So’n kleines bißchen den Arsch offen…

… haben die Leute ja schon bei allem, wo „Leica “ drauf steht, oder?

Auf der Suche nach sinnvollen Einstellungen stolperte der Meister in einem Forum über den Kommentar, daß der frischgebackene Leica-Besitzer sich nun erstmal einen anderen Objektivdeckel besorge, damit der originale doch nicht flöten gehe.

So als eine normale Canon gewohnter Mensch stutzt man da ein wenig, warum denn jemand auf das ganz normale 08/15-Ding namens „Objektivdeckel“ so viel Wert legt. Noname-Deckel kriegt man hinterhergeworfen, originale runde von Canon kosten so um die drei bis 15 Euro, je nach Größe und Quelle.

Leica dagegen nimmt für einen einfachen Plastikdeckel vierzig Euro und mehr – sofern sie ihn denn überhaupt verkaufen. Der ganz normale 43mm-Deckel einer d-Lux (nicht der niedliche, aber spätestens mit einem Filter unpraktische bis unbrauchbare Automatikdeckel!) ist beispielsweise überhaupt nicht gelistet. Und nicht gelistete Deckel findet man nur vielleicht mal in der Bucht… gern zu dreistelligen Preisen!

… ich glaube, die gut drei Euro für einen 43mm-Canon-Deckel sind super, und der originale bleibt im Schrank. Offensichtlich muß da drin irgendwo ein kleiner Goldnugget versteckt sein, anders kann man diese Preise nicht erklären…


Auslösungen / Shutter Counts bei der Leica d-Lux 7 auslesen

Aus unerfindlichen Gründen gibt es dazu keine Infos im Netz, sondern nur eine Anleitung zur nahezu baugleichen Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Teilweise liest man: „Die Leica hat ja ne andere Firmware, daher geht das da nicht so“ oder ähnliche Mutmaßungen… Daher halte ich hier mal fest, wie ich es gemacht habe. Firmwarestand ist 2.0, also die Stand heute letzte Firmware für die d-Lux 7.

  • Vorbereitung:
    • SD-Karte einlegen, falls nicht bereits geschehen
    • Blendenring und Verschlußzeit-Einstellrad auf „A“ stellen
    • Kamera normal einschalten und ein Photo machen (unklar ob notwendig).
    • Mit Druck auf die „runter“-Taste (Timer-/Bildersymbol) im Einstellring prüfen, ob die Kamera auf „Single Shot“ eingestellt ist.
  • Kamera ausschalten.
  • Gleichzeitig die die Tasten „rechts/WB“ am Einstellring, „AF/AE LOCK“ und „DISP“ drücken, gedrückt halten, dabei die Kamera einschalten. Nach dem Einschalten die Tasten loslassen.
  • Nun mit der Taste „MENU/SET“ das Menü aufzurufen. Das Menü öffnet sich im Punkt „Einstellungen“ (Schraubenschlüsselsymbol).
  • Dort den (im Normalmodus unsichtbaren) Punkt „ERROR CODE DISP“ anwählen und mit der Taste „MENU/SET“ öffnen. Man bekommt die Fehlercodes der Kamera angezeigt. Details dazu findet man im Servicehandbuch zur Panasonic Lumix LX100 II, das man an mehreren Stellen im Netz finden kann – einfach nach „service manual dc-LX100M2“ suchen. Das eigene Englisch sollte aber gut genug sein, um aus der nicht wirklich perfekten Übersetzung aus dem Japanischen das richtige herauszuinterpretieren…
    Im Beispielbild hat sich die Kamera z.B. dreimal beschwert, daß sie das Objektiv nicht ausfahren konnte, sei es nun wegen eines internen Klemmers oder weil man sie in einer engen Tasche eingeschaltet hat.
d lux7 fehlercodes
  • Nun einmal die Tastenkombination „MENU/SET“, die „links“-Taste am Einstellring (Autofokusbereichssymbol) und „AF/AE LOCK“ drücken, um die Kamerainfo-Seite aufzurufen. Leute mit Wurstfingern suchen sich am besten jemanden mit kleinen Händen dafür, bevor sie auf dem Einstellrad herummatschen, da hier zwei direkt nebeneinander liegende Tasten gedrückt werden müssen, ohne die anderen mit auszulösen.
    Nun wird folgendes angezeigt:
d lux7 kamerinformationen2
Nur 946 Auslösungen – das war ein guter Griff :-)

Hier steht:

  1. NO.: die interne Seriennummer der Kamera – laut eines Reddit-Posts ist das Format „[###][YY][MM][DD][###]“:
    • Drei Buchstaben (irgendein Typcode?)
    • dann das Herstelldatum im Format Jahr-Monat-Tag
    • zuletzt drei Zahlen (wenn ich tippen darf, vermutlich die soundsovielte Kamera dieses Typs, die am Herstelldatum vom Band lief)
  2. PWRCNT: Einschaltzähler (Power Count)
  3. SHTCNT: Verschlußzähler (Shutter Count)
  4. STBCNT: Blitzauslösungszähler (Strobe Count)
  5. PSVCNT: Stromsparmodus-Zähler (Power Save Count)

Achtung: man sollte sich bei der Aktion nicht verdrücken oder wild irgendwelche Kombinationen ausprobieren – wer’s verbockt, ist selber schuld. Da gibt es nämlich durchaus auch Tastenkombinationen, mit denen man die Kamera hart zurücksetzen und damit unbrauchbar machen kann, bis sie neu initialisiert wurde oder noch schlimmeres. Für Details sei auf das oben erwähnte Servicehandbuch verwiesen.


Einfallslos!

Wo benutze ich meine Kamera am meisten? Zuhause – und auf dem WGT.

Letzteres ist aber zunehmend ein Hindernis mit einer Spiegelreflexkamera, da die Veranstalter stur an ihrer seit vielen Jahren überholten Logik „Wechselobjektiv = professionell = darf nicht in die Konzerthalle“ festhalten, wir aber andererseits nicht mehr zwischendurch zurück ins Hotel pendeln. Und die „Parkmöglichkeiten“ in Form von Schließfächern werden auch nicht mehr – mal ganz abgesehen von der Problematik, daß die Schließfachnummern an den Schlüsseln immer schlechter lesbar sind und daher zunehmend mehr Leute zufällig rausfinden, daß so ein simpler Schwimmbadschließfachschlüssel mit seinen paar Codieroptionen durchaus auch an mehreren Fächern paßt… zum Glück ist das anwesende Schwarzvolk doch üblicherweise respektvoll im Umgang miteinander und nutzt das nicht aus.

Also habe ich kürzlich mein vor zwölf Jahren für ordentlich Asche gekauftes und so gut wie nie verwendetes (<4% aller Bilder laut Lightroom) Zoomobjektiv zu einem unerwartet guten Kurs in eine hübsche Edelkompaktknipse mit rotem Punkt und vergleichsweise großem MFT-Sensor verwandelt.

Nur finde mal einer dafür eine Tasche!

Des Meisters Anforderungen:

  • schlicht und unauffällig, einfach nur irgendeine Tasche, die nicht „hier ist ne Kamera drin“ schreit
  • Kamera, der mitgelieferte Winzblitz, ein oder zwei 43mm-Filter, ein Ersatzakku und das etwa tempopackungsgroße Ladegerät sollen reinpassen – wobei letzteres dann im Hotel durch eine Packung Rotzfahnen ersetzt wird.

… und was bekommt man?

  1. die Taschen des Herstellers, dem Preis nach aus dem Leder in Japan handgestreichelter Kobe-Rinder, inklusive groß eingeprägtem Herstellerlogo – prollig und es paßt wirklich nur die Kamera rein
  2. chinesische Nachbauten derselben (siehe oben, nur erheblich billiger und ohne Logo)
  3. … und irgendwie immer gleich aussehende würfelförmige Phototaschen. Egal ob es nun eine Hama Matera, Lowepro Adventura SH 115 III, Cullmann Sydney pro Vario 200, irgendein Chinaschrott von Amazon à la Kiwifotos oder sonstwas ist: Deckelanschlag (vorn/hinten), Verschluß (Klett oder Reißverschluß) und ein paar eher der Dekoration dienende Details mögen sich unterscheiden, aber der Grundkörper ist immer ein stehender Quader, der hinten eine Gürtelschlaufe und seitlich zwei mehr oder weniger vertrauenserweckende Ösen für ein mehr oder weniger beschissenes Umhängeband hat. Und die Kamera darf man senkrecht rauszerren und reinpopeln und dabei hoffen, daß man beim Greifen nix verstellt, der Deckel irgendwie offen bleiben möge und nix vom anderen gezwungenermaßen senkrecht hingestapelten Kram (so er überhaupt reinpaßt…) mit rausfällt oder an die falsche Stelle purzelt.

Sowas wie meine kleine, aber trickreich entworfene und verdammt geräumige Tasche für die Spiegelreflexkamera wäre toll. Aber selbst Case Logic hat ganz offensichtlich mittlerweile jeden Anschein von Kreativität verloren.

Es wird wohl darauf hinauslaufen, daß ich wegen einer verdammten Tasche vor der Nähmaschine hocke…

Kommen derlei Dinger inzwischen wie Discounternähmaschinen alle aus derselben Drecksbude in China, Bangladesch oder wo auch immer??


RapidRAW

Ist ja krass.

Auf der Kiste hier läuft seit Jahren ja Lightroom 5.7. Das Programm ist zwar nun 12 Jahre alt – aber hey, bisher hat es meine Kameradaten brav gefressen – und dank der Unsitte, nur noch Mietlizenzen anzubieten, kann mich Adobe mal *kreuzweise*.

Also wird für den Fall einer neuen Kamera leider auch eine neue Bildentwicklungssoftware für die Kameradaten fällig, und unter Linux gab es da bisher die beiden Optionen RawTherapee und Darktable.

Ersteres ist ein meines Erachtens schlicht und einfach furchtbares Stück Software. Das ist jetzt subjektiv und mag für andere sehr gut anders sein, aber für mich ist RawTherapee einfach ein softwaregewordenes „Iieeh, geh weg“.

Und Darktable? Das habe ich nun zum x-ten Mal ausprobiert. Es hat sich zwar in den letzten Jahren in Sachen „Ergebnis“ endlich mal gemacht, AgX sei dank – aber es bleibt halt die Logik „wir machen ein Programm als Rahmen und werfen da unzählige Module rein“, die

  • weder besonders aufeinander abgestimmt sind und daher diverse aus Benutzersicht identische Funktionen doppelt und dreifach einbauen
  • noch im Benutzerinterface irgendwie logisch angeordnet werden können, weil irgendein Volldepp beschlossen hat, daß die Ablaufreihenfolge der Module im Programm (die „Pixel Pipeline“) aus unerfindlichen Gründen auch das Benutzerinterface fest vorgeben muß, und das auch noch in der ebenso idiotischen wie unveränderlichen Reihenfolge von unten nach oben.

Das macht Darktable leider alles andere als intuitiv, da es den Benutzer nunmal einen Dreck interessiert, ob ein Modul mit den Rohdaten (weit unten in der „Pixel Pipeline“) oder mit den auf die Bildschirmdarstellung umgerechneten Daten arbeiten sollte und damit weit oben in der Pipeline liegt. Der will einfach nur, daß es zum Beispiel einfach einen Regler für den Weißabgleich gibt – und nicht einen, den man bitte nicht benutzen soll (wo aber zwingend untendrunter dann das Kamera-Farbprofil einzustellen ist, ohne das die Bilder meiner Canon wegen des Bayer-Sensors einfach nur Grüntöne zeigen), und dann noch einen zweiten in einem anderen Modul an an einer gänzlich anderen Stelle dieses… Einstellungshaufens, den man dann gnädigerweise benutzen darf.
Und der möge bitte in der Nähe der Regler für Kontrast, Helligkeit, Schwarz-/Weißpunkt und Belichtung (einen pro Funktion bitte, was hier auch nur einen frommen Wunsch darstellt!) sein, weil er da logisch nun mal hingehört und auch einen Einfluß auf diese Einstellungen hat, auch wenn er im Programmablauf dann woanders angewandt wird.
Dasselbe gilt für „Zuschneiden“ und „Drehen“, die diversen Einstellungen für die Bildfarben, die wiederum nach Helligkeit und Kontrast angeordnet sein sollten, und… ach was, sagen wir einfach: alles.

Also rang der Meister mal wieder damit, diesem Moloch irgendwie eine Logik abzugewinnen, durchforstete auf der Suche nach Erleuchtung das Netz nach nach den Leidensberichten anderer…

… und stieß auf einen geradezu enthusiastischen Bericht eines Photographen zu „RapidRAW„.

Das Programm ist Open Source, kostet bis auf freiwillige Spenden nix und ist ein einziger riesengroßer Mittelfinger in Richtung Adobe. Die erste Version wurde vor gut einem Jahr von einem gerade mal frisch volljährigen Schweizer nach eigener Aussage (Links zu Reddit und zum Blog des Autors) innerhalb von nur ZWEI Wochen programmiert, weil er die Programmiersprache lernen wollte und ihm Lightroom einfach nur mächtig auf den Sack ging. Seitdem haut der Mann alle zwei Wochen eine neue Version für Windows, Mac und Linux raus – und was soll ich sagen: auf den ersten Blick kann dieses Programm bereits jetzt nahezu alles, was ich in Lightroom 5.7 je benutzt habe, hat eine bis auf wenige Kleinigkeiten äußerst intuitive und aufgeräumte Benutzeroberfläche – und sogar lokal laufende KI-Tools, die beispielsweise bei Retuschen einen recht guten Job machen. Hier mal ein Direktvergleich mit ein paar Screenshots:

Lightroom 5.7:

RapidRAW:

Bei Lightroom muß man einen möglichst gut passenden Strich über den Nagel ziehen und hoffen, daß die Automatik oder der Benutzer einen passenden Bereich findet, den man draufkopieren kann. Hier klappte das mit der Maserung trotz händischer Korrektur nicht so wirklich – wenn man sich Zeit beim Malen läßt, geht es besser.

Bei RapidRAW dagegen klickt man einmal auf den Nagel, der Rechner kämpft kurz – und das wars. Die Farbe paßt nicht ganz, aber sonst… wenn da mal eine Maske mit erstellt wird, mit der man dann diese Feinheiten ausbügeln kann, hat man damit echt gewonnen.

Meine Hochachtung an Herrn Köch für diesen Geniestreich. Mein neues Bildentwicklungstool habe ich jedenfalls gefunden, wie es aussieht – hoffentlich pflegt er dieses Programm langfristig!


Strahlungsmeßgerät SV500 – Baujahr ’78 vs. ’87

Dank des Glückgriffs in der Bucht habe ich nun (temporär, der eine landet aller Voraussicht nach über kurz oder lang in den Kleinanzeigen) zwei bis auf das Fertigungsjahr identische alte Bundewehr-Geigerzähler – einer von 1978 mit einer Seriennummer in den 4000ern, einer von 1987, Seriennummer nicht weit von der 27000 entfernt. Und eins ist spannend: Man findet im Netz lauter Anpreisungen irgendwelcher Händler für die späten Geräte – „dritte Serie“ … „Seriennummer ab 24000″… „letzte Version“ – aber null Hinweise darauf, warum diese letzte Version denn so toll sein soll.

Beim Benutzen fallen einem abgesehen vom Lack (gelboliv beim alten Gerät, bronzegrün-matt beim neuen) nur zwei Sachen auf:

  • die Beschriftung des Geräts und der Skalen sieht geringfügig anders aus (nicht der Rede wert) und
  • das neuere Gerät nervt vor allem bei ansteckter externer Sonde trotz des massiven Gehäuses mit recht lautstarkem Fiepen des Hochspannungsgenerators, während man beim alten schon genau hinhorchen muß, um irgendwas zu hören.

Was gibts noch? Die beiden Versionen sind da, also schrauben wir sie doch mal auf und gucken einfach rein:


Monozellen und Monozellen…

Der Schreck von Fukushima ist aus den Köpfen der Leute raus, daher kriegt man mit etwas Glück wieder Geigerzähler für die sprichwörtliche „Appel und Ei“-Mischung.

Über ein solches Angebot stolperte der Meister in der Bucht… und bot halt mal ein paar Euro. Da sich dank miserabler Beschreibung (sinngemäß: „ich habe null Ahnung, was ich da verkümmele, und keinen Bock, mich damit zu befassen“) und ebenfalls schlechten Bildern auch keine Mitbieter fanden, habe ich nun völlig unerwartet die fehlenden Originalsonden zu meinem Geigerzähler – und ein zweites SV500 dazu, mit dem ich gar nix anfangen kann. Das Gerät benahm sich erst einmal seltsam, bis ich das Batteriefach öffnete und das hier entnahm:

1000008781

Ja, das sind Monozellen. Aber damit hat es sich auch mit der Übereinstimmung dessen, was ins SV500 hineingehört. Die Dinger sind Lithiumzellen mit je 3V Nennspannung – und obwohl sie über 35 Jahre alt sind („Made in Western Germany“!), haben sie noch volle Leistung! Der Name „Eternacell“ war damals offensichtlich Programm.

Da spricht es schon eindeutig für die Qualität der SV 500, daß das Gerät die Mißhandlung von über 100% Überspannung ohne Schaden überstanden hat – schließlich sind diese Geigerzähler vom Hersteller einst für die Verwendung mit 1,2V-NiCd-Akkus spezifiziert worden.

Da muß man sich dann auch nicht ins Hemd machen, ob man denn 1,5V-Alkalinezellen nehmen kann…


Capslock-Delay wie bei Mac OS unter Linux

Die Caps-Lock-Taste, der ewige Schmerz eines PC… dann und wann sinnvoll, oft aber einfach nur nervig, wenn man sie versehentlich erwischt. Und das passiert mir alle naselang beim Tippen, wenn ich die Taste „A“ betätige.

Da hilft eine kurze Auslöseverzögerung für diese Taste. Unter MacOS ist ein Delay serienmäßig, unter Windows gibt es Progrämmchen wie Toggler dafür.
Unter Linux bin ich dagegen bisher verzweifelt, trotz der unzähligen Keymapper, die es gibt. Angeblich geht das wohl mit kmonad… irgendwie. Wie man das macht, erschließt sich dem Meister allerdings beim besten Willen nicht.

Nun hat ein neuer Fund endlich die Lösung gebracht. Wie so oft liegt es unter Linux wieder mal nur daran, das richtige unter den drölfzig Progrämmchen zu finden: Input Remapper ist einfach (sogar mit graphischer Oberfläche!) – und es hat eine Funktion namens „if_tap“, die dafür gedacht ist, nach einem kurzen Tastendruck Makro A auszuführen und nach einem langen Tastendruck Makro B. Das kann man sehr schön verwenden:

  1. Input Remapper (und nach Wunsch den Input-Remapper-Daemon, um die Anpassung beim Boot direkt zu laden) aus dem Debian-Repository oder von der Github-Seite installieren
  2. Nach dem Start begrüßt einen das Programm mit einer Liste der Geräte, die man anpassen kann. Eine normale USB-Tastatur ist meist als „HID…“ nebst dem Tastatursymbol gekennzeichnet. Diese auswählen.
  3. Man landet dann im „Presets“-Reiter. Ein Preset sollte bereits vorhanden sein, dieses anklicken, wodurch man in den „Editor“-Reiter springt.
  4. Nun klickt man unten links bei „Input“ auf „Add“, um einen Input zu ergänzen. Dann auf „Record“ klicken und die Caps-Lock-Taste drücken, um sie als Eingabetaste für die Aktion zu wählen. Wird der Tastendruck nicht erkannt, hat man in Schritt 2 das falsche Eingabegerät ausgewählt.
  5. Rechts bei Output begrüßt klickt man auf den Button „Key or Macro“. Dadurch ändert sich das Feld darunter in eine Dropdownliste „Target“ (hier „keyboard“ wählen, sofern es nicht automatisch angewählt ist) und in eine Eingabezeile.
  6. In die Eingabezeile nun den folgenden Text einfügen:
    if_tap(
    None,
    key(KEY_CAPSLOCK),
    timeout=600
    )

    Bei kurz gedrückter Caps Lock-Taste passiert gare nichts, bei lang gedrückter Caps Lock-Taste wird „Caps Lock“ an den Computer gesandt. Also genaus das gewünschte. Der Wert bei „Timeout“ ist die Ansprechverzögerung in Millisekunden. Irgendwas zwischen 300 und 600ms reicht da dicke, um irrtümliche Betätigungen auszuschließen.
  7. Abschließend aktiviert man die Funktion durch Klick auf „Apply“ im oberen Eingabefeld und kann sie testen – die Caps-Lock-Taste sollte nun verzögert ansprechen.
  8. Mit „Autoload“ wird die Änderung automatisch angewandt. Mit „Rename“ kann man dem Preset optional noch einen sinnvollen Namen verpassen.
input remapper capslock makro

Et voilà: Problem gelöst :-)


Kurbel-Kaffeemaschine

Also wenn mir einer vor knapp zwanzig Jahren gesagt hätte, daß $mylady heute so an meiner alten Jura Subito hängt (der Link führt auf die Jura-Website von 2005 – also nicht über die Größe wundern, damals waren die Bildschirme halt kleiner) – den hätte ich für verrückt erklärt. Der erste Kontakt ging eher in die Richtung von „Das komische Ding faß‘ ich nicht an…“

Die Einstellung wandelte sich, als sie irgendwann den Kaffee aus ihrem damaligen … Ding… mit dem aus der Jura verglich – und dabei ist die nur ein… öh… auf Handbetrieb umgebauter Vollautomat und keine Siebträgermaschine.
Und seitdem hat die Kaffeemaschine täglich zu tun – und nicht nur alle Jubeljahre, wenn ich mal einen Kaffee trinke. Und da sowas nicht ohne Folgen bleibt, habe ich daher alle paar Jahre mal den Job, die Kaffeemaschine zu warten, zu reparieren und dabei im Stillen darüber zu fluchen, warum ich mir damals dieses halbautomatische Kurbelkuriosum bei Ebay ersteigert habe und nicht gleich eine anständige Siebträgermaschine…

Leider werden so langsam die Ersatzteile knapp. Bei einem noch im letzten Jahrtausend auf den Markt gekommenen, als „Sparversion“ gedachten und laut archive.org seit fast exakt sechzehn Jahren nicht mehr hergestellten Haushaltskleingerät kann man sich zwar wirklich nicht darüber beschweren, aber… naja, ist halt doof.

Und wie jedesmal, wenn die Maschine mit einem „Klock“ des Fehlerstromschutzschalters im Sicherungskasten mitteilt, daß sie zerlegt werden will, ist es das verdammte Dampfventil. Abgesehen von Dichtungen und dem einen oder anderen Plastikteil geht an dem Gerät irgendwie nie was anderes kaputt.

Eben dieses Ventil…


Evolution – live und in Farbe!

Tschernobyl kennt seit 1986 ja jeder – und an die Vorhersagen einer strahlenverseuchten, lebensfeindlichen Wüste wird manch einer sich auch erinnern.

Auf uns Menschen trifft das auch zu. Die Natur dagegen behilft sich aber auf höchst spannende Weise selbst – mit krebsresistenten Wölfen, Fröschen mit Strahlenschutzfarbe und im wahrsten Sinne des Worts gammastrahlungsfressenden Pilzen! Evolution live miterlebt, und das in gerade mal vierzig Jahren: https://theconversation.com/40-years-on-from-the-disaster-why-there-are-foxes-bears-and-bison-again-around-chernobyl-280300

Das zeigt mal wieder: die Spezies „Mensch“ kann (und wird vermutlich über kurz oder lang…) sich selbst weitgehend ausradieren – die Natur aber wird überleben, egal was wir anstellen.


Mal was rundum sinnvolles von der CDU!

Die haben sich die Mühe gemacht, den IMO nicht anders als „Haufen brauner Drecksäcke“ zu nennenden Laden namens AfD auseinanderzunehmen, das schön mit Zitaten dieser „Partei“ gewürzt, und das Ergebnis in einer Broschüre zusammengefaßt. Auf den ersten Blick sehr lesenswert: https://www.cdu.de/app/uploads/2026/05/AfD_Abstieg-fuer-Deutschland_Broschuere.pdf


Das ewige Problem mit der Butter…

WGT naht, und wie jedes Jahr beim Einkauf war die Frage von $Mylady: „Was nimmst Du denn als Butter fürs Frühstück mit?“

Das ist ja immer dasselbe. Ein 200g-Block ist einfach viel zu viel und der Stoff wird von der Fahrt ja auch nicht besser. Einen Teil des Zeugs in eine normale Plastikdose zu quetschen ist ebenfalls unpraktisch – entweder es erfordert fleißige Schnitzerei oder man hat eine riesige Dose. Und dann beim Früchstück auf dem Deckel desselben herumsäbeln mag man auch nicht… umgekehrt kriegt man aber im Supermarkt auch keine sinnvollen kleineren Butterpackungen – und passende kleine verschließbare (!) Butterdosen finden sich schon gleich dreimal keine.

Also hat der Maschinist nun seine eigens designte Butterdose mit Zahnradverriegelung gedruckt (der Link führt zu Printables, da gibts mehr Bilder und auch die Druckdaten), passend für ein Stück quer vom deutschen Normbutterklotz abgeschnittene Butter. Sieht von unten ein wenig steampunkig aus, obwohl gar nicht beabsichtigt. Problem gelöst.

1000008889

Damit ist der Meister dann für die nächsten Tage weg :-)

(Dabei fällt mir eine Frage an das Ich ein: sag mal, $tm, ich hab da so im Ohr, daß Du Dich „so in drei Wochen“ mal wieder melden wolltest, wenn Du in DA bist. Das war Mitte Februar… ;-) )


Na, FDP, zurück in die 50er?

Statt sich vielleicht mal die unsoziale neoliberalistische „Steuern runter – Steuern runter -egal wie“-Ein-Thema-Klientelpolitik der letzten Jahrzehnte kritisch zu hinterfragen (der Freiburger Kreis ist als einzige positive Institution dieser Partei seit dem Ende von Frau Leutheusser-Schnarrenberger ja effektiv mundtot gemacht), soll nun ausgerechnet ein Herr Kubicki die Tröten der FDP aus der Bedeutungslosigkeit herausführen.

Zur Erinnerung: das ist genau der Typ, der sich einen Dreck um die Abgrenzung zum braunen Gesocks schert.

Aber gut, das hat in der FDP ja lange Tradition. Und damit meine ich nicht mal den Typen aus Thüringen (der paßt aber durchaus auch dazu), sondern man google vielmehr mal nach dem „Naumann-Kreis“


Zeug mit Internetzugang

Wozu zum Teufel braucht [beliebiges Haushaltsgerät hier einfügen] einen Internetzugang und eine App?!

Aktuelles besonders tolles Beispiel bei Heise: ein Standventilator – für knappe 200€. Macht ja auch total viel Sinn, so ein Ding ins Smart Home einzubinden – denn dann kann man es auch von unterwegs einschalten, damit der Goldfisch eine kühle Brise kriegt!

… irgendein Volltrottel kommt bestimmt auf diese oder eine ähnliche Begründung und kauft das Ding.

Ich für mein Teil verweise da nur auf diesen XKCD-Comic


Seltenes Kunstwerk

… ich nenne es: „Vertippt – oder ‚ein Chef sieht rot'“…

shell fehler2

Einen Preissturz von über 60 Cent an der Tanke sieht man nicht alle Tage… und das auch noch für die Autobahntankstellen. Und dank der Preisregel kann Shell auch bis morgen mittag nicht zurück, der Preis ist ja – abseits der üblichen Raststätten-Abzockerei – durchaus im normalen Rahmen… halt nur nicht für die Apotheke namens Shell.

Das war selbst dem Fernsehen eine Meldung wert. X-D


Elikliv EM4K / Tomlov TM4K – Akku loswerden

So schön Lithiumakkus sind – die mittlerweile um sich greifende Unsitte, die Dinger in alle möglichen und unmöglichen Geräte einzubauen, nervt einfach nur. Jeder Akku will regelmäßig gebauchpinselt werden, indem man nach ihm guckt, ihn nicht zu heiß und nicht zu kalt lagert, den Ladestand prüft und ihn ggf. auflädt – aber bitte am besten nicht zu voll. Früher zu Nickel-Cadmium-Zeiten hieß mangelnde Pflege ja einfach „Akku hinüber“. Heutzutage kann das schlimmstenfalls in einen netten Brand ausarten, nachdem gerade Lithiumakkus eine ernsthafte Tiefentladung mit folgendem Wiederaufladen ja mal so gar nicht leiden können.

Neben der Reisemunddusche ist das EM4K bisher des Meisters persönliche Krönung, was gänzlich sinnfreie Akkus angeht – immerhin ist das Ding in der „Flex“-Version ein nicht selber standfähiges, sondern mit einem nicht allzu leichten Auslegerarm an einer Tischplatte fest anzuklemmendes Bildschirmmikroskop, dessen Verwendung in Wald und Zelt mir schleierhaft ist! Vermutlich war die Lithiumzelle einfach billiger als eine vernünftige Spannungsversorgung… Leider funktioniert das Gerät nicht ohne, und es will ihn auch noch im Standby laden können. Also stellt sich die Frage: wie ersetzen wir den?


Warum zur Hölle arbeite ich eigentlich jeden Tag?!

Erkenntnis beim Stöbern im Weblog von Kumi

Mal ganz ehrlich: bei Angeboten wie diesem und diesem hier frage ich mich eben dieses. Man müßte einfach nur dreist genug sein, ein billig abgedrehtes Stück Rundmaterial mit irgendeinem esoterischen Gewäsch zu versehen und für teures Geld anzubieten…

Ich bin einfach zu ehrlich. Kann man sich aber mal merken, falls später die Rente nicht reicht }:-)


Hessenlogo

Na dann… Hessen hat sich zum achzigsten Geburtstag ein neues Logo geschenkt.

Wenn’s schee macht… auch wenn die Frage nach dem Sinn in der Tat berechtigt ist. Vermutlich war es eine Art Sandkastenneid – Schießwech-Holzbein und BaWü haben ein neues Logo, also wollen wir auch eins!

Immerhin ist man nicht dem dortigen Beispiel der „Simplifizierung“ gefolgt. Ohne Hilfe hätte ich beim besten Willen nicht erkannt, daß es sich bei dem zackigen roten Klecks im Logo von SH um ein Nesselblatt handel soll, das ist doch bestenfalls ein stark stilisierter Hummer mit zu vielen Beinen…

Der besoffene Löwe im Alternativvorschlag der Partei hat finde ich aber auch was (auf das Bild klicken, um den Weblogeintrag auf der Website der Partei zu öffnen!):


Das ist ja mal ne fette Henne!

Fund beim Einkauf:

fettehenne

Schon Truthuhn? Doch noch Hinkel? – … Nennen wir es… „Trutel“ ^^


Einfacheres CMS?

So alle paar Jahre komme ich ja wieder auf die Idee, mal zu gucken, ob der fette Otter namens WordPress denn das richtige für diese Seite ist… aber irgendwie hat alles seine Nachteile. Dabei gibt es echt so einiges.

Des Meisters Anspruch an ein CMS für ein Weblog ist

  • vor allem mal eine Art Verwaltung für Bilder und ähnliches, mit der man über den Browser möglichst einfach ein Bild hochladen kann, das dann z.B. automatisch skaliert und bereinigt wird, sowie
  • ein wenigstens leidlich vernünftiger WYSYWYG-Editor, der im Browser läuft und mit dem man einfach dort, wo es einem gerade einfällt, direkt drauflostippen, Bilder in den Text einbinden, einen Post erstellen und ihm einen Go-Live-Zeitpunkt und Kategorien / Schlagwörter / wasauchimmer zuweisen kann. Und zwar egal, ob zuhause oder unterwegs beim Kacken inner Kneipe.

Hinzu kommt dann noch

  • ein taugliches Kommentarsystem,
  • eine Funktion, um Wasserzeichen auf die Bilder zu kriegen,
  • eine Möglichkeit zum Prüfen/Bereinigen verschwundener Links sowie
  • als Wunsch ein wenig Spielkram so à la Zufallszitat des Tages, Liste der gerade meistgelesenen Posts, einen RSS-Feed für das Ich, etc.

Tja. was gibts denn so? Hier mal eine höchst unvollständige Liste dessen, was mir so vor die Füße gekommen ist:

  • CMSimple: antikes, aber immer noch lebendiges System. Hurra, es kann mit Kommentaren umgehen. Der Rest ist aber… „kreativ seltsam“ sagen wir mal, wenn ich mir die Demo so ansehe…
  • Craft: sieht erstmal echt spannend aus. Aber Kommentare entweder via Disqus oder nur gegen Geld? Nö.
  • Drupal: Älter als WordPress, mit mehr Fokus auf Sicherheit, was ja eigentlich gut ist. Kann alles benötigte, aber nach dem, was man so finden kann, sind ausgerechnet Updates ein ziemlicher Krampf. Die sind bei WordPress erfreulich einfach.
  • Grav: ein immer wieder mal als toll erwähntes Flat-File-CMS. Als eines der wenigen mir bekannten dieser Art muß man sich nicht mal mit Markdown herumärgern, es hat wohl direkt einen Editor. Nur kann der leider nicht besonders viel (selbst eine Grafik einbinden klappt nur über Markdown…), und Kommentare sind auch nur gegen Geld möglich.
  • Hugo ist mir zu… naja, unübersichtlich. Eigentlich minimalistisch, aber… Kleines Beispiel: Ab Werk will da alles mit einem Texteditor konfiguriert / erstellt / editiert werden. Danke, nein, auch nicht mit einem Texteditor-Plugin – da kann ich genausogut wie um die Jahrtausendwende Seiten gleich direkt in HTML zusammenbasteln. Alternativ gibt es dann Frontends wie Sitepin, die das ganze auf den ersten Blick durchaus benutzbar machen, aber eben auch wieder Geld kosten und Closed Source sind oder aber andere Seiten wie Github als „Editor“ mißbrauchen.
  • MODx: kann auch als Weblog benutzt werden, ist aber dafür gar nicht gedacht.
  • Processwire: wenn jemand, der von Datenbanken mehr Ahnung hat als ich, so etwas wie hier schreibt, dann lasse ich die Finger von dem Ding. Nicht näher betrachtet.
  • Serendipity: ja, das gibt es immer noch. Und soweit erkennbar leidet die Funktionalität immer noch unter dem Sprung auf die Version 2.0 vor zwölf (!) Jahren, die mich damals zum Wechsel zu WordPress veranlaßt hat…
  • Typo3: Noch mehr „over the top“ als WordPress (ERP-Anbindung beispielsweise…), daher raus.

Mal sehen, was noch so aufpoppt… bisher scheint WordPress aber die beste Wahl zu sein,


Elikliv EM4K / Tomlov TM4K – Teardown und Akku

Nach Monaten (grr….) geht es mit dem Elikliv weiter. Kurz der letzte Stand: Die Optik als solche ging ja nun, nur die Elektronik konnte mich nicht leiden. Das Verkaufspersonal des Hersteller war vordergründig erfreulich unkompliziert. Nach einem Video der Dysfunktionalität – Chinesen mögen offenbar bewegte Bilder – kam erst die Frage nach der vorhandenen Technik (man geht wohl davon aus, daß die Käufer technisch versiert sind) und dann die Bitte, das Mikroskop doch aufzuschrauben und hier mal zu gucken, dort mal die Spannung zu messen, mit der Wärmebildkamera draufzuhalten etc… mit dem Ergebnis „der Prozessor wird zu heiß, da ist was kaputt. Wir senden Ihnen ein neues Board und eine neue Batterie zu.“ Eine sehr angenehme Abwechslung zum hierzulande eigentlich üblichen Vorgehen „jo, da müsse se’s einschigge… dauert dann so sechs bis zehn Wochen…“

Dachte ich. Es war aber nicht das Mainboard im Paket, sondern die I/O-Port-Platine mit dem USB-Stecker. Wie die den Prozessor zum Überhitzen bringen soll, konnte man mir auch nicht erklären… und erst nach wirklich wochenlanger Diskussion (zusätzlich unterbrochen durchs chinesische Neujahrsfest) nebst Vorkasse (das Geld gabs dann wieder zurück, als klar war, daß es wirklich am Mainboard lag) kam dann endlich ein neues Mainboard. Diese kleine Platine macht wohl grob ein Viertel des Gesamtpreises vom Mikroskop aus – das ist denen offensichtlich zu teuer, diese Dinger auf gut Glück zu versenden -.-

Aber gut, besser spät als nie – hier ein ausnahmsweise mal auf Wunsch des Herstellers durchgeführter Teardown.

Das Zerlegen gestaltet sich erfreulicherweise simpel. Erstmal die Aufkleber (Typenschild und den großen schwarzen Aufkleber auf der Rückseite) lösen – Wärme und eine Pinzette helfen, wenn man beide nicht schrotten will. Das darunter liegende Batteriefach zunächst nicht aufschrauben. Die am Gehäuserand sichtbaren Schrauben lösen und das Gehäuse auseinanderhebeln. Nun die beiden Flachkabelverbinder öffnen und dann kann man das Display samt Rahmen abnehmen.

Als erstes grinst einem das Mainboard entgegen – im Endeffekt nach den mir vorliegenden Informationen ziemlich dasselbe wie bei einer Dashcam.

Links oben ist der Stecker für den Kamerachip, rechts daneben das rote und schwarze Kabel führt zu dem kleinen und relativ sinnfreien LED-Ring rund ums Objektiv.

Die Kabel, die rechts im Bild im Schlitz des Mainboards verschwinden, führen zum nachträglich fest reingebastelten Akku – eigentlich war da offensichtlich ein richtiges Batteriefach geplant; die Leiterplatte hat jedenfalls Anschlüsse für die Batteriefachkontakte, die auch im Gehäuse vorgesehen sind.

Rechts oben ist das Kabel zum Bedienpanel und dem – natürlich – Touchregler für den soeben erwähnten LED-Ring, …


Für Tippfaule…

… und weil der Meister selbst dazu neigt, beim Eintippen von „mechanotronikum.de“ auf dem Handy irgendwelchen Murks in der Adreßzeile des Browsers zu produzieren, ist das Mechanotronikum nun auch unter einer kürzeren Adresse zu erreichen: me-m.de

Etwas überraschend, daß man überhaupt noch so kurze URLs kriegt – aber mir solls recht sein :-)


Kuriositäten der Linux-Konsole

Das muß man jetzt nicht verstehen…:

Neulich war $Myladys Rechner dran mit dem Upgrade auf MX Linux 25. Und da muß man an einem Punkt mit Strg-Alt-F-Taste auf eine Konsole wechseln.

Die sah auch erstmal normal aus – bis die Textausgabe den Bildschirm füllte: da verschwand der Cursor am unteren Bildschirmrand… und ward nicht mehr gesehen.

Nach einiger Probiererei folgende Erkenntnis: die Konsole funktionierte, war aber der Ansicht, daß der Bildschirm grob viermal so hoch sei wie er wirklich ist. Nur sind virtuelle Monitore eher schlecht ablesbar… offenbar hatte der Nvidia-Treiber irgendwelchen Mist gebaut, denn mit dem Nouveau-Treiber war alles gut.

Am Ende stellte sich heraus, daß eine Anpassung der Auflösung des GRUB-Bootloaders beim Nvidia-Treiber aus unerfindlichen Gründen auch die Textgröße der Konsole ändert: sobald man die Auflösung des Boot-Bildschirms auf die echte Monitorgröße statt der bei Debian üblichen 1024×768 ändert, ist die Konsole wieder benutzbar.


Und die nächste Futtervermurkelung…

Nutella ist nun schon eine Weile zu süß und will wieder in seinen Originalzustand zurechtgetuned werden – nun gehts in die andere Richtung:

Bis 2022 galt die seit Jahrzehnten gültige Vorschrift „Apfelmus enthält mindestens 16,5% Zucker“ – denn dann schmeckt es. Wer das nicht wollte, konnte sich Apfelmark kaufen.

Nun ist diese Vorgabe geändert worden und mittlerweile kriegt man kaum noch genießbares Apfelmus. Des Meisters Verdacht fällt auf jene Ernährungs-Eiferer, die alle möglichen Großeltern in den Wahnsinn treiben, indem sie den Eltern einreden, daß jegliche Art Kristallzuckerzufuhr des Teufels und zu unterbinden sei.

Aber Honig, oder gar Fructose, Agavendicksaft und ähnlicher Quatsch, das ist ja natürlich und daher dann wieder gesund. Mein Arsch – Zucker ist Zucker!

Und wenn ich Apfelmus essen will, will ich Apfelmus – und keine ungesüßten zermatschten Äpfel. Sonst würde ich ungesüßte zermatschte Äpfel essen!

Auf jeden Fall ist die Lösung dank der vorgegebenen Nährwerttabellen auf dem Etikett zum Glück einfach: man nehme sich z.B. das vermurkste Apfelmus von Sonnen-Bassermann, das früher mit 17…18g Zucker pro 100g sehr lecker schmeckte, nun aber nur noch 14g hat. Also fehlen 3..4g Zucker pro 100g oder leicht abgerundet 10..14g für ein 360g-Glas.

Den Zucker abwiegen, rein damit ins volle Apfelmusglas, kräftig umrühren – und man hat wieder genießbares Apfelmus.

Nervige Öko-Vollhonks!


Nach 80 Jahren freigegeben…

Seit kurzem kann man nachgucken, wer denn so alles in der NSDAP war – das US-Nationalarchiv hat die Akten mit den Mitgliederkarteikarten freigegeben: https://catalog.archives.gov/id/12044361

Durchaus interessant, da mal nach Opa Erich oder Uroma Helene zu buddeln, auch wenn die Suche umständlich ist: man kann einen Namen suchen, kriegt dann die Ergebnisse angezeigt, muß sich dann ein üblicherweise einige tausend Seiten dickes PDF von irgendwas zwischen 150 und 400MB herunterladen und das dann von Hand durchscrollen, da man wohl angesichts des Gemisches aus Schreibmaschinenschrift, herkömmlicher mehr oder weniger unordentlicher Schreibschrift und Sütterlin auf eine Texterkennung verzichtet hat. Immerhin ist die Sache in deutscher Gründlichkeit alphabetisch sortiert.

Zwei (natürlich lang verstorbene) Leute aus meinem Bekanntenkreis habe ich schon gefunden. Einer war wohl sogar so angetan von Hitler, daß er direkt nach der Machtergreifung eingetreten ist. Was trockene Zahlen einem so erzählen können…


Glühlampe 2: Viel Trara für kleines Birnchen

Über kurz oder lang wird für die Sartorius wohl eine neue Lampe fällig werden, da die regelmäßig Arbeit hat, wenn es was für die Ratzen abzuwiegen gilt. Die getunten Fahrradbirnchen da drin kriegt man aber seit Jahrzehnten nicht mehr… überhaupt scheinen selbst normale Fahrradbirnchen selten zu werden. Kein Wunder. Wer will schon mit einer der Funzeln rumfahren, die vor 30 Jahren am Drahtesel Stand der Technik waren – am besten noch mit laut jammerndem Seitenläuferdynamo -, wenn man heute statt elektrischer Dunkelheit aus dem Scheinwerfer dank LEDs ein Licht kriegen kann, das diesen Namen auch verdient?

Bei der Waage will man aber umgekehrt nicht blind werden, wenn man auf die Anzeige guckt. Also heißt es erstmal: rausfinden, wie hell das Birnchen da drin denn ungefähr sein mag.

Nun war der Meister wegen seines ebenfalls glühbelampten Mikroskops ohnehin auf der Suche nach Daten, also machen wir doch direkt weiter. Und bei einer Skala ist es mir auch vollkommen schnurz, ob ich ein homogenes Lichtspektrum kriege oder nicht.

Da gibt es aber ein paar Hindernisse:


Such die Glühlampe…

Zum Geburtstag gab es ausgesprochenen Unsinn: ein altes Mikroskop, richtig schön aus den 60ern, schwarz, mit Magahonikasten und natürlich von Leitz. Feinmechanik vom feinsten, Originalpreis 1965 4617 DM, was inflationsbereinigt so ungefähr 12000 Euronen heute entspricht.

Und selbstverständlich mit der 6V/15W-Glühlampenbeleuchtung, die seinerzeit State of the Art war,

Mikroskoplampen gibts auch heute noch – nur welche paßt? Maßlich gibt es hier zwei nahezu gleiche Typen – die Bezeichnung von Osram, die sich offenbar als Quasistandard durchgesetzt hat, war „8017“ und „8018“. Beide mit BA15d-Sockel, beide mit 6V 15W, beide für Mikroskope, bei bis auf 2mm Länge identisch. Nur der Glühfaden sieht anders aus.

Die (von bei einem Händler in Kapstadt als PDF gekaufte, andere Quellen waren nicht zu finden) Bedienungsanleitung schweigt sich zum Typ der Lampe aus. Da half also nur eine kleine Odyssee durchs Netz, ausgehend von der „Preisliste Laboratoriumsmikroskop LABORLUX“ von 1965, die dem guten Stück auf Papier beilag. Demnach hat die Glühlampe das Bestellwort „LINOP“. Nun hat Leitz diese Bestellworte zwei Jahre später in Bestellnummern geändert… und natürlich findet man erstere nicht in den gängigen Listen der Anbieter von Spezialglühlampen.

Nach etwas Suche hilft eine Preisliste von Leitz USA von 1967 weiter, die auf einer kanadischen Geologenwebsite liegt: die sagt schon mal, daß das Bestellwort „LINOP“ seinerzeit in die Leitz-Bestellnummer 500-012 geändert wurde. Also suchen wir doch mal nach „500-012 Lampe“. Finden tut man damit aber immer noch nichts. Also weitersuchen und -finden…

… diesmal bei einem von pdfcoffee.com eingesammelten portugiesischen Katalog: „ML7749 Lamp. Microscope WILD 6V 15W BA15D 38-00-29-9020 Zeiss, 38-29-9020 Zeiss, 166-324/6V/15W LEITZ-LEICA 166-324/6VOLT/15WATT WILD, 166-324 USHIO, 166-324 WILD 500-012/6V/15W LEITZ-LEICA, 500-012 USHIO“

Damit haben wir schon mal zwei Alternativnummern: Leitz/Wild 166-324 und Zeiss 38-00-29-9020. Und mit denen findet man dann auch raus, daß das gesuchte Objekt eine Osram 8018 ist, die auch von Philips als 13347W verkauft wurde. Und letztere findet man – handgefertigt von Dr. Fischer, die 2010 die Produktion von Philips übernommen haben – sogar noch zu leidlich akzeptablen Preisen von knapp 15€ – aber nur, wenn man sucht: manch ein Händler ruft für eine dieser Lampen allen Ernstes fast 60€ auf.

Bingo :-)

Ohne Internet wäre das spaßig geworden, nachdem Leica als Nachfolgeunternehmen von Leitz nach eigener Aussage keinerlei Unterlagen mehr aus Leitz-Zeiten besitzt.


Na endlich!

Seitdem der Meister dieses Weblog betreibt, fehlt eine Kleinigkeit: irgendwelche verlinkten Seiten automatisch zu sichern – egal ob das nun im Internet Archive, im Ghostarchive oder doch beim (Update 22.2.26: seit kurzen leider berechtigterweise verrufenen) Archive.today passiert. Viele Seiten sind zwar lange vorhanden, aber als zum Beispiel das Ich ohne Vorwarnung seinen Hugo ermordete, war das doch ein wenig schade.

Jetzt hat das Internet Archive aber endlich ein Plugin rausgebracht, das eben dieses tut. Direkt mal installiert :-)


Meinen widerwilligen Respekt…

… dem Arschloch, das das Gehäuse des Braun Silk-épil xelle von $mylady konstruiert hat. (Das Ding mußte auseinander, weil eine Haltenase für den Haarausreißkopf gebrochen war. Man kann die super mit anständigem Sekundenkleber kleben – wenn man denn drankommt…)

Auf jeden Fall stand im Pflichtenheft wohl explizit „nicht zerstörungsfrei zerlegbar“ drin, anders ist der nicht unerhebliche Aufwand für die garantiert von außen nicht erreichbaren Rastnasen – mit Sollbruchstellen an den Einhakpunkten! – nicht zu erklären.

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Zwei der abgerissenen Plastik“brücken“. Keine Chance, das Ding anders aufzubekommen – da kommt man nicht dran.

Ich hasse solche Konstruktionen! Das wird nur noch getoppt von „zusammengepappt und vergossen“!

Der Typ hat aber was übersehen:


XWayland-Programme starten auf dem falschen Monitor

Noch eine kleine Unannehmlichkeit bei Monkey Island: mit dem erzwungenen Start im X11-Kompatibilitätsmodus suchte sich das Programm (natürlich…) den falschen Monitor aus.

Mit dem folgenden Workaround ließ sich das unter KDE Plasma einfach lösen:

  • z.B. mit Alt-Tab aus dem laufenden Spiel rausspringen, so daß man an die Taskleiste drankommt.
  • Einenn Rechtsklick auf den Programmeintrag machen und dort unter „Mehr“ den Haken bei „Vollbild“ entfernen:
vollbild
  • Nun kann wird das Programm in einem Fenster dargestellt.
  • Auf den gewünschten Monitor verschieben und dort maximieren.
  • X11 und damit XWayland merkt sich den Monitor und startet das Programm dort dann immer – Problem gelöst.

Auf Vollbild schaltet Monkey Island dann beim nächsten Start von selber, daher habe ich mir nicht die Mühe gemacht, den Haken wieder zu setzen.


Einfach mal wieder daddeln :-)

Das Zeug, was in der Bude zu machen war, ist erledigt, und die Linse für das Mikroskop ist noch nicht da – also kann einfach mal wieder ein bißchen gezockt werden. Auch mal sehr entspannend. Und da sich aufgrund irgendeiner miesen Laune des Spiels meine Speicherstände zu Divinity Original Sin 2 mit einer nüchternen Fehlermeldung in Luft aufgelöst haben (… und der Ordner nicht im Backup mit drin war…grmbl…) kommt nun Return to Monkey Island zum Zug.

GOG unterstützt bei seinen Linux-Spielen übrigens ausdrücklich kein Wayland, wie der Meister lernen durfte – daher erkennt das Spiel keine Mausklicks.

Zum Beheben muß das Spiel unter X11-Emulation gestartet werden: Entweder man setzt Exec=env QT_QPA_PLATFORM=xcb vor den Startbefehl im Shortcut des Startmenüs oder man fügt in den Lutris-Einstellungen für das Spiel eine Umgebungsvariable „QT_QPA_PLATFORM“ mit dem Wert „xcb“ ein. Da hat sich die Suche wegen OBS vor kurzem direkt doppelt gelohnt.

Willkommen zurück, Mr. Fleetwood… Keepgood… Threepwood :-)

Update 29.12: Fertig. Hm… also, Herr Gilbert, wäre dieses Spiel statt Monkey Island 1 gemacht worden, hätte es den Rest der Serie niemals gegeben. Und mit der Grafik kann ich dabei wohlgemerkt durchaus leben – mit der Ausnahme von Elaine vielleicht, die sich von der höchst wort- und schlagkräftigen Gouverneurin der Vergangenheit irgendwie in eine dümmlich lächelnde unterbeschäftigte Sozialpädagogin im Piraten-Faschingskostüm verwandelt hat. Immerhin konsequent – die Optik paßt dazu, wie sie sich verhält.
Das Spiel als solches fällt unter die Kategorie „kurz und ohne jede Tiefe, aber mal ganz nett, wenn man es für nen Fünfer auf dem Grabbeltisch findet“. Aber auch nur, wenn man neben Elaine die Szenen geistig ausblendet, an dem der Autor sich den belehrend erhobenen Zeigefinger nicht verkneifen konnte. Die sind auch weder spielrelevant noch kann man irgendwas durch eine andere Entscheidung im Spiel dran ändern, sondern sie sind offensichtlich nur drin, weil irgendeine Volltröte es für nötig befunden hat, daß Adventures heutzutage unbedingt gewaltfrei und belehrend sein müssen und beispielsweise einfach so Bäume fällen voll pöhse ist und so.
Das Ende dagegen… ja, Ron Gilbert mag bekanntlich keine Enden. Dieses hier ist aber finde ich… sehr vorsichtig ausgedrückt unerfüllend, daran hat auch die Begründung im versiegelten Brief (Menüpunkt „Sammelalbum“) nix geändert. Der Herr der Ringe endet schließlich auch nicht damit, daß Frodo in Wirklichkeit als Kassierer im Supermarkt arbeitet, da auf dem Klo eingepennt ist und Sauron aus der Lautsprecherdurchsage zusammenphantasiert hat oder sowas. Und ja, das (vergleichbare) Ende von Monkey Island 2 fand ich auch schon scheiße.

Fantasygeschichten und Adventures sollen doch bitte losgelöst von den Niederungen der Realität bleiben, finde ich. Dieses Spiel hier ist dagegen… tja, was? Am ehesten wohl eine softwaregewordene Midlife-Crisis.