Euch gehts zu gut…

Was für ein himmelschreiender Quatsch: Kanadas Ministerpräsident wird angekackt und sieht sich zu einer Entschuldigung genötigt, weil er auf einer Kostümparty einen Mohren dargestellt hat, komplett mit dunkel geschminktem Gesicht. Konkret war es wohl eine “Aladdin mit der Wunderlampe”-Verkleidung. Vor 20 Jahren. Und selbst die Tagesschau berichtet über den Unfug. Davon, daß er in dieser Verkleidung irgendjemanden verunglimpft habe, ist nirgendwo die Rede.

Mal ernsthaft: müssen sich jetzt auch sämtliche Schwarzafrikaner dafür in den Nachrichten entschuldigen, wenn sie sich bei irgendwelchen Feiern oder Stammesriten die Gesichter weiß schminken??

Des Meisters Meinung: wer sich über sowas aufregt, der hat ganz offensichtlich nichts besseres zu tun – und sorgt höchstens dafür, daß rechte Parteien einen Thema mehr für den Wahlkampf haben.


Das wär doch mal was!

Nachdem dank ZDF erfolgreich das letzte dünne bißchen leuchtendblauen Lacks von der tiefbraunen Fäkalöffnung der AfD runtergekratzt ist, kommentiert die Welt: “Hitler-Erben verklagen Höcke wegen Urheberrechtsverletzung“.

Mensch, das wär doch zur Abwechslung mal eine sinnvolle Nutzung des dämlichen Urheberrechts, wenn man dem Typen damit das Maul stopfen könnte! Leider aber nur Satire.

Und in Finnland üben sie sich im Heavy-Metal-Stricken, woran man mal wieder sieht, daß die Finnen erstens kreativ im Erdenken seltsamer Sportarten und zweitens ziemlich schmerzbefreit sind…


Die Tücken von PSD2…

… werden dann offenbar, wenn sich die Verwandtschaft aus Mittelamerika meldet und rumflucht, daß ihr Onlinebanking plötzlich “komische Dinge” wissen will.

Daß die Hinweismails (“da war so ne Nachricht… “) nicht verstanden bzw. als unnützer Kram, der nur in Deutschland lebende Personen betrifft, betrachtet und gelöscht werden (“…die haben da was von SMS und Europa gefaselt, da dachte ich, das betrifft mich doch eh nicht”).und dann zusätzlich noch die HinweisBRIEFE bei der für ihre Professionalität ja weithin bekannten guatemaltekischen Post versumpfen, daran hat wohl weder die Bank noch die EU gedacht :-)

Jetzt stellt sich nur die Frage, wie der Meister einen TAN-Generator da rüberbringt. Hinschießen klappt jedenfalls nicht, das hält das Gerät nicht aus. Wobei, das bißchen Elektroschrott in Nordafrika fällt auch nicht mehr auf, solang es keinem auf den Kopf fällt…


Plöt.

Grmbl, das hier klingt nach einer ziemlich bösen Lücke in iOS. Dann werde ich mein gutes iOS 10 und die noch vorhandenen 32Bit-Apps (64 Stück zufälligerweise, haha…) nun wohl doch entweder einstampfen oder dem SE und dem iPad endgültig den Zugang ins Internet verwehren müssen… -.- schade drum.


Adios, Krautreporter.

Schade. 2014 sah das echt gut aus. Leider sind die Jungs aus meiner persönlichen Sicht über die Jahre immer “unleserlicher” geworden:

Erst eine neue Website, die bar jeder Chronologie  die Texte ausschließlich nach Themengruppen sortiert, so daß man sich mühevoll durchwühlen muß, wenn man einfach mal gucken will was es denn neues gibt.

Dann die Anmeldepflicht, bevor man überhaupt mal etwas sinnvolles zu sehen bekommt. In den ersten Jahren nach der Gründung hatte ich die Krautreporter-Startseite dauerhaft im Browser offen, habe immer dann, wenn ich Lust und Laune hatte, mal durch die chronologische Liste mit den Artikeln durchgescrollt. Wenn ich was gefunden habe, was mich interessiert hat, habe ich den Teaser gelesen, mich dann angemeldet und den Rest des Artikels gelesen.
Die aktuelle Website von Krautreporter verhindert diese Leseweise leider äußerst effizient. Seitdem finde ich neue interessante Artikel nur noch über den Wochenpost-Newsletter oder die täglichen Nachrichten von einem der Autoren – und wenn ich dann gerade keine Zeit habe, direkt den Artikel zu öffnen, finde ich sie nur nach Wühlerei in meinen alten Emails, meist jedoch gar nicht mehr. Ganz ehrlich: das nervt ziemlich.

Den letzten Schubs zum Klick auf “Kündigen” hat dann aber Herrn Fahrenbachs heute in seinem Newsletter eingeführte geschlechtsneutrale Sprache gegeben. Bisher tauchte dieser Blödsinn nur in dem einen oder anderen Artikel auf. Da konnte man drüber weggehen: kurz den Brechreiz unterdrückt, Artikel nicht weitergelesen und zugemacht, fertig.
Dieser Newsletter ersetzt nun aber aber leider eine vernünftige Website… Da ich meine Ansicht zu dieser Sprachvergewaltigung selber niemals so gut in Worte fassen könnte, verweise ich einfach auf die TAZ: https://taz.de/Die-Wahrheit/!5584001/
Des Meisters Fazit dazu: ich will Texte verdammt nochmal lesen können. Und dazu gehört für mich, daß ich sie zum einen schnell und unkompliziert finde und zum anderen flüssig erfassen kann und nicht über Doppelpunkte, Sternchen und vollkommen unnötige Wortanhängsel stolpere. Denn wenn ich das tue, habe ich ganz schnell keine Lust mehr weiterzulesen.

Und deswegen fliegt jede Zeitschrift oder digitale Publikation raus, die mir mit dem Genderquatsch zu sehr auf die Nerven geht. Warum man in jedem Text die Sprache wie in einem Hochschulfachschafts-Frauengruppenpamphlet der Neunziger vergewaltigen muß, ist mir schleierhaft. Für mich zählen diesbezüglich die eigenen Überzeugungen und Taten – und nicht das Feigenblatt des nutzlosen Verschwurbelns der deutschen Sprache.

Gibt es eigentlich überhaupt irgendein anderes Land, das diesen Blödsinn macht?


Lineage ist wieder aktuell

Nun hat der Meister doch mal seine (fast) entgoogelte Googlegurke auf den neuesten Stand gebracht. Das ganze lief erstaunlich glatt – bei all dem, was man so an “alles Scheiße” über Android-Upgrades hört:

  • Erstmal mit Titanium Backup nochmal alles gesichert – man weiß ja nie…
  • Dann Zeug heruntergeladen:
  • Lineage, die beiden Addons und das TWRP-Image auf die SD-Karte kopiert, den Recovery-Modus gestartet und TWRP aktualisiert
  • Dann den Ordnerinhalt der heruntergeladenen Firmware gemäß der Anleitung auf der LineageOS-Seite aufgeräumt und Newflasher in den Ordner kopiert
  • Das Handy im Flashmodus an den Rechner gehängt und die Firmwaredaten mit Newflasher draufgeladen
  • abgehängt, den Recovery-Modus wieder gestartet und nacheinander Lineage, die OpenGApps und das Root-Addon installiert
  • neu gebootet – das wars. Alles da, alles läuft. Als Abschluß dem Programmierer via Blähpal noch einen kleinen Dank geschickt.

Nicht so sehr Plug&Play wie beim Eifon, aber für ein von einigen unermüdlichen Programmierern in Freizeit angepaßtes System echt schmerzlos. Sehr schön.


Favattic-Bookmarks nach Shaarli umziehen

Der Meister schrob ja kürzlich vom Ärger mit seinem bisherigen Bookmarkmanager (Favattic) und dem selbstgehosteten Ersatz, Shaarli.

Das Teil ist klein, das Teil ist schnell (selbst auf einem Raspi), das Teil ist zumindest gemäß den ersten Basteleien nach zuverlässig. Prima. Es braucht nur einen beliebigen Webserver mit PHP-Unterstützung.

Bei der Migration allerdings taten sich natürlich ein paar Probleme auf. Favattic exportiert ein HTML-File im guten alten Netscape-Bookmark-Format, Shaarli importiert ein ebensolches. Klingt gut, trotzdem klappts nicht, weil Favattic sich nur sehr ungefähr an die Spezifikation zu halten scheint.

Hier steht nun, wie man das wieder geradebiegt.


Wie der Mann mit Hut

Homo Sapiens Rattus rattus doofnus. Unglaublich, wie sehr sich die beiden ähneln.

Einst, im Studium, gab es da einen Martin.

Martin hatte für Kleidung etwa so viel Sinn wie ein Granitblock und trug vermutlich die langen Unterhosen seines Vaters auf (auf Parties, wo man in einer Turnhalle pennt, kriegt man derlei zwangsläufig zu sehen – und ein fröhliches 70er-Jahre-Mittelblau war auch in den späten 90ern eher als Unfall denn als gewollt einzustufen). Pulli und Brille paßten zudem präzise zu dem von Dieter Krebs verkörperten Namensvetter. Nur in diesem Fall gekrönt von einem mittelbraunen Cowboyhut.

Martin war… keineswegs doof, gleichzeitig aber unbeschreiblich dämlich. Einmal mußte er eine die Belegung eines Flachbandkabelsteckers (sowas wie die alten breiten Festplattenkabel) umkehren. Der normale Mensch montiert den Stecker dazu einfach umgedreht ans Kabel und fertig. Martin bastelte sich einen Adapter aus… waren es vier Stecker und Buchsen oder doch sechs?

Martins Hirngetriebe… klemmte dann und wann einfach. Man saß zusammen, hatte ein Gesprächsthema, wechselte zum nächsten, und fünf Minuten angeregter Unterhaltung später sagt Martin (der bis dato den Eindruck machte, als würde er das Gespräch angeregt verfolgen)… irgendwas. Verwirrte Blicke, bis irgendwer drauf kommt, das dieser Einwurf zum Themenblock gehört, der längst abgehakt ist.

Martin hatte ein unbeschreibliches Talent, langatmig um sein Ziel herumzupalavern. Keine Ahnung, ob er sich gern reden hörte oder ob er einfach Hirnklemmer mitten im Satz durch rhetorische Warteschleifen zu übertünchen versuchte, so à la “Mund zu Hirn: wo bleibt der Rest vom Gedanken? – Hirn zu Mund: Grad keine Kapazität frei, warte! – Mund zu Hirn: Aber mir hören Leute zu, ich bin mitten im Satz! – Hirn zu Mund: Egal, Du wartest, bis Du an der Reihe bist! Hier sind solange ein paar Füllworte…”

“Martin! Komm zum Punkt!!” war eine der häufigsten Reaktionen.

Dafür hatte Martin manchmal die Zieltreue eines vollen Öltankers. Nein, so dick war er nicht, aber wenn er ein Ziel hatte, steuerte er umbeirrt drauflos. Nicht schnell, nicht effizient, aber: Kurs gesetzt, Kurs bleibt. Da komme, was wolle – egal, ob das Ziel da war, ob es längst weg war, oder ob das Ziel aktiv signalisierte, daß man doch bitte verdammt noch eins seinen Kurs ändern möge: der Kurs blieb.

Leider auch bei Frauen, womit er sich nachhaltig zum Vergleichsobjekt für äußersten sexuellen Notstand machte… umso schlimmer, daß er eigentlich lieb, stets hilfsbereit ind bemüht war.

Tja, zurück in die Gegenwart. Und plötzlich findet hier ein Ratterich seinen Weg in unseren Käfig. Er ist fast genauso mittelbraun wie der Hut, genauso voll von zuneigungsvoller Aufdringlichkeit, zudem zwar nicht kleidungsbehindert, dafür aber ein kleines Ferkel (zum Kacken aufstehen? Wozu?) und damit genauso beliebt bei den Artgenossen. Er ist halt da und geht einfach nicht weg, also toleriert man ihn – aber nur soweit notwendig.

Da fragt man sich schon, ob da irgendwo vor Äonen mal gemeinsame Vorfahren im Spiel waren…


Dascha dreist.

$mylady wütet ja gern im Garten – der Meister beschränkt sich da eher aufs Essen der daraus entstehenden Produkte.

Jedenfalls frißt das Grünzeug ausreichend viel Wasser, daß da wohl über kurz oder lang ein Mensch mit einem dicken Bohrer kommt und uns einen Brunnen in die Erde schafft.

Soweit, so gut. Interessant wird es dann, wenn man das von der Tiefbrunnenpumpe herbeigeschaffte Wasser verteilen will; hierzu beglücken einen die entsprechenden Hersteller mit unterschiedlichen Steuergeräten, Ventilen, Sprühdüsen und sonsten wasserleitenden oder -spuckenden Heimgärtnerdevotionalien – da muß man sich erst mal einarbeiten.

Und dann kam offenbar auch irgendwer auf eine glorreiche Idee: wenn ich da ein Steuergerät habe, das mir programmgesteuert irgendwelche 24V-Ventilausgänge schaltet, dann kann ich doch auch so einen Ventilausgang dazu benutzen, um die Pumpe anzuwerfen – und mir damit den nervigen Druckschalter (der dann wieder ein Ausgleichsgefäß braucht…) sparen!

Gute Idee, recht einfach umzusetzen. Man braucht dafür ein 24V-Leistungsrelais, das die ein- bis zweitausend Watt der Pumpe schalten kann, ein paar Dioden (damit auf den 24V Wechselspannung Gleichpannung werden, und als Freilaufdiode) und eine Kiste mit zwei Kabeldurchführungen, in die man es einbaut. Wenn man es sicher haben will, noch einen Varistor für den Ausgang – nachdem die Pumpe aber eh eine eigene Elektronik hat, ist das nicht mal zwingend nötig. Bei der Elektronikapotheke mit dem blauen “C” ist man da (inklusive IP67-Gehäuse sowie gutem und völlig überdimensioniertem Finder-Relais für 7,5kW Schaltleistung) mit guten 25€ dabei. Für Firmen mit Fertigungsstückzahlen deutlich über 100 wäre das ein Drittel bis die Hälfte – allerhöchstens.

Und nun sehe man sich mal an, was Hunter für so ein Scheißrelais will!

Da bastele ich eindeutig lieber.


Genau. Super.

Jetzt weiß ich wieder, warum ich der Regel “nur das, was auf MEINER Festplatte ist, ist sicher” folge:

In der Klaut hat(te) der Meister nur zwei Dinge: zum einen Posteo für Kalender, Adressen und Emails, und als Bookmarkmanager Favattic – es hat schon einen gewissen Komfort, wenn man ohne Tamtam auf allen Geräten auf dieselben Bookmarks zugreifen kann.

Das lief auch die letzten knapp drei Jahre völlig problemlos mit annähernd 100% Erreichbarkeit.

Bis letzte Woche. Seitdem kann man sich bei Favattic ohne Vorwarnung nicht mehr einloggen. Und nach einiger Suche habe ich im Impressum der Website ein kleines “i.L.” hinter dem Firmennamen gefunden. In Liquidation…

Also habe ich einen wunderschönen Abend damit verbracht, das Backup vom letzten Jahr herauszukramen und anhand des (hurra, mit auf den neune PC umgezogenen) Browserverlaufs einigermaßen auf den aktuellen Stand zu bringen.

Hättet Ihr Vollpfosten nicht mal den Kunden Bescheid sagen können, bevor Ihr den Server abdreht und Euch zum Sterben hinlegt?!

Falls jemand einen kleinen Bookmarkmanager für den Raspi kennt: bitte melden.

Edit:

  • Zum einen hat sich der Programmierer von Favattic auf meine Email gemeldet – sie seien durchaus noch nicht tot, hätten aber massive Probleme mit ihrem Hoster… hm. Danke, aber nachdem diese Probleme nun seit über einer Woche zu einem vollständigen Ausfall des Services führen, fragt man sich ein wenig, wie viele Nutzer Favattic danach noch haben wird…
  • zweitens scheint der Meister nun doch nicht ganz so allein zu sein – eine Suche hat eine Seite zutage gebracht, wo mehrere Bookmark-Services gelistet werden, die zum Selbst-Hosten taugen. Am besten gefällt mir Geekmark, die unterstützen bisher aber nur Chrome und das wars. xBrowsersync ist ne nette Idee, die aber für jeden Browser angepaßte Plugins benötigt, daher… nein. Also Shaarli, das sieht (mit Ausnahme der nicht vorhandenen Unterstützung für hierarchische Tags) ziemlich gut aus und hat sogar dasselbe Bookmark-Backup-Format wie Favattic. Jetzt muß ich es nur noch zum Laufen kriegen und pi.hole dabei am Leben lassen… wie ging das nochmal mit Docker, TM? :o)

Edit die zweite: Seit heute (31.7.) läuft Favattic wieder. Mein Shaarli auf dem Raspi aber auch… Also sichern, aufräumen, umziehen :-)