”, “noacpi”, “noapic” und “irqpoll” bringen ebenso nix. Aus dem Stegreif war auch in den Bios-Einstellungen nix sinnvolles zu finden.

Mal sehen, ob Manjaro oder Debian eher was hinkriegen, was man zumindest als “bootfähig” bezeichnen könnte…

Edit: nein, und nein. Debian bleibt mal nach dem Erkennen der eingebauten Platte stehen, mal nach dem CDROM, mal irgendwo anders.

Fazit: Linux kann meine Kiste einfach nicht leiden, scheints. Was dabei irritiert, ist der kommentarlose und wenigstens bei Debian scheinbar zufällige Hänger. Irgendwo will das System mehr von der Hardware als Windoof – und wenns der Strom vom Netzteil ist…


Oh, bitte mehr

Natürlich gibt es auch eine Petition gegen die von militanten Feministen vorangetriebene Vergewaltigung der Sprache durch verneutralte Wortschöpfungen, großgeschriebene “I”s mitten im Wort oder Sternchen mit reiner Nutzung der weiblichen Form, und dank Deutschlandfunk habe ich sie gefunden:

https://vds-ev.de/gegenwartsdeutsch/gendersprache/gendersprache-unterschriften/schluss-mit-dem-gender-unfug

Sollten derlei Wortmurkeleien hier jemals aus des Meisters Feder ernstgemeint auftauchen, bitte ich um Notschlachtung. Mein Duden von 1991 (der letzte, von der Rechtschreibreformreformreformreform…etc unbeschädigte) ist mir heilig.

Bis dahin gilt aber: Selten habe ich eine Petition schneller unterschrieben als diese. Die brauchen noch viel mehr Unterschriften!