Nutella-Reverse-Engineering 2

Der erste Test ist abgeschlossen. Erkenntnisse:

  • zweieinhalb Minuten in der Mikrowelle bei 270W bringen Nutella von Raumtemperatur auf “gut handwarm”, cremig und leicht verarbeitbar.
  • 4g Sarotti-Kakao (schwach entölt, stark entölten gabs nicht) in einem 500g-Glas ist zu wenig. Entweder spuckt der Rechnung das Mehr an Milchpulver in die Suppe oder der Kakao ist milder als der, den Ferrero nutzt.
  • 6,7g ist immer noch ein bißchen wenig – oder der Geschmackssinn hat Unfug erzählt.
  • 9,3g ist etwas zu viel.

Nun wird das das Glas erstmal geleert. Dann folgt der nächste Versuch.


3-6-9-12

Schön einfach zu merken, die Empfehlung, in welchem Alter Kind was mit Internet tun darf:

  • unter 3 Jahren überhaupt nix – kein Fernsehen, kein Computer, kein Smartphone, kein anderer Bildschirm
  • unter 6 Jahren nur Fernsehen
  • unter 9 Jahren nur Fernsehen oder Spielekonsole mit geeigneten Spielen, kein Internet oder Handy/Smartphone
  • unter 12 niemals ohne danebensitzende Aufsicht ins Internet.

Und wenn sie dürfen, dann nur in engen zeitlichen Grenzen:

  • 3-6-Jährige maximal 30 Minuten pro Woche in Begleitung Erwachsener an Bildschirme (TV, Tablet). Und “in Begleitung” heißt, daß der Erwachsene nebendran sitzt und mit guckt und jederzeit eingreifen kann; nicht daß er itgendwo im Haus anwesend ist.
  • 6-9-Jährige maximal 5 Stunden pro Woche, in Begleitung Erwachsener wohlgemerkt
  • 9-12-Jährige maximal 7 Stunden pro Woche, ebenfalls in Begleitung Erwachsener

Wenn man sich nicht dran hält, kriegt der Nachwuchs folgendes ab:

  • motorische Hyperaktivität (liegt heute das um 3,5-fache höher als die Angaben in der Fachliteratur)
  • Konzentrationsstörungen (um das Dreifache höher)
  • Sprachstörungen (um das Anderthalbfache höher).
  • als Spätfolge Internetsucht (16,1% der 13-16jährigen)

… wenn ich mir einige mir bekannte Kinder und den einen oder anderen Azubi angucke, muß ich leider sagen: die haben vollkommen und absolut recht damit.

Jetzt müssen es nur noch die Eltern schnallen.


Glück kaufen

Interessanter Artikel im “Harvard Business Review”, auf den die Herren von Krautreporter da verlinkt haben: Time for Happiness

Kurzzusammenfassung: Geld und Erfolg machen nicht glücklich; man setzt beides am besten dafür ein, sich Freizeit zu kaufen.

Es ist faszinierend, wie wenige Leute von selber auf den Trichter kommen. Dem Meister fallen spontan so einige Arbeitskollegen ein, denen man das mal zeigen könnte…


Tastaturdämpfer

Eine Stunde lang Tasten abpopeln, kleine-Plastik-Silikonkappen mit viel Gewalt draufklicken und Tasten wieder aufstecken: Daumen und Zeigefinger kribbeln noch etwas vom reichlich unergonomisch konstruierten Abzieh- und Draufsteck-Hilfstool, aber: die Scheißteile halten wirklich, was die Werbevideos auf DuRohr versprechen! Ein Hoch auf die Konstrukteure!

Warum bietet Cherry sowas nicht ab Werk für alle Schaltersorten an?

Tastaturdämpfer

Nutella-Reverse-Engineering

Mit dem neuen Nutella kommt der Meister nicht klar. Das Zeug schmeckt mir nicht.

Leider geht meine letzte Reserve der guten alten Mixtur (zwecks Lebensdauerverlängerung notgedrungen im Kühlschrank aufbewahrt) langsam zur Neige, also brennt es mangels Einsicht seitens Ferrero doch etwas unter den Nägeln, Ersatz zu finden. Mischungen von Alternativprodukten (1/3 Caotina Kakaocreme auf 2/3 Nutoka sah ganz gut aus, paßte aber einfach nicht so gut wie erwünscht – und ist arschteuer) haben leider nicht so recht zum erwünschten Ergebnis geführt, also habe ich mich versuchsweise mal damit auseinandergesetzt, ob man nicht irgendwie mit Inhalts- und Nährwertangaben die Zusammensetzung des italienischen Gebräus herauskriegen kann.

Ferrero teilt dem geneigten Leser ja folgendes mit:

  • altes Nutella:
    • 13% Haselnüsse, 7,5% Magermilchpulver
    • Nährwerte: 31,8% Fett (11% gesättigt), 56,8% Kohlenhydrate (55,9% Zucker), 6,6% Eiweiß
  • neues Nutella:
    • 13% Haselnüsse, 8,7% Magermilchpulver, und (im Netz gefunden, steht wohl auf österreichischen Packungen) 7,4% fettarmer Kakao.
    • Nährwerte: 30,9% Fett (10,6% gesättigt), 57,5% Kohlenhydrate (56,3% Zucker), 6,3% Eiweiß

Theoretisch müßte man da mit ein paar Annahmen doch was rauslesen können…

Was einem in die Suppe spuckt, sind zum einen deutlich schwankende Angaben, was denn in den Nüssen und was im Kakao so alles drin ist. Außerdem ward mir irgendwann zugetragen, daß Rohstoffe für die Lebensmittelindustrie soweit wie möglich getuned werden, um die Zahlenangaben zu schönen – Milchpulver ist dort z.B. deutlich zuckerhaltiger als die Endverbraucherversion.

Trotzdem kam nach einer ordentlichen Suche und Spielerei mit Excel was einigermaßen vernünftiges raus: wählt man unter den ganzen Angaben für die Zutaten die raus, die am besten in die Rechnung passen, und kalkuliert ein, daß der Hersteller irgendwo noch Zucker in die Mischung hineinlügt, dann landet man bei folgender Hausnummer für die vollständige Zusammensetzung:

  • Neues Nutella: grob 49% Zucker, grob 17,5% Palmöl, 13% Haselnüsse, 8,7% Magermilchpulver, 7,4% fettarmer Kakao, grob 4% Sojalecithin und irgendwas an Vanillin.
  • altes Nutella: grob 49% Zucker, grob 18% Palmöl, 13% Haselnüsse, 7,5% Magermilchpulver, grob 8,2% Kakao, grob 4% Sojalecithin und irgendwas an Vanillin

Gesetzt den Fall, daß die diversen Schätzungen in dieser Rechnung richtig waren, kann man also aus neuem Nutella altes machen, indem man es vorsichtig erwärmt und in einer 550g-Packung nochmal so 4g entöltes Kakaopulver einrührt.

Das wird bei Gelegenheit mal probiert.


Pech gehabt…

… meine neue Tastatur hätte ich mir mal besser vor dem Jahreswechsel gekauft, da hätte sie noch 50 Euronen (!) weniger gekostet. Scheiße!

Nun gut, jetzt ist eine Cherry MX 3.0 mit den braunen Schaltern bestellt – das erste mechanische Keyboard des Meisters seit damals, als ich noch meinen alten Klotz (irgendein fernöstlicher IBM-Nachbau mit “Buckling spring”-Schaltern) hatte… endlos laut und riesengroß, aber unzerstörbar. Stichwort “laut”: Uniqey-Dämpfer kommen in die neue gleich mit rein. Bombenidee, die die Typen hatten!

Die Cherry ist wohl eine der letzten ihrer Art, nachdem man die Dinger Anfang des Jahres durch ein neues, nicht so flaches Modell ersetzt hat, daher auch die üble Preissteigerung…

Bleibt zu hoffen, daß das Teil länger hält als dieser Apple-Umbau von Logickeyboard, den ich zur Zeit habe. Der ist zwar zwar hübsch und zierlich, aber ziemlich enttäuschend in Sachen Lebensdauer. Wenn man deutlich mehr als fünf Tasten überhaupt nicht mehr lesen kann, nutzt auch die massive Aluplatte nix, die das Matschfeeling doch erheblich reduziert.

Eigentlich hätte es ja rein optisch eine Nanoxia Ncore Retro werden müssen. Nur die kriegt man nicht leiser…

PS: Bevor jemand fragt: nein, der IBM-Clon flog seinerzeit ob der ersten Begeisterung über flache Keyboards auf den Müll. Rückblickend dämlich, aber man kann ja nicht alles aufheben…

Edit: Problem gelöst – der Verkäufer hat mir versehentlich ein Modell mit schwarzen statt braunen Schaltern geliefert, das mir zwar gefallen hat, bei dem aber völlig überteuert war. Retourniert – und für ein Drittel des Preises woanders gekauft :-)


Spontis

Da hat es doch tatsächlich mal wieder eine neue Seite in des Meisters Linksammlung geschafft – Spontis. Eine richtige kleine Community mit mehreren Autoren, und die einzige Seite, die ich kenne, die es hinbekommt, ihre Leser sogar zu angeregten Diskussionen in den Kommentaren bringt – ganz ohne Trolle.

Neu ist ein Gruft-Orakel. Der Meister ist demnach ein Ghoul, dem empfohlen wird, sich diesen Monat von Feuer fernzuhalten. Na, da soll ruhig einer ankommen. Dann wird das höchstherrschaftliche Maschinarium ausgepackt und eben schnell mittels Lötkolben, Taschenakkuschrauber, zwei Schokoladenalufolien, einer Flasche Shampoo und einer Portion Wahnsinn ein Tachyonenwirbelschaumlöscher gebaut!


1500 Dollar…

Wow. Da hat The Daily WTF ja was ganz besonders exquisites ausgegraben. Hochtechnologie par excellence :-)))

Das 1500-Dollar-Netzteil


Scheiß…Drecks…Mist… … WOORD!!!

Maann! Bis vier Uhr morgens hab ich gesucht!! Kann mir mal jemand erklären, warum Mikroweich Word folgendes tut?

  • Formatvorlage “Überschrift 1” benutzen
  • Seite mit Kopf- und Fußzeile versehen
  • Nun packe man zwei Überschriften und je etwas Text untereinander
  • Die zweite Überschrift verfrachte man mittels “Abschnittswechsel–> neue Seite” auf eine neue Seite, so daß die erste Überschrift auf Seite 1 und die zweite auf Seite 2 ist.
  • jetzt noch “Kopf- und Fußzeile für gerade und ungerade Seiten unterschiedlich” aktivieren

… und nun versucht das Dokument zu drucken. Wieviele Seiten kommen da raus?

Beim Meister sinds drei. Word beschließt nämlich offensichtlich eigenmächtig, daß das nun ein Buch sei und daher neue Kapitel immer auf einer ungeraden Seite zu beginnen hätten.

Und. das. kann. man. offenbar. nicht. abschalten – getreu der Devise: “MS Office kann fast alles, aber nix richtig”.

Grr!!!


Doch nicht pwned

Da schläft man selig den Schlaf des gerechten Nachtmenschen und findet frühmorgens um zwölf eine Nachricht vom Ich auf dem Handy, darin ein Bild von der eigenen Website mit einem “Sorry, Pech gehabt” drauf…

Die paar gähnenden Nervenzellen im Schädel denken sich: “Öha, da war doch ein Hacker am Werk?!” und schlagen Alarm. Adrenalinstoß, wach.

Also… wach im urtümlichen “Säbelzahntiger im Anmarsch”-Sinne. Bereit zum Weglaufen. Der Denkapparat ist noch nicht so ganz beisammen. Dies erklärt folgendes:

Der Meister hüpft aus dem Bett, erweckt seinen PC aus der Nachtruhe und beginnt, die Seite zu sichern – Seite offline nehmen, Datenbank sperren, Paßwörter ändern, zwei Kommentatoren Bescheid sagen, deren Emailadressen noch nicht im Zuge der regelmäßigen Datenbanksäuberung entsorgt wurden, im Verwaltungstool des Hosters nachgucken, Datenbank runterladen und mit dem Backup vergleichen, dabei über die grausame Struktur der WordPress-Datenbank zu fluchen (Serendipity war da echt besser), etc… und findet nix.

Also Pause, erstmal duschen, was essen, weitersuchen. Immer noch nix. Nun gut, gehen wir strukturiert vor und räumen endlich mal die Paßwörter auf, wo im Lauf der Zeit aus blanker Faulheit dasselbe Paßwort mehrfach genutzt wurde… Kaum ist das erledigt, wird man dann vom Rechner gepflückt: “Wir wollten doch zu XYZ fahren.”

Auf dem Weg wird weiter gegrübelt, und man stellt an irgendeiner roten Ampel fest, daß da ganz hinten ein Gedanke rumeiert und sich versucht bemerkbar zu machen…

Wieder zuhause sucht man dann die Datenbank durch – und findet den Satz “Sorry, Pech gehabt” als Fehlermeldung in der Zugangssperre, die man vor fünf Jahren mal als kleine Bremse für Russen, Koreaner, Chinesen und andere laut Zugriffslog seinerzeit als “experimentierfreudig” deklarierte Teile der Erdgeographie eingerichtet hat…

Aus unerfindlichen Gründen wurdest Du als Russe klassifiziert, mein Freund. Die Seite ist sauber.

So kann man auch nen Tag rumbringen – immerhin ist nun das Durcheinander bei meinen Paßwörtern beseitigt und ich habe ein nagelneues Backup gemacht :-)