Merke: Valetudo RE…

… ist eindeutig toller als Valetudo. Der Typ hat dem Roborock mal eben die nette Funktion achgerüstet, daß man per Timer nicht die ganze Hütte, sondern nur ausgewählte Zonen putzen lassen kann. Perfekt für die Rattenbande – zweimal die Woche das ganze Untergeschoß, aber täglich vor dem Käfig saugen.

Der Saugroboter hat sich eindeutig gelohnt.


Soeben auf DLF online…

… “Trump und Erdogan treffen sich doch nächste Woche”

Kann da nicht mal zufällig einer der in den USA doch so beliebten um sich schießenden Wahnsinnigen vorbeikommen und mal kurz sein Magazin leerrotzen, statt Highschool-Massaker Nr. 987 anzurichten?

Mann, das hätte doch nur Vorteile, wenn der dann zufällig richtig zielt… die Amis sparen sich ein langwieriges Amtsenthebungsverfahren, die Chancen einer Wiederwahl des Vollpfostens mit dem Heckspoiler auf der Stirn sinken zuverlässig auf Null – und in der Türkei dürfte man Hoffnung haben, daß der Bedarf an Knastplätzen schlagartig sinkt.

Sowas wäre doch ausnahmsweise mal ein echter Dienst an der Menschheit. Und posthum könnte man mit dem gesparten Geld gleich noch die sehnlichsten Wünsch der Herren erfüllen und z.B. eine nutzlose Mauer irgendwo in die Wüste pflanzen, sei es als dekorative Umrandung für einen Sultanspalast oder als Schutz vor heranstürmenden Kakteenhorden ^^

… dazu passend: die Direktorin der UNESCO regt sich allen Ernstes darüber auf, daß Siri eine weibliche Stimme hat. Als gebe es nichts wichtigeres. Die Frau ist eindeutig massiv unterbeschäftigt (fast hätte ich untervögelt geschrieben, ups…)

Wenn ich sowas lese, kann ich die Ansicht von Donald Dumb fast nachvollziehen, daß die Vereinten Nationen eine nutzlose Institution sind.


Nicht zu toppen

Gerade hat der Meister dem Saugroboter einen neuen Benutzer hinzugefügt, um mit Putty ohne das Theater mit der SSH-Schlüsseldatei auf die Kiste zugreifen zu können.

Natürlich mangels Erfahrung mit Linux etwas umständlich – erst den Benutzer angelegt und dann nachträglich die Rechte erhöht… aber egal, es läuft. Natürlich ist so ein Gerät nicht mit allzuviel Benutzerkomfort für den vom Hersteller eher unerwünschten Gast gesegnet, der da in der Maschine herumfuhrwerkt, das erwarte ich gar nicht.

Aber mal ernsthaft: welches kranke Hirn hat denn den “vi”-Texteditor für Linux geschrieben?! Es mag ja sein, daß man damit Unmengen an Sachen tun kann – aber erst, nachdem man die Befehle zum einen erst mal herausgefunden hat und zum anderen durch diese völlig verquere Logik zwischen “Kommandomodus” und “Editiermodus” durchgestiegen ist – wobei man bei letzterem ja noch zwischen “vor dem Cursor einfügen und “nach dem Cursor einfügen” unterscheiden und dann den passenden Modus auswählen muß.

Gegen dieses… Ding… ist das MS-DOS-“edit” ja der reinste Luxus an Nutzerfreundlichkeit!


Wutzputz

Es ging dem Meister ja schon seit geraumer Zeit auf die Nerven, daß man entweder alles naselang saugen mußte oder chronisch Rattenstreu am Socken/Schuh kleben hatte.

Daß es seit einiger Zeit kleine Helfer gibt, deren Hersteller anpreisen, daß die das von alleine können, war mir dabei durchaus bewußt, nach so einigen höflich ausgedrückt durchwachsenen Erfahrungen mit der Kombination aus “Sauger” und “Batterie” hatte ich die aber in die Kategorie “Mist” eingeordnet.

Offenbar zu Unrecht, wie mir die Begeisterung des Weibchens von $Amok über ihre frisch erstandene Staubentfernungswarze zeigte.

Also wurde nach einiger Beschäftigung mit dem Thema ein neues Gerät angeschafft, und der Meister hat das erste Mal einen Staubsauger gerootet, der nun – ganz ohne unseren Wohnungsgrundriss nach China zu schicken – unseren geliebten Heimtieren in Sachen Dreckverteilung Einhalt gebietet. Und das macht er tatsächlich ziemlich überzeugend.

Wutzputz
Hightech von gestern, Hightech von heute…

Wie sagte Loriot? “Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann.”


Sony Digicube

Des Meisters Mutter hat ihren Wecker getötet. Genauer gesagt wars der Tourette-Hund, das dämliche Vieh.

Nun finde mal einer einen neuzeitlichen LED-Radiowecker

  • mit 24-Stunden-Anzeige
  • zuverlässig und mit einigermaßen präziser Zeitanzeige
  • NICHT weißen Ziffern (wer sowas auf dem Nachttisch stehen hat, weiß warum…)
  • und geeignet für eine 60Hz-Stromversorgung

Ich hab nach einer guten Weile Sucherei aufgegeben und nach dem dreißig Jahre alten Sony ICF-C101W gesucht, den sie bisher hatte. Radiowecker sind aus der Zeit gefallen, scheint es… dafür nehmen die Leute heute wohl alle ihr Handy.

Das Objekt der Begierde ward bei Ebuy gefunden und kam auch an unbeschadet hier an – allerdings hatte der Vorbesitzer eine der grauen Tasten ermordet, die nun im Wecker von allen Zwängen befreit ihre Freiheit genoß und durch die Gegend klapperte… was also tun?

Auf jeden Fall: NICHT anstecken. Wenn da ne Taste rumklötert, kann die eventuell einen Kurzschluß produzieren. Also erst mal aufschrauben. Die beiden unteren Schrauben lösen und den hinteren Deckel vorsichtig nach hinten oben abziehen…

Sony Digicube

Dann den vorderen Gehäuseteil entfernen – hierzu erstmal die Radioskala auf 88MHz drehen (sonst darf man später die vordere Plexiglasscheibe abpopeln…) , den Blechstreifen rechts mittig in der Platine, der den Lautsprecher festklemmt, herausziehen und die drei Schrauben (zwei oben, eine unten im Batteriefach links neben dem Netzkabel) lösen:

Sony Digicube

Nun hat man das Innenleben in den Händen und sieht: Sony hat damals wohl entdeckt, daß man Federn aus Plastik herstellen kann. Erstmal vorsichtig die herumfallenden Reste herausschütteln, dann kann man mit etwas Geduld den Träger für die Tasten herausholen. Die kleine runde Taste für “Sleep” war bei meinem Wecker abgefallen. (Im Bild habe ich schon die Tasten herausgebrochen – siehe unten – ; das vorne unten unqualifiziert herumliegende Teil sollte aber eigentlich eins mit dem Träger sein…)

Sony Digicube

Was also tun? Kleben allein hält nicht lange bei dem Materialquerschnitt. Nach alter Väter Sitte mit einer längs hineingebohrten Stecknadel schienen ist bei einem nur 1,2mm hohen Plastikteil ebenfalls sportlich.

Aber wir sind ja modern, wir haben einen 3D-Drucker. Und man könnte auch gleich diese originalen Metallbügel-auf-Leiterplatte-Matsch-“Taster” (die ohnehin die Kupferkaschierung schon durchgescheuert haben) durch richtige Mikrotaster ersetzen.

Also erstmal den Dreck der letzten Jahrzehnte vom Gehäuse abgewaschen. Dann 6mm hohe Mikrotaster rausgesucht und auf den Stellen angelötet, wo einst die Metallbleche herumgejuckelt haben:

Sony Digicube
…die vier weißen Tasten sind nich oreginool…

Wie man sieht, habe ich mir auch gleich die Taste für die “Snooze”-Taste links vorgeknöpft und dafür das Kontaktblech aus der Taste im Weckervorderteil einfach herausgezogen.

Anschließend ward das Plastikfederdings für die Tasten nachkonstruiert, statt der Metallblechhaltekonturen mit passenden Erhöhungen für die Taster versehen und ausgedruckt (für Interessenten: hier ist die STL-Datei, in Layerhöhe 0,1mm ausdrucken):

Sony Digicube

Nun fehlen noch die beiden Tasten selbst.

Die pflücken brechen wir einfach aus dem Schrott heraus, den wir soeben mühevoll aus dem Wecker gepopelt haben und feilen die Halter für die Blechkontake ab:

Sony Digicube

Damit die Tasten später nicht klappern, werden sie mit etwas dünnem Doppelklebeband versehen.

Sony Digicube

Überstände abschneiden, die Tasten in den schräg kopfüber liegenden Wecker reinlegen…

Sony Digicube

… und nun vorsichtig die gedruckte Kunststoffeder an ihren Platz bugsieren, ohne daß die Tasten anpappen. Dann die Tasten vorsichtig festdrücken, und das ganze sieht so aus:

Sony Digicube

Nun baut man den Wecker wieder zusammen (Achtung, die “All Off”-Taste hat innen zwei kleine Nasen, die müssen den nach vorn ragenden “Bügel” des gerade gedruckten Kunststoffteils umfassen), testet die Tasten – und freut sich darüber, daß der alte Radauwürfel wieder heile ist.


“Die Psycho-Tricks der App-Entwickler”

Recht reißerischer Titel von Heise, aber der Beitrag selbst ist mal eine gelungene Kurzzusammenfassung der wichtigsten Schweinereien, mit denen Fratzbuch, Snapchat und Co. versuchen, die menschlichen Automatismen zu nutzen – unter anderem durch künstliche Anregung der Dopaminausschüttung, wie es auch bei vielen Drogen geschieht.

Lesenswert. Kenne Deine Feinde.


Tja, alter Bunker…

… jetzt bist Du wohl endgültig angezählt. Einmal bist Du ja schon auferstanden, aber nun siehts endgültig duster aus.

In meinen Träumen warst Du irgendwie für immer da, schließlich gibts Dich schon, seit ich drei Jahre alt war. Wie oft haben wir gescherzt, daß wir irgendwann mit Gehhilfe und Rollstuhl auf Deiner Tanzfläche rumwackeln…

Dir verdanke ich ungezählte schöne Abende, sportliche Betätigung und Gelächter.

Dir verdanke ich viele meiner Freunde.

Dir verdanke ich Trost, als es mir richtig scheiße ging und mir zuhause die Decke auf den Kopf gefallen ist.

Dir verdanke ich meine Ehefrau.

Where you are läuft, ein guter Schwung Leute ist da, auch einige “alte”. Arne schilt mich, warum ich ihm nach zwanzig Jahren immer noch förmlich die Hand reiche statt ihn zu umarmen, wie er es mit Freunden macht.

Die alte Tanzordnung stellt sich irgendwie von selbst wieder ein… und ich hab jetzt schon nen Knoten im Hals.

Nutzen wir die paar Abende, die uns noch bleiben. Ehren wir Dich, ehren wir Deinen Daseinszweck: feiern bis zum Morgen.

Tja, alter Bunker...

ZAO

Das ging bisher an mir vorbei: die Zeiten, wo wir bewegte Bilder mit Sprache als auch nur ansatzweise “echt” annehmen konnten, sind offensichtlich schlagartig vorbei.

Es scheint, man braucht nur ein Video von Person 1 und einige simple Photos von Person 2 – und dann generiert diese App auf einem gottverdammten Handy ein sogenanntes Deepfake-Video, wo es so aussieht, als würde Person 2 das tun und sagen, was Person 1 getan und gesagt hat. Das ganze klappt unter anderem aufgrund der begrenzten Rechenkapazität eines Smartphones umso besser, je mehr sich die Gesichter ähneln.

Interessanterweise findet man bisher nicht viel in deutscher Sprache, aber bei diesem Video bekommt man einen kleinen Eindruck von den Möglichkeiten dieser Technik.

https://www.youtube.com/watch?v=knRGxj37AjM

Und nun stelle man sich vor, was man mit der Rechenkapazität eines richtigen Computers odet gar eines Großrechners anstellen könnte… Hubert Meier anstelle von Jean-Luc Picard als Captain der Enterprise ist da noch echt harmlos. Was passiert aber, wenn plötzlich unser Bundeskanzler tausendfach auf nachgesprochene Hitler-Reden montiert und in Polen verteilt wird? Oder simpler: wenn ein Kollege in der Firma Dein Gesicht auf irgendein Video montiert, wo er über die Firma und Deinen Chef abledert oder schlimmeres?

Da geht er endgültig hin, der letzte Rest der einst durch das Fernsehen gewonnenen Objektivität und Überprüfbarkeit von Berichten. Schauplätze und Requisiten konnte man schon immer fälschen, Aussprache und Tonlage spätestens seit der Verfügbarkeit ausreichend leistungsfähiger Computer – aber die zugehörige Mimik von Personen in dieser Perfektion und mit dermaßen geringen Mitteln, das ist neu.


Isdasgeiloderisdasgeil?

Da baut einer einen Boxermotor mit Elektromagneten und Mikroschaltern:

https://www.youtube.com/watch?v=x4im3M9IFcI

Ziemlich coole Idee!


Rasierpinsel

Warum denn nicht gleich?

Gut, man möge in Betracht ziehen, daß der Meister einst einen Fehler gemacht und das verwendet hat, was “halt da war”…: meine ersten Versuche mit einem rasierpinselbasierenden Gesichtshaarentfernungsprocedere habe ich mit einem “Gibbs”-Pinsel aus den späten 60ern gemacht, der jahrzehntelang bei $Muttern herumoxydierte und dann von mir als Reinigungspinsel für alles mögliche genutzt wurde. Mit Seife, ohne Seife, damit kriegt man fast jedes Gerätegehäuse sauber, egal wie verrippt die Oberfläche ist.

Kurz: ein seinerzeit hochfortschrittliches Exemplar mit besten Nylonborsten, nahezu unzerstörbar – und für den Job als Rasierpinsel etwa so gut geeignet wie ein 1-Euro-Handfeger ausm Lüdl. Vermutlich ist es allein der Plastikbegeisterung der Menschen damals zu verdanken, daß sich diese Dinger überhaupt verkauften…

Demzufolge war ich in Bezug auf Rasierpinsel mit künstlichen Borsten… nun ja, voreingenommen, und griff zu einem grauen Dachs vom gezackten Edwin – der sich nun nach einigen Jahren als Mimose erweist und pro Rasur wesentlich mehr Laufmeter an Haaren läßt als sein Besitzer. Täglich die Rasierseife mit der Pinzette zu enthaaren nervt ziemlich. Andererseits bin ich nicht willens, einen verdammten Rasierpinsel regelmäßig mit einer Haarkur zu betüdeln – das Ding soll seinen Job tun und sich ansonsten damit zufriedengeben, daß es ausgewaschen wird und ordnungsgemäß hängend trocknen darf!

Also doch mal Plastik?

Nach einiger Überwindung erstand der Meister daher einen Pinsel mit der angeblich ach so tollen “Silvertip Fibre”…

Rasierpinsel

… und ja, man merkt den Fortschritt der letzten Jahrzehnte, zwischen den beiden Exemplaren auf dem Bild liegt immerhin ein verdammtes halbes Jahrhundert.

Der Neuzeit-Pinsel funktioniert einfach, nur einen Tick fester aufdrücken muß man. Und unbedingt eine Nummer größer kaufen als den vorhandenen Dachspuschel.

Bisher gefällt mir der kleine überaus gut, der Echthaarpinsel wird nun zum Staubwedel degradiert. Wenn er nun auch die versprochene Haltbarkeit erreicht, ist diese Thema auf längere Sicht gegessen.