Zeug mit Internetzugang

Wozu zum Teufel braucht [beliebiges Haushaltsgerät hier einfügen] einen Internetzugang und eine App?!

Aktuelles besonders tolles Beispiel bei Heise: ein Standventilator – für knappe 200€. Macht ja auch total viel Sinn, so ein Ding ins Smart Home einzubinden – denn dann kann man es auch von unterwegs einschalten, damit der Goldfisch eine kühle Brise kriegt!

… irgendein Volltrottel kommt bestimmt auf diese oder eine ähnliche Begründung und kauft das Ding.

Ich für mein Teil verweise da nur auf diesen XKCD-Comic


Seltenes Kunstwerk

… ich nenne es: „Vertippt – oder ‚ein Chef sieht rot'“…

shell fehler2

Einen Preissturz von über 60 Cent an der Tanke sieht man nicht alle Tage… und das auch noch für die Autobahntankstellen. Und dank der Preisregel kann Shell auch bis morgen mittag nicht zurück, der Preis ist ja – abseits der üblichen Raststätten-Abzockerei – durchaus im normalen Rahmen… halt nur nicht für die Apotheke namens Shell.

Das war selbst dem Fernsehen eine Meldung wert. X-D


Elikliv EM4K / Tomlov TM4K – Akku loswerden

So schön Lithiumakkus sind – die mittlerweile um sich greifende Unsitte, die Dinger in alle möglichen und unmöglichen Geräte einzubauen, nervt einfach nur. Jeder Akku will regelmäßig gebauchpinselt werden, indem man nach ihm guckt, ihn nicht zu heiß und nicht zu kalt lagert, den Ladestand prüft und ihn ggf. auflädt – aber bitte am besten nicht zu voll. Früher zu Nickel-Cadmium-Zeiten hieß mangelnde Pflege ja einfach „Akku hinüber“. Heutzutage kann das schlimmstenfalls in einen netten Brand ausarten, nachdem gerade Lithiumakkus eine ernsthafte Tiefentladung mit folgendem Wiederaufladen ja mal so gar nicht leiden können.

Neben der Reisemunddusche ist das EM4K bisher des Meisters persönliche Krönung, was gänzlich sinnfreie Akkus angeht – immerhin ist das Ding in der „Flex“-Version ein nicht selber standfähiges, sondern mit einem nicht allzu leichten Auslegerarm an einer Tischplatte fest anzuklemmendes Bildschirmmikroskop, dessen Verwendung in Wald und Zelt mir schleierhaft ist! Vermutlich war die Lithiumzelle einfach billiger als eine vernünftige Spannungsversorgung… Leider funktioniert das Gerät nicht ohne, und es will ihn auch noch im Standby laden können. Also stellt sich die Frage: wie ersetzen wir den?


Warum zur Hölle arbeite ich eigentlich jeden Tag?!

Erkenntnis beim Stöbern im Weblog von Kumi

Mal ganz ehrlich: bei Angeboten wie diesem und diesem hier frage ich mich eben dieses. Man müßte einfach nur dreist genug sein, ein billig abgedrehtes Stück Rundmaterial mit irgendeinem esoterischen Gewäsch zu versehen und für teures Geld anzubieten…

Ich bin einfach zu ehrlich. Kann man sich aber mal merken, falls später die Rente nicht reicht }:-)


Hessenlogo

Na dann… Hessen hat sich zum achzigsten Geburtstag ein neues Logo geschenkt.

Wenn’s schee macht… auch wenn die Frage nach dem Sinn in der Tat berechtigt ist. Vermutlich war es eine Art Sandkastenneid – Schießwech-Holzbein und BaWü haben ein neues Logo, also wollen wir auch eins!

Immerhin ist man nicht dem dortigen Beispiel der „Simplifizierung“ gefolgt. Ohne Hilfe hätte ich beim besten Willen nicht erkannt, daß es sich bei dem zackigen roten Klecks im Logo von SH um ein Nesselblatt handel soll, das ist doch bestenfalls ein stark stilisierter Hummer mit zu vielen Beinen…

Der besoffene Löwe im Alternativvorschlag der Partei hat finde ich aber auch was (auf das Bild klicken, um den Weblogeintrag auf der Website der Partei zu öffnen!):


Das ist ja mal ne fette Henne!

Fund beim Einkauf:

fettehenne

Schon Truthuhn? Doch noch Hinkel? – … Nennen wir es… „Trutel“ ^^


Einfacheres CMS?

So alle paar Jahre komme ich ja wieder auf die Idee, mal zu gucken, ob der fette Otter namens WordPress denn das richtige für diese Seite ist… aber irgendwie hat alles seine Nachteile. Dabei gibt es echt so einiges.

Des Meisters Anspruch an ein CMS für ein Weblog ist

  • vor allem mal eine Art Verwaltung für Bilder und ähnliches, mit der man über den Browser möglichst einfach ein Bild hochladen kann, das dann z.B. automatisch skaliert und bereinigt wird, sowie
  • ein wenigstens leidlich vernünftiger WYSYWYG-Editor, der im Browser läuft und mit dem man einfach dort, wo es einem gerade einfällt, direkt drauflostippen, Bilder in den Text einbinden, einen Post erstellen und ihm einen Go-Live-Zeitpunkt und Kategorien / Schlagwörter / wasauchimmer zuweisen kann. Und zwar egal, ob zuhause oder unterwegs beim Kacken inner Kneipe.

Hinzu kommt dann noch

  • ein taugliches Kommentarsystem,
  • eine Funktion, um Wasserzeichen auf die Bilder zu kriegen,
  • eine Möglichkeit zum Prüfen/Bereinigen verschwundener Links sowie
  • als Wunsch ein wenig Spielkram so à la Zufallszitat des Tages, Liste der gerade meistgelesenen Posts, einen RSS-Feed für das Ich, etc.

Tja. was gibts denn so? Hier mal eine höchst unvollständige Liste dessen, was mir so vor die Füße gekommen ist:

  • CMSimple: antikes, aber immer noch lebendiges System. Hurra, es kann mit Kommentaren umgehen. Der Rest ist aber… „kreativ seltsam“ sagen wir mal, wenn ich mir die Demo so ansehe…
  • Craft: sieht erstmal echt spannend aus. Aber Kommentare entweder via Disqus oder nur gegen Geld? Nö.
  • Drupal: Älter als WordPress, mit mehr Fokus auf Sicherheit, was ja eigentlich gut ist. Kann alles benötigte, aber nach dem, was man so finden kann, sind ausgerechnet Updates ein ziemlicher Krampf. Die sind bei WordPress erfreulich einfach.
  • Grav: ein immer wieder mal als toll erwähntes Flat-File-CMS. Als eines der wenigen mir bekannten dieser Art muß man sich nicht mal mit Markdown herumärgern, es hat wohl direkt einen Editor. Nur kann der leider nicht besonders viel (selbst eine Grafik einbinden klappt nur über Markdown…), und Kommentare sind auch nur gegen Geld möglich.
  • Hugo ist mir zu… naja, unübersichtlich. Eigentlich minimalistisch, aber… Kleines Beispiel: Ab Werk will da alles mit einem Texteditor konfiguriert / erstellt / editiert werden. Danke, nein, auch nicht mit einem Texteditor-Plugin – da kann ich genausogut wie um die Jahrtausendwende Seiten gleich direkt in HTML zusammenbasteln. Alternativ gibt es dann Frontends wie Sitepin, die das ganze auf den ersten Blick durchaus benutzbar machen, aber eben auch wieder Geld kosten und Closed Source sind oder aber andere Seiten wie Github als „Editor“ mißbrauchen.
  • MODx: kann auch als Weblog benutzt werden, ist aber dafür gar nicht gedacht.
  • Processwire: wenn jemand, der von Datenbanken mehr Ahnung hat als ich, so etwas wie hier schreibt, dann lasse ich die Finger von dem Ding. Nicht näher betrachtet.
  • Serendipity: ja, das gibt es immer noch. Und soweit erkennbar leidet die Funktionalität immer noch unter dem Sprung auf die Version 2.0 vor zwölf (!) Jahren, die mich damals zum Wechsel zu WordPress veranlaßt hat…
  • Typo3: Noch mehr „over the top“ als WordPress (ERP-Anbindung beispielsweise…), daher raus.

Mal sehen, was noch so aufpoppt… bisher scheint WordPress aber die beste Wahl zu sein,


Elikliv EM4K / Tomlov TM4K – Teardown und Akku

Nach Monaten (grr….) geht es mit dem Elikliv weiter. Kurz der letzte Stand: Die Optik als solche ging ja nun, nur die Elektronik konnte mich nicht leiden. Das Verkaufspersonal des Hersteller war vordergründig erfreulich unkompliziert. Nach einem Video der Dysfunktionalität – Chinesen mögen offenbar bewegte Bilder – kam erst die Frage nach der vorhandenen Technik (man geht wohl davon aus, daß die Käufer technisch versiert sind) und dann die Bitte, das Mikroskop doch aufzuschrauben und hier mal zu gucken, dort mal die Spannung zu messen, mit der Wärmebildkamera draufzuhalten etc… mit dem Ergebnis „der Prozessor wird zu heiß, da ist was kaputt. Wir senden Ihnen ein neues Board und eine neue Batterie zu.“ Eine sehr angenehme Abwechslung zum hierzulande eigentlich üblichen Vorgehen „jo, da müsse se’s einschigge… dauert dann so sechs bis zehn Wochen…“

Dachte ich. Es war aber nicht das Mainboard im Paket, sondern die I/O-Port-Platine mit dem USB-Stecker. Wie die den Prozessor zum Überhitzen bringen soll, konnte man mir auch nicht erklären… und erst nach wirklich wochenlanger Diskussion (zusätzlich unterbrochen durchs chinesische Neujahrsfest) nebst Vorkasse (das Geld gabs dann wieder zurück, als klar war, daß es wirklich am Mainboard lag) kam dann endlich ein neues Mainboard. Diese kleine Platine macht wohl grob ein Viertel des Gesamtpreises vom Mikroskop aus – das ist denen offensichtlich zu teuer, diese Dinger auf gut Glück zu versenden -.-

Aber gut, besser spät als nie – hier ein ausnahmsweise mal auf Wunsch des Herstellers durchgeführter Teardown.

Das Zerlegen gestaltet sich erfreulicherweise simpel. Erstmal die Aufkleber (Typenschild und den großen schwarzen Aufkleber auf der Rückseite) lösen – Wärme und eine Pinzette helfen, wenn man beide nicht schrotten will. Das darunter liegende Batteriefach zunächst nicht aufschrauben. Die am Gehäuserand sichtbaren Schrauben lösen und das Gehäuse auseinanderhebeln. Nun die beiden Flachkabelverbinder öffnen und dann kann man das Display samt Rahmen abnehmen.

Als erstes grinst einem das Mainboard entgegen – im Endeffekt nach den mir vorliegenden Informationen ziemlich dasselbe wie bei einer Dashcam.

Links oben ist der Stecker für den Kamerachip, rechts daneben das rote und schwarze Kabel führt zu dem kleinen und relativ sinnfreien LED-Ring rund ums Objektiv.

Die Kabel, die rechts im Bild im Schlitz des Mainboards verschwinden, führen zum nachträglich fest reingebastelten Akku – eigentlich war da offensichtlich ein richtiges Batteriefach geplant; die Leiterplatte hat jedenfalls Anschlüsse für die Batteriefachkontakte, die auch im Gehäuse vorgesehen sind.

Rechts oben ist das Kabel zum Bedienpanel und dem – natürlich – Touchregler für den soeben erwähnten LED-Ring, …


Für Tippfaule…

… und weil der Meister selbst dazu neigt, beim Eintippen von „mechanotronikum.de“ auf dem Handy irgendwelchen Murks in der Adreßzeile des Browsers zu produzieren, ist das Mechanotronikum nun auch unter einer kürzeren Adresse zu erreichen: me-m.de

Etwas überraschend, daß man überhaupt noch so kurze URLs kriegt – aber mir solls recht sein :-)


Kuriositäten der Linux-Konsole

Das muß man jetzt nicht verstehen…:

Neulich war $Myladys Rechner dran mit dem Upgrade auf MX Linux 25. Und da muß man an einem Punkt mit Strg-Alt-F-Taste auf eine Konsole wechseln.

Die sah auch erstmal normal aus – bis die Textausgabe den Bildschirm füllte: da verschwand der Cursor am unteren Bildschirmrand… und ward nicht mehr gesehen.

Nach einiger Probiererei folgende Erkenntnis: die Konsole funktionierte, war aber der Ansicht, daß der Bildschirm grob viermal so hoch sei wie er wirklich ist. Nur sind virtuelle Monitore eher schlecht ablesbar… offenbar hatte der Nvidia-Treiber irgendwelchen Mist gebaut, denn mit dem Nouveau-Treiber war alles gut.

Am Ende stellte sich heraus, daß eine Anpassung der Auflösung des GRUB-Bootloaders beim Nvidia-Treiber aus unerfindlichen Gründen auch die Textgröße der Konsole ändert: sobald man die Auflösung des Boot-Bildschirms auf die echte Monitorgröße statt der bei Debian üblichen 1024×768 ändert, ist die Konsole wieder benutzbar.


Und die nächste Futtervermurkelung…

Nutella ist nun schon eine Weile zu süß und will wieder in seinen Originalzustand zurechtgetuned werden – nun gehts in die andere Richtung:

Bis 2022 galt die seit Jahrzehnten gültige Vorschrift „Apfelmus enthält mindestens 16,5% Zucker“ – denn dann schmeckt es. Wer das nicht wollte, konnte sich Apfelmark kaufen.

Nun ist diese Vorgabe geändert worden und mittlerweile kriegt man kaum noch genießbares Apfelmus. Des Meisters Verdacht fällt auf jene Ernährungs-Eiferer, die alle möglichen Großeltern in den Wahnsinn treiben, indem sie den Eltern einreden, daß jegliche Art Kristallzuckerzufuhr des Teufels und zu unterbinden sei.

Aber Honig, oder gar Fructose, Agavendicksaft und ähnlicher Quatsch, das ist ja natürlich und daher dann wieder gesund. Mein Arsch – Zucker ist Zucker!

Und wenn ich Apfelmus essen will, will ich Apfelmus – und keine ungesüßten zermatschten Äpfel. Sonst würde ich ungesüßte zermatschte Äpfel essen!

Auf jeden Fall ist die Lösung dank der vorgegebenen Nährwerttabellen auf dem Etikett zum Glück einfach: man nehme sich z.B. das vermurkste Apfelmus von Sonnen-Bassermann, das früher mit 17…18g Zucker pro 100g sehr lecker schmeckte, nun aber nur noch 14g hat. Also fehlen 3..4g Zucker pro 100g oder leicht abgerundet 10..14g für ein 360g-Glas.

Den Zucker abwiegen, rein damit ins volle Apfelmusglas, kräftig umrühren – und man hat wieder genießbares Apfelmus.

Nervige Öko-Vollhonks!


Nach 80 Jahren freigegeben…

Seit kurzem kann man nachgucken, wer denn so alles in der NSDAP war – das US-Nationalarchiv hat die Akten mit den Mitgliederkarteikarten freigegeben: https://catalog.archives.gov/id/12044361

Durchaus interessant, da mal nach Opa Erich oder Uroma Helene zu buddeln, auch wenn die Suche umständlich ist: man kann einen Namen suchen, kriegt dann die Ergebnisse angezeigt, muß sich dann ein üblicherweise einige tausend Seiten dickes PDF von irgendwas zwischen 150 und 400MB herunterladen und das dann von Hand durchscrollen, da man wohl angesichts des Gemisches aus Schreibmaschinenschrift, herkömmlicher mehr oder weniger unordentlicher Schreibschrift und Sütterlin auf eine Texterkennung verzichtet hat. Immerhin ist die Sache in deutscher Gründlichkeit alphabetisch sortiert.

Zwei (natürlich lang verstorbene) Leute aus meinem Bekanntenkreis habe ich schon gefunden. Einer war wohl sogar so angetan von Hitler, daß er direkt nach der Machtergreifung eingetreten ist. Was trockene Zahlen einem so erzählen können…


Glühlampe 2: Viel Trara für kleines Birnchen

Über kurz oder lang wird für die Sartorius wohl eine neue Lampe fällig werden, da die regelmäßig Arbeit hat, wenn es was für die Ratzen abzuwiegen gilt. Die getunten Fahrradbirnchen da drin kriegt man aber seit Jahrzehnten nicht mehr… überhaupt scheinen selbst normale Fahrradbirnchen selten zu werden. Kein Wunder. Wer will schon mit einer der Funzeln rumfahren, die vor 30 Jahren am Drahtesel Stand der Technik waren – am besten noch mit laut jammerndem Seitenläuferdynamo -, wenn man heute statt elektrischer Dunkelheit aus dem Scheinwerfer dank LEDs ein Licht kriegen kann, das diesen Namen auch verdient?

Bei der Waage will man aber umgekehrt nicht blind werden, wenn man auf die Anzeige guckt. Also heißt es erstmal: rausfinden, wie hell das Birnchen da drin denn ungefähr sein mag.

Nun war der Meister wegen seines ebenfalls glühbelampten Mikroskops ohnehin auf der Suche nach Daten, also machen wir doch direkt weiter. Und bei einer Skala ist es mir auch vollkommen schnurz, ob ich ein homogenes Lichtspektrum kriege oder nicht.

Da gibt es aber ein paar Hindernisse:


Such die Glühlampe…

Zum Geburtstag gab es ausgesprochenen Unsinn: ein altes Mikroskop, richtig schön aus den 60ern, schwarz, mit Magahonikasten und natürlich von Leitz. Feinmechanik vom feinsten, Originalpreis 1965 4617 DM, was inflationsbereinigt so ungefähr 12000 Euronen heute entspricht.

Und selbstverständlich mit der 6V/15W-Glühlampenbeleuchtung, die seinerzeit State of the Art war,

Mikroskoplampen gibts auch heute noch – nur welche paßt? Maßlich gibt es hier zwei nahezu gleiche Typen – die Bezeichnung von Osram, die sich offenbar als Quasistandard durchgesetzt hat, war „8017“ und „8018“. Beide mit BA15d-Sockel, beide mit 6V 15W, beide für Mikroskope, bei bis auf 2mm Länge identisch. Nur der Glühfaden sieht anders aus.

Die (von bei einem Händler in Kapstadt als PDF gekaufte, andere Quellen waren nicht zu finden) Bedienungsanleitung schweigt sich zum Typ der Lampe aus. Da half also nur eine kleine Odyssee durchs Netz, ausgehend von der „Preisliste Laboratoriumsmikroskop LABORLUX“ von 1965, die dem guten Stück auf Papier beilag. Demnach hat die Glühlampe das Bestellwort „LINOP“. Nun hat Leitz diese Bestellworte zwei Jahre später in Bestellnummern geändert… und natürlich findet man erstere nicht in den gängigen Listen der Anbieter von Spezialglühlampen.

Nach etwas Suche hilft eine Preisliste von Leitz USA von 1967 weiter, die auf einer kanadischen Geologenwebsite liegt: die sagt schon mal, daß das Bestellwort „LINOP“ seinerzeit in die Leitz-Bestellnummer 500-012 geändert wurde. Also suchen wir doch mal nach „500-012 Lampe“. Finden tut man damit aber immer noch nichts. Also weitersuchen und -finden…

… diesmal bei einem von pdfcoffee.com eingesammelten portugiesischen Katalog: „ML7749 Lamp. Microscope WILD 6V 15W BA15D 38-00-29-9020 Zeiss, 38-29-9020 Zeiss, 166-324/6V/15W LEITZ-LEICA 166-324/6VOLT/15WATT WILD, 166-324 USHIO, 166-324 WILD 500-012/6V/15W LEITZ-LEICA, 500-012 USHIO“

Damit haben wir schon mal zwei Alternativnummern: Leitz/Wild 166-324 und Zeiss 38-00-29-9020. Und mit denen findet man dann auch raus, daß das gesuchte Objekt eine Osram 8018 ist, die auch von Philips als 13347W verkauft wurde. Und letztere findet man – handgefertigt von Dr. Fischer, die 2010 die Produktion von Philips übernommen haben – sogar noch zu leidlich akzeptablen Preisen von knapp 15€ – aber nur, wenn man sucht: manch ein Händler ruft für eine dieser Lampen allen Ernstes fast 60€ auf.

Bingo :-)

Ohne Internet wäre das spaßig geworden, nachdem Leica als Nachfolgeunternehmen von Leitz nach eigener Aussage keinerlei Unterlagen mehr aus Leitz-Zeiten besitzt.


Na endlich!

Seitdem der Meister dieses Weblog betreibt, fehlt eine Kleinigkeit: irgendwelche verlinkten Seiten automatisch zu sichern – egal ob das nun im Internet Archive, im Ghostarchive oder doch beim (Update 22.2.26: seit kurzen leider berechtigterweise verrufenen) Archive.today passiert. Viele Seiten sind zwar lange vorhanden, aber als zum Beispiel das Ich ohne Vorwarnung seinen Hugo ermordete, war das doch ein wenig schade.

Jetzt hat das Internet Archive aber endlich ein Plugin rausgebracht, das eben dieses tut. Direkt mal installiert :-)


Meinen widerwilligen Respekt…

… dem Arschloch, das das Gehäuse des Braun Silk-épil xelle von $mylady konstruiert hat. (Das Ding mußte auseinander, weil eine Haltenase für den Haarausreißkopf gebrochen war. Man kann die super mit anständigem Sekundenkleber kleben – wenn man denn drankommt…)

Auf jeden Fall stand im Pflichtenheft wohl explizit „nicht zerstörungsfrei zerlegbar“ drin, anders ist der nicht unerhebliche Aufwand für die garantiert von außen nicht erreichbaren Rastnasen – mit Sollbruchstellen an den Einhakpunkten! – nicht zu erklären.

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Zwei der abgerissenen Plastik“brücken“. Keine Chance, das Ding anders aufzubekommen – da kommt man nicht dran.

Ich hasse solche Konstruktionen! Das wird nur noch getoppt von „zusammengepappt und vergossen“!

Der Typ hat aber was übersehen:


XWayland-Programme starten auf dem falschen Monitor

Noch eine kleine Unannehmlichkeit bei Monkey Island: mit dem erzwungenen Start im X11-Kompatibilitätsmodus suchte sich das Programm (natürlich…) den falschen Monitor aus.

Mit dem folgenden Workaround ließ sich das unter KDE Plasma einfach lösen:

  • z.B. mit Alt-Tab aus dem laufenden Spiel rausspringen, so daß man an die Taskleiste drankommt.
  • Einenn Rechtsklick auf den Programmeintrag machen und dort unter „Mehr“ den Haken bei „Vollbild“ entfernen:
vollbild
  • Nun kann wird das Programm in einem Fenster dargestellt.
  • Auf den gewünschten Monitor verschieben und dort maximieren.
  • X11 und damit XWayland merkt sich den Monitor und startet das Programm dort dann immer – Problem gelöst.

Auf Vollbild schaltet Monkey Island dann beim nächsten Start von selber, daher habe ich mir nicht die Mühe gemacht, den Haken wieder zu setzen.


Einfach mal wieder daddeln :-)

Das Zeug, was in der Bude zu machen war, ist erledigt, und die Linse für das Mikroskop ist noch nicht da – also kann einfach mal wieder ein bißchen gezockt werden. Auch mal sehr entspannend. Und da sich aufgrund irgendeiner miesen Laune des Spiels meine Speicherstände zu Divinity Original Sin 2 mit einer nüchternen Fehlermeldung in Luft aufgelöst haben (… und der Ordner nicht im Backup mit drin war…grmbl…) kommt nun Return to Monkey Island zum Zug.

GOG unterstützt bei seinen Linux-Spielen übrigens ausdrücklich kein Wayland, wie der Meister lernen durfte – daher erkennt das Spiel keine Mausklicks.

Zum Beheben muß das Spiel unter X11-Emulation gestartet werden: Entweder man setzt Exec=env QT_QPA_PLATFORM=xcb vor den Startbefehl im Shortcut des Startmenüs oder man fügt in den Lutris-Einstellungen für das Spiel eine Umgebungsvariable „QT_QPA_PLATFORM“ mit dem Wert „xcb“ ein. Da hat sich die Suche wegen OBS vor kurzem direkt doppelt gelohnt.

Willkommen zurück, Mr. Fleetwood… Keepgood… Threepwood :-)

Update 29.12: Fertig. Hm… also, Herr Gilbert, wäre dieses Spiel statt Monkey Island 1 gemacht worden, hätte es den Rest der Serie niemals gegeben. Und mit der Grafik kann ich dabei wohlgemerkt durchaus leben – mit der Ausnahme von Elaine vielleicht, die sich von der höchst wort- und schlagkräftigen Gouverneurin der Vergangenheit irgendwie in eine dümmlich lächelnde unterbeschäftigte Sozialpädagogin im Piraten-Faschingskostüm verwandelt hat. Immerhin konsequent – die Optik paßt dazu, wie sie sich verhält.
Das Spiel als solches fällt unter die Kategorie „kurz und ohne jede Tiefe, aber mal ganz nett, wenn man es für nen Fünfer auf dem Grabbeltisch findet“. Aber auch nur, wenn man neben Elaine die Szenen geistig ausblendet, an dem der Autor sich den belehrend erhobenen Zeigefinger nicht verkneifen konnte. Die sind auch weder spielrelevant noch kann man irgendwas durch eine andere Entscheidung im Spiel dran ändern, sondern sie sind offensichtlich nur drin, weil irgendeine Volltröte es für nötig befunden hat, daß Adventures heutzutage unbedingt gewaltfrei und belehrend sein müssen und beispielsweise einfach so Bäume fällen voll pöhse ist und so.
Das Ende dagegen… ja, Ron Gilbert mag bekanntlich keine Enden. Dieses hier ist aber finde ich… sehr vorsichtig ausgedrückt unerfüllend, daran hat auch die Begründung im versiegelten Brief (Menüpunkt „Sammelalbum“) nix geändert. Der Herr der Ringe endet schließlich auch nicht damit, daß Frodo in Wirklichkeit als Kassierer im Supermarkt arbeitet, da auf dem Klo eingepennt ist und Sauron aus der Lautsprecherdurchsage zusammenphantasiert hat oder sowas. Und ja, das (vergleichbare) Ende von Monkey Island 2 fand ich auch schon scheiße.

Fantasygeschichten und Adventures sollen doch bitte losgelöst von den Niederungen der Realität bleiben, finde ich. Dieses Spiel hier ist dagegen… tja, was? Am ehesten wohl eine softwaregewordene Midlife-Crisis.


Elikliv EM4K / Tomlov TM4K – besseres Objektiv (Update)

Nach dem ernüchternden Vergleich zum Andonstar konnte ich es natürlich nicht lassen: es widerstrebt mir einfach, das Teil ohne einen Versuch auf den Müll zu werfen. Leider hüllt sich das Ebay-Personal von Elikliv in dem Moment, wo man nach Daten zu irgendwelchen Komponenten fragt, in höfliches Schweigen.

In dem Ding steckt ja hinter dem Aufkleber auf der Rückseite ein Lithiumakku drin. Da ich keine sinnfreien Akkus in irgendwelchen Geräten mag (man muß sie pflegen und gerade bei Lithiumakkus aufpassen, daß die Dinger sich bloß nicht tiefentladen), fliegt der bei Gelegenheit raus. Aber erstmal muß dafür das Mikroskop so funktionieren, wie es soll – also kümmern wir uns erstmal um das Objektiv…: wie kriegt kriegt man das EM4K zu

  • einem deutlich höheren Arbeitsabstand
  • einem ebenfalls deutlich weniger rauschenden Bild und damit
  • einer höheren echten Auflösung statt der Matschbilder, die es im Originalzustand produziert? Ab Werk hat das Ding ja einen recht hochauflösenden Sony-Sensor – und kann damit nichts, aber auch wirklich überhaupt nichts anfangen.

Eine bessere Beleuchtung ist da schon mal ein Punkt – da kriegt man aber gelöst, indem man sich was passendes bei Aliexpress oder sonstwo sucht. Ein besseres Objektiv ist jedoch ebenso wichtig.

Der Verkäufer hatte mir ja empfohlen zu gucken, ob sich nicht die Optik des AD407 an dieses Mikroskop bauen läßt. Leider sieht man im letzten Bild sehr schön, daß hier das Objektiv ganz anders aufgebaut ist. Beim Andonstar hat man einen feststehenden Bildsensor und einen Tubus mit einer hoch- und runterwandernden Linse. Hier ist dagegen die Linse feststehend und der Sensor wandert hoch und runter, sobald man am Objektiv dreht. Vorteil: man hat ganz normale S-Mount-Linsen mit einem M12x0,5-Gewinde. Nachteil: das Flachbandkabel zur Elektronik wird bei jedem Fokusvorgang mechanisch belastet.

Auf jeden Fall sind diese beiden Systeme vollkommen inkompatibel. Aber hey – Standardlinsen… Also packen wir doch mal die seit… verdammt… dreißig Jahren ungenutzten Grundkenntnisse in Optik aus und frischen die ein wenig auf. Mangels passendem Meßequipment werden die Meßergebnisse zwar nicht besonders genau sein, aber „ungefähr“ reicht hier, denn man kriegt optische Linsen eh nur in relativ groben Abstufungen. Also los:


Andonstar AD407 vs. Elikliv EM4K / Tomlov TM4K

Das Wort „Mikroskop“ ist ein offensichtlich dehnbarer Begriff, zumal bei den Geräten aus Chinesien, und daß die angegebenen vierstelligen Vergrößerungen völliger Humbug sind, damit rechnet man ganz selbstverständlich.

Es ist aber durchaus spannend, daß das mittlerweile doch nicht mehr taufrische Andonstar AD407 offenbar immer noch zu den besten seiner Art gehört – das Ding ist von 2019, und man denkt sich so in seinem Wahn „hey, da könnte doch einer mal…“

Aber offenbar: nein, da hat keiner.

Auf der Suche nach einem Gerät, das die Schwachpunkte des AD407

  • arg trödelige, zeilenweise Aktualisierungsrate (schön erkennbar, wenn man z.B. ein Blatt Karopapier unter der Linse verschiebt – man erhält sehr prächtige Parallelogramme statt Rechtecken)
  • beschränkte Größe der SD-Karte
  • und mäßiges Einstellungsmenü

besser macht, dabei aber die Stärken

  • rauschfreies und scharfes Bild
  • tatsächlich eine nutzbare optische Vergrößerung von (selbst gemessen) 36fach auf dem 7″-Bildschirm
  • und eine praxistaugliche Arbeitsdistanz (>5cm bei maximaler Vergrößerung)

beibehält oder besser hinkriegt.

dachte sich der Meister: Hey, das sind ja echt viele begeistert von diesem „4K“-Mikroskop, das als „TOMLOV TM4K“ oder „Elikliv EM4K“ verkauft wird.“ Da es das Ding gerade recht günstig gab und es als „mit dleizehn-Megapixel-oliginal-Sony-Sensol“ angepriesen wurde, griff ich also zu. Die gedankliche Rechnung war: „13MP-Sensor statt des 4MP-Sensors auf einen 2MP-Full-HD-Bildschirm – da kann man bestimmt auch den Digitalzoom nutzen – und soo viel schlechter werden sie die Optik ja nicht hingekriegt haben….“

Irrtum.

Hier mal zum Vergleich ein paar Bilder…


Öhm… ja, nee.

Eigentlich dachte ich ja, ich könnte vielleicht mal gucken, ob ich ddclient ein Protokoll für ddnss.de beibringen möchte. Kann ja nicht so schwer sein, die Adresse http://www.ddnss.de/upd.php?user=<username>&pwd=<pass>&host=<domain>&ip=<ipaddr>&ip6=<ip6addr> irgendwo einzubauen, oder?

Beim Blick auf den Code hab ich dann aber die Flucht ergriffen. Wenn man mal bedenkt, daß die allermeisten DynDNS-Dienste über die Fritzbox mit einer angepaßten HTML-Adresse ähnlich der obigen mit einer Handvoll Variablen drin gesteuert werden können, sind 7700 Zeilen dafür schon ne Kunst…


Screen-Capturing mit OBS Studio unter Wayland

Mal wieder ein Fall von „manchmal ist es so einfach…“: auf dem frisch auf MX Linux 25 mit Debian Trixie-Unterbau und Wayland laufenden OBS Studio suchte der Meister die Screen-Recording-Funktion vergebens.

Nun gebe man das mal in die Suchmaschine seiner Wahl ein. Da findet man alles mögliche. Wer nicht einfach flucht und zu X11 zurückwechselt, zwingt entweder OBS wieder zurück zu X (das dann wiederum mit XWayland in Wayland läuft), oder er sucht sich Plugins, die je nach Wahl des Programmierers dann auf unterschiedliche andere Schnittstellen zugreifen.

Dabei ist die Sache zumindest für das OBS 30.2.3 aus dem Debian-Repository ganz einfach: man installiere sich das Paket „obs-plugins“ (liegt ebenfalls im Repository) – und schon ist die Bildschirmaufnahme wieder da.

obs mit plugins

Bei der Gelegenheit kann man auch gleich noch die Pakete „obs-pipewire-audio-capture“ und „qpwgraph“ nachinstallieren. Ersteres ermöglicht Soundaufnahmen direkt über den Pipewire-Soundausgang, und das zweite ist eine Art Software-Steckbrett, mit dem man x-beliebige Ein- und Ausgänge von Pipewire miteinander verbinden kann. Also genau das, was ein Kabel zwischen Soundkartenaus- und -eingang oder ein virtueller Loopback-Audio-Treiber wie VBCable oder LoopBeAudio unter Windows tut – nur viel flexibler. Damit interessiert es einen schlicht und ergreifend nicht mehr, wenn irgendeine Software nur den PC-Soundausgang, nicht aber eine Aufnahmesoftware bedudeln will…


Firefox unter KDE zeigt nur leere Fensterrahmen

Seit einer Weile habe ich ein spannendes Problem bei Firefox 145 – Downloadfenster, „About Firefox“ und ähnliche Popups – inklusive übrigens des „Start in Safe Mode“-Fensters! – funktionieren zwar, wenn man sie blind mit der Tastatur bedient, erscheinen jedoch plötzlich nur als leerer Rahmen und reagieren nicht mehr auf Mausaktionen:

firefox downloadfenster

Erst wenn man das Fenster dann etwas vergrößert oder verkleinert, wird der Inhalt dargestellt.

Mal sehen, ob Firefox das mit der nächsten Version behebt…


Abspielfunktion von DaVinci Resolve hängt sich auf

Spannender Fehler. $Mylady wollte ein Video für eine sportvereinliche Weihnachtsfeier schneiden: „Du hast doch DaVinci Resolve, installier mir das doch auch mal.“

Also nuckelte der Rechner die aktuelle Version aus dem Netz, und der Meister installierte sie, ergänzte die nötige KDE-Fensterregel, die für die Anzeige des Menüs sorgt, und die Kleinigkeiten, die das Programm haben willl, die aber unter MX Linux nicht standardmäßig vorhanden sind…

  • libapr1
  • libaprutil1
  • nvidia-detect
  • nvidia-opencl-icd
  • libcuda1
  • libglu1-mesa

… startete das Programm und stellte aufgrund eines aufpoppenden GPU-Fehlerfensters nach kurzer Suche wie für diesen Fall öfter empfohlen die Grafikkarte manuell auf „OpenCL“ ein.

DaVinci lief damit super, als $mylady anfing zu basteln – ungefähr fünf Minuten lang. Dann lief das Progamm zwar weiter, aber die Playbackfunktion in der Timeline tat einfach nix mehr. Das Netz spuckte dazu nach fleißiger Suche aus:

  • Wiedergabe –> Proxy-Verarbeitung –> „Proxies bevorzugen“ aktivieren
  • Wiedergabe –> Wiedergabeauflösung (Timeline): reduzieren auf „halb“, notfalls auch auf „Viertel“
  • Da Vinci Resolve –> Einstellungen –> Speicher und GPU –> Fusion –> Fusion Settings –> Tweaks –> GPU Usage –> Haken bei „Auto detect Graphics Memory“ aus und den korrekten Wert von Hand angeben
  • und den installierten OpenCL-Loader auf Funktion prüfen

All das verlängerte zwar die Zeit bis zum Hänger ein wenig und sorgte wenigstens einmal für einen richtigen Absturz mit (leider nichtssagendem) Fehlerprotokoll, löste aber das Problem nicht. Resolve lief eine Weile super – und wollte dann plötzlich nichts mehr abspielen.

Am Ende half dann das, was ich ganz am Anfang hätte tun sollen: einen Blick in die Systemanforderungen werfen, die Blackmagic in den Einträgen zu den aktuellen Downloads in seinem Weblog aufführt, wenn man dort auf das kleine „Mehr lesen“ klickt. Da steht dann nämlich für das aktuelle DaVinci Resolve 20.2.3 unter anderem folgendes:

GPU which supports OpenCL 1.2 or CUDA 12.8.
AMD official drivers from your GPU manufacturer.
NVIDIA Studio driver 570.26 or newer.

Ein kleiner Vergleich der Ausgabe der Kommandos nvida-smi zeigte dann schnell das Problem: der bei MX Linux 23 aktuell zu kriegende Nvidia-Treiber 550.163.01 unterstützt nur CUDA in der Version 12.4 – und DaVinci Resolve macht halt einfach, statt irgendwann mal zu prüfen, was es denn da hat. (Achtung: für das neue Debian 13 „Trixie“ gilt dasselbe!)

Die neueste Version von Resolve, die diesen Treiber mag, ist DaVinci Resolve 19.1.4 – und siehe da: das läuft problemlos. Alternativ kann man natürlich auch einen neueren Nvidia-Treiber installieren, aber das scheint auch im Jahr 2025 eine zuverlässige Methode zu sein, sich sein System beim nächsten Kernel-Update zu zerschießen. Da gehe ich dann doch lieber auf Nummer sicher…

(Das mit dem „macht einfach“ gilt übrigens auch beim Rendern des fertigen Videos. Wenn der Rechner nicht genug Wumms hat, hängt Resolve sich einfach auf. Dann muß man in den Rendereinstellungen unter „File“ (Datei) die Rendergeschwindigkeit reduzieren. „50“ funktioniert mit der GTX1650 gut.)

Update 1.12.25:

Um Resolve 19 unter MX 25 oder Debian Trixie zum Laufen zu kriegen, muß man zwei Punkte beachten:

  1. der Installer jammert, daß die Library „libasound2“ nicht installiert sei – das ist aber Unsinn, das Paket heißt inzwischen nur „libasound2t64“. Wenn also keine weiteren fehlenden Abhängigkeiten aufgelistet werden, zum Umgehen den Installer wie folgt starten:

    SKIP_PACKAGE_CHECK=1 ./DaVinci_Resolve_Studio_your-version_Linux.run -i
  2. Danach startet Resolve aber noch nicht, sondern tut gar nichts. Beim Start aus dem Terminal mit dem Befehl /opt/resolve/bin/resolve präsentiert es einem den folgenden Fehler:

    /opt/resolve/bin/resolve: symbol lookup error: /lib/x86_64-linux-gnu/libpango-1.0.so.0: undefined symbol: g_once_init_leave_pointer

    Um den zu beheben, muß man Resolve zwingen, statt einiger veralteter mitgebrachter Libraries auf die vom System zuzugreifen. Hierzu entfernt man die folgenden Dateien aus dem Ordner /opt/resolve/libs:
    • libgio-2.0.so
    • libgio-2.0.so.0
    • libgio-2.0.so.0.6800.4
    • libglib-2.0.so
    • libglib-2.0.so.0
    • libglib-2.0.so.0.6800.4
    • libgmodule-2.0.so
    • libgmodule-2.0.so.0
    • libgmodule-2.0.so.0.6800.4
    • libgobject-2.0.so
    • libgobject-2.0.so.0
    • libgobject-2.0.so.0.6800.4

Nun sollte das Programm wieder seinen Job tun.


Und nochmal Hoover, diesmal die Entstörbombe

Letzter Teil der großen Klopfsaugerrevision: der Entstörkondensator, auch wenn dieser hier von der von Hifi-Esoterikern in den höchsten Tönen gelobten dänischen Firma Jensen stammt, die offenbar bis 2020 immer noch Ölpapierkondensatoren gebaut hat. Die von Hoover verbauten alten Kondensatoren haben nämlich leider ebenfalls eine gewisse Neigung, kaputtzugehen – und wenn sie es tun, dann offenbar richtig mit Radau und Dreck. Abseits des schlichten Alters könnte möglicher Grund für derlei Explosionen auch die ordentlichen Dellen sein, die die Montageschelle im Kondensatorgehäuse hinterläßt – und was tut man, wenn man den Sauger zerlegt und überholt? Richtig: eben diese Schelle lösen und wieder schön festziehen, gegebenenfalls auch mehrfach…

Als Ersatz braucht man zwei Y-Kondensatoren mit 0,02 oder 0,022 µF und einen X-Kondensator mit 0,2…0,22 µF, die wie auf dem Originalkondensator abgebildet verschaltet werden wollen.

Soweit, so einfach. Da macht man aber die Rechnung ohne die Hersteller der Dinger. Denen war Miniaturisierung nämlich offenbar wichtiger als Zuverlässigkeit. Daher scheint die inzwischen gängige Lösung zu sein, daß man Entstörkondensatoren mittlerweile nur noch in Automotivequalität und geradezu grotesk überspezifiziert kaufen sollte, wenn man was haltbares haben will: so 1000..1500 V sollten es schon bitte sein, wenn das Ding dann an Netzspannung hängt…

Zudem ist es gar nicht so einfach aktuell, diese blöden Kondensatoren zu kriegen – insbesondere die Y2-Typen sind fast überall ausverkauft: das blaue C hat in der benötigten Kapazität gar nix, Reichelt hat nur die berüchtigten Metallpapier-Exemplare von Rifa/Kemet, und RS verkauft nur zu große Mindestmengen… mit einer Ausnahme: eben jene Rifa-Bömbchen. Also probieren wir halt mal TME als Lieferanten aus…

Und um die Sache ordentlich zu machen, gibt es hier Leiterplattendaten, um die Geschichte an der originalen Befestigungsstelle zu montieren:

Fertig zusammengebaut sieht das ganze nun so aus. Die originalen Isolatierschlauchstücke lassen sich mit etwas Wärme übrigens wunderbar aufweiten, um sie auch über die neue Leiterplatte zu ziehen und so einen gewissen zusätzlichen Schutz zu gewährleisten. Einfach über den Kopf einer Kombizange schieben, dann mit ausreichend Abstand vor einem Heißluftgerät hin- und herdrehen und die Zange langsam und vorsichtig aufdrücken.

Damit sollte hoffentlich auf längere Sicht Ruhe herrschen – und selbst wenn, wird der Sauger wenigstens nicht mit altem Kondensatoröl vollgekotzt.

Dann bis zur nächsten Revision – so in zehn bis zwanzig Jahren!


„Hoover Grease Gun“ und Motordichtung

Na, das ging flott: der alte Klopfsauger (@TM: nein, nicht ganz von 1812 – selbst der allererste Hoover-Staubsauger ist nur von 1908… apropos, such mal auf Youtube nach „Hoover Senior“ oder „Hoover Convertible“ ;-) ) ist frisch geschmiert, und auf Printables gibt es nach ein wenig Messerei und Nachkonstruktion anhand meines 6525 und der wenigen im Internet auffindbaren Bilder nun die für dieses Exemplar notwendigen Adapter für eine neuzeitliche Pressol-Stoßfettpresse mit M10x1-Gewinde:

Bei den erst vor einigen Jahren ausgetauschten Rollenlagern kam fast nur sauberer Schmierstoff raus. Beim Motorlager hat sich die Sache aber definitiv gelohnt, das alte Fett (die graubraunschwarzen Streifen) sah nach all den Jahren doch nicht mehr wirklich gesund aus:

altes fett

Da der Sauger nun eh nochmal auseinander ist, wird nun aber auch die leicht verhärtete Dichtung zwischen Motorgehäuse und Bodenteil ausgetauscht. Die hatte ich bei der Aktion vor zwei Wochen vergessen… also einmal die Brocken rausholen, soweit sie überhaupt noch da sind…

hoover7

… und eine neue Dichtung rein:

Falls jemand ebenfalls diese Dichtung sucht: Es handelt sich bei diesen Bröseln übrigens um die kläglichen Reste einer simplen geschlossenzelligen Moosgummirundschnur mit 5mm Durchmesser, wie sie auch bei Kisten, Autos, Häusern und ähnlichem benutzt wird und die man für einen Appel und ein Ei als Meterware bei Ebay kriegt. Sieht man auch auf Bildern des Original-Ersatzteils.
Dafür Porto aus England zu bezahlen lohnt nicht, und man muß auch nicht mit Silikon herumschmieren, wie man es leider bei manchen Profis sehen kann. Abmessen, schräg zurechtschneiden und rein damit. Und dann die Motorschrauben langsam und über Kreuz anziehen, wir wollen ja nicht das Bakelitgehäuse killen.

Als letztes wird noch der Entstörkondensator ersetzt – und dann ist der Sauger fit für die nächsten Jahrzehnte.


„I want to break free“ wird überholt.

Der Titel ist ein Insider, mit dem nur das Ich und $TK (so er sich denn noch hierherverirrt) was anfangen können – alle anderen hinterfragen den am besten einfach nicht… :-)

Aber trotzdem darf auch ein Hoover „Senior“ 6525 nach irgendwas zwischen 50 und 60 Jahren Dienst mal eine Grundreinigung erhalten – beim ersten Überholen vor gut 30 Jahren hatte sich Maschinist Junior nicht getraut, dieses letzte Designerstück des Herrn Dreyfuss für Hoover gänzlich zu zerlegen.

zwanzig jahre frueher2 sw

Heute gibt es dagegen das Internet, heute gibt es (Update, besseres Video verlinkt – das hier ist von einem alten Hoover-Servicetechniker) andere Verrückte, die die Kisten in einem Video auseinandernehmen und die Wartung erklären – und die größte Überraschung ist wohl: heute gibt es immer noch die wichtigsten Ersatzteile für diese saugenden Museumsstücke. Überwiegend als Nachbau zwar, da Hoover (genauer: Candy, die haben die gekauft) offenbar irgendwann deutlich nach der Jahrtausendwende beschlossen hat, daß es jetzt doch mal gut ist – aber hey, man probiere mal Teile für einen halb so alten Miele- oder Siemens-Staubsauger zu kriegen. Muß irgendwie am britischen Eigensinn liegen… oder daran, daß man diesen Klopfsauger in nicht allzu sehr veränderter Form als „Hoover Guardsman“ in den USA bis heute (!) noch kaufen kann. Da kam dem Meister doch glatt die Geschichte mit dem Fenster wieder in den Kopf…

Bei dem alten Gerätchen hier war neben einer Grundreinigung mal folgendes fällig:


Kunstpfirsich?! Echt jetzt?

Daß Gaba, der Hersteller von Elmex, von Colgate-Palmolive übernommen wurde, tut dem Kram wirklich nicht gut. Als erstes wurden die Preise ordentlich erhöht und die Produktion der Zahnpasta nach… Slowenien laut Packung… verlagert, und nun bekam der Meister von der neuen Packung Elmex Gelee einen Würgereiz – da hat nämlich irgendein Vollidiot gedacht, er müsse dieses Zeug ausgerechnet mit einem so richtig künstlich-ekligen Voll-in-die-Fresse-Pfirsicharoma aufpeppen.

Respekt, meine Herren. Das Ergebnis ist die widerlichste Zahnpflege, die ich je im Mund hatte.

Zum Glück gibt es andere Hersteller, die quasi identischen Flouridkram anbieten, die werden ausprobiert. Und zwar *jetzt*. „Dynexaminfluorid Gelée“ ist zwar ein alles andere als verkaufsfördernder Name, aber die Zusammensetzung paßt auf dem Papier, der Preis ist halb so hoch – und vor allem: keine Plastikpfirsichkacke…

Update nach einigen Wochen: das Dynedingsda-Zeug schmeckt definitiv besser als das neue Elmex Gelée (kein Würgereiz :-) ), wenngleich schlechter als das alte. Wirkt aber, wenn der Meister dem Feedback seines Gebisses trauen kann, genauso gut.


Mal wieder Daten umziehen…

Hoffentlich wars das diesmal: nachdem MyMinifactory, das ich vor einigen Jahren als Ersatz für Thingiverse ausgewählt hatte, immer mehr in Richtung Bezahlware und „Tabletop-Modelle-only“ abdriftet und seit neuestem die Suche dort per Default überhaupt nur noch kostenpflichtige Modelle anzeigt, habe ich nun doch meine ganzen Druckmodelle auf Printables umgezogen, alle Links hier aktualisiert und so weiter…

Was ein Theater. Deswegen mag ich selbstgehosteten Kram, da wird man wenigstens nicht durch irgendeinen Unsinn genötigt umzuziehen.


Schwerer Hirnschiß, eindeutig

Neu gelernt: beim Discobesuch zählt ganz offensichtlich bei unter-18-Gästen (es war ein nicht mehr allzuweit von der Volljährigkeit entfernter Nachwuchs dabei) seit einiger Zeit nicht mehr wie früher, ob die Eltern dabei sind oder nicht. Stattdessen ist laut Türsteher nun zuvorderst relevant, „ob ein Raucherbereich frei zugänglich ist oder nicht“.

Meine lieben Damen und Herren Politiker, Stadtkontrolleure oder welcher ausgemachte Vollidiot sonst dafür verantwortlich ist: IHR HABT DOCH DEN ARSCH OFFEN!!

Wir sind dann zu den Freunden nach Hause gegangen, da konnten wir alle gemeinsam sitzen, quatschen, saufen, rauchen und Musik hören, wie wir wollten.

War auch so ein schöner Abend. Nur schade um die entgangenen Einnahmen für die Disco.