Selbstbelohnung

Ha, das Präsent des Meisters an den Meister: Zwei Wochen noch, und dann bin ich offiziell Teilzeitarbeiter.

Dann kannst Du mich mal kreuzweise, Montagmorgen! :-)


Wie zu erwarten… und noch schlimmer -.-

Tja, da haben die über dem großen Teich ihren egomanischen Vollidioten also nicht vor die Tür gesetzt. Das alte Zitat von Winston Churchill “You can always count on the Americans to do the right thing – after they have tried everything else” fällt einem ein… da hätten die Machtgeilen ja Macht verlieren können. Und der in London sein Unwesen treibende Nachnachnach…folger im Amte des Herrn Churchill mit der blonden Heute-morgen-hatte-ich-den-Finger-in-der-Steckdose-Frisur schickt sich nach Kräften an, dasselbe Ideal anzustreben.

Machtgeil haben wir aber auch hier zur Genüge. Jüngstes Beispiel ein vielleicht in ähnlicher Form stattgefundener Dialog in Thüringen:

“Ey isch bin gewählt! Alda isch bin gewählt!!”

“Ja, aber von wem verdammt noch mal?!”

“Ey is doch egal Alda! Alda isch bin gewählt!!!”

… und dann ist mal einer aufgewacht… der so unerwartet ins Amt gehobene gehörte aber noch eine ganze Weile nicht dazu.

Zurück zu den Amis: da darf man aber selbst dann nur sehr geringfügig hoffen, daß es besser wird, wenn… nein, falls Lord Helmfrisürchen in Bälde von seinem Thron geschubst werden sollte – das hängt davon ab, ob nach über zehn Jahren noch genug nicht verblödetes Volk im Lande ist, um das nach jahrzehntelanger Kleinarbeit vor allem auf den Machterhalt der Republikaner zugeschnittene Wahlsystem zu überlisten.

Das hochinteressante Interview mit dem UNO-Sonderberichterstatter für Folter bezüglich des Wikileaks-Gründers Herrn Assange zeigt jedenfalls wunderbar, was die Amis (in diesem Falle mit höchst aktiver Schützenhilfe der Engländer, der Schweden und der Ecuadorianer – und mit schweigender Zustimmung der restlichen “zivilisierten” Welt inklusive unseres eigenen Landes) tun, um ihnen nicht genehme Leute plattzumachen – und zeigt ganz nebenbei mit dem Finger auf den Zustand unserer Demokratien.
Recht und Gesetz? Scheißegal.
Auch wenn ich den Mann so, wie er sich seinerzeit gegeben hat, nicht besonders mag, hat er solche Gestapo-Methoden nicht verdient.

Und wer war 2010 Präsident? Ein Mitglied der demokratischen Partei der Amis…


Was da wohl der Zoll sagt…?

$Muttern kommt auf Gedanken…:

Beim aktuellen Care-Paket (Computer, Taschenlampe, Nähzeug, viel Schwarzbrot) ist noch etwas Platz übrig. Also fragte ich mal nach, was denn noch dazusolle, und bekam folgende Antwort:

Schick mir,wenn Du willst, Kochkäse und Harzer ohne Kümmel für Handkäs mit Musik.

Nun überlegen wir mal. Das Paket kommt hier zur Post. Dann landet es in Frankfurt, wird dort in ein Frachtflugzeug gepackt und anschließend nach Miami geflogen.

In Miami kann man nicht davon reden, daß die Temperaturen auch nur annähernd an die eines Kühlschrank herunterreichen – Januar hin, Januar her.

Dort liegt es dann so ein bis drei Wochen beim Zoll herum, anschließend karrt es ein Lastwagen der Ami-Post zu der Spedition, die für den privaten Postservice im Lande der komischen Duschköpfe arbeitet – und die packen es ein, karren es zurück zum Flughafen und schicken es wieder per Flieger nach Guatemala City (auch kuschelig warm), wo es erneut beim Zoll rumliegt und dann per LKW unter mittelamerikanischer Sonne die drölfzig Kilometer nach Antigua gekarrt wird.

Im günstigsten Fall. Der ungünstige Fall nennt sich “per Laster knapp 3000 Meilen quer durch Texas und Mexico”. Da reift der Käse dann noch besser.

Und nun stellen wir uns vor, was der Harzer Käse (der ja schon bei korrekter Lagerung durch mehrere Plastiktüten hindurchstinkt) in dieser Zeit anstellt…

Zugegeben: würde man eine Videokamera dazupacken, wäre das grünliche Anlaufen des Zollbeamten beim Öffnen der Sendung und dem Anblick eines ihm fröhlich zuwinkenden Käses sicherlich ein garantiert unvergeßliches Erlebnis für die Nachwelt.
Trotzdem laß ich das mal lieber – die halten das Paket sonst für einen terroristischen Erstschlag mit biochemischen Waffen…


Schee verratzt

Wer findet den Fehler?

Seit… hm… drei? Jahren liegen hier ja eine überfräste Aluplatte und ein vom Chinamann auf Maß geschnitztes Heizdingsda rum, die meinem 3D-Drucker mal miteinander verheiratet als Heizbett dienen sollen. Bisher gab es aber immer was anderes zu tun.

Nun kam die Laune und der zündende Gedanke zu einer tauglichen Halterung für die Glasplatte zum drauf drucken zusammen. Also staubte der Meister das Alu ab, bohrte Löcher, schnitt Gewinde und preßte zwei gerade greifbare Neodym-Magnete in die Platte ein, die – so der Gedanke – dann einen Griff halten mögen, der die Glasplatte beim Druck festklemmen soll. Nach dem Druck Griff abziehen, Glasplatte raus, alles gut. Auf jeden Fall komfortabler als die meist genutzten Papierstapelklemmer aus Federblech.

Tja, und dann hab ich die Platte, um auch sicher alle Eigenspannungen da rauszukriegen, nochmal gerichtet und dann für drei Stunden bei 270°C in den Ofen gelegt. Die ist jetzt nach ein wenig vorsichtigem Überschleifen auch wunderbar gerade und aller Voraussicht nach auch spannungsfrei …

Ich guck dann mal, wie ich die Magnete wieder aus ihrem Sackloch rauskriege. -.-


Wenn zwei erwachsene Männer reden…

Das Ich war neulich endlich mal wieder hier. Also dackelten zwei “Herren in den besten Jahren” quatschenderweise durch die Wohnung des Meisters – und, geführt durch unser Thema, fanden wir uns im Werkstatt-/Bastelzimmer wieder. Ein Duschkabinentürfesthalteelement aus dem 3D-Drucker wars, worüber wir sprachen.

Das Ich läuft also an Standbohrmaschine und Schraubstock vorbei , betrachtet amüsiert die Kleinteilesortimentskästen mit den sortierten Schrauben drin (eine der in der Umsetzung nervigsten, im Ergebnis aber besten Ideen, die meine Wenigkeit je hatte – keine Ahnung, wieviele hundert Mal ich “die Kiste mit den Metallschrauben” vorher auf dem Boden ausgeleert, den Inhalt durchsucht und danach alles wieder zusammengesammelt habe)…

… öffnet den Schrank mit Öl, Fett, Farbe und Klebstoff drin, nimmt ne Nase, und…:

“Mann – das riecht ja wie in ner Werkstatt!”

Leicht irritierter Blick meinerseits: “Alter, guck: wir *sind* in ner Werkstatt!”

Aber Werkstatt hin oder her: es war ein schöner Abend, mein Freund. Sollten wir mal wieder versuchen öfter hinzukriegen ;-)

Das von Dir angesprochene Problem des Umgehens von PiHole durch direkten IP-Aufruf ohne DNS ist nebenbei ebenfalls gelöst – einfach direkte IP-Aufrufe durch die Fritzbox verhindern und da dann nur die gewünschten IPs freischalten. Bisher tauchen aber nur zwei Telegram-IPs in der Liste auf :-)


Essen aufwärmen für Männlein und Weiblein

Es gibt ja ungezählte Varianten der unterschiedlichen Herangehensweise der Geschlechter – sei es beispielsweise beim “Hallo”, beim Kauf einer Unterhose oder bei der Fahrt zum Geldautomaten.

Hiermit kann der Meister eine weitere Erkenntnis dieser Sammlung hinzufügen:

Wärme eine Portion Fleisch mit Sauce auf

Mann:

  • in die Küche gehen
  • Kühlschrank öffnen
  • zur Ehre der jagenden Vorfahren einmal grunzen und optional am Sack kratzen oder (um anwesende Weibchen zu beeindrucken) mit dem Fäusten auf dem stahlharten Waschbärbauch trommeln und dabei röhren
  • Plastikdose mit dem Futter rausnehmen
  • in die Mikrowelle damit
  • warmmachen
  • feststellen, daß man noch Nudeln oder sowas braucht
  • 5min angestrengt überlegen, ob man irgendwas nudelartiges hat, was man eventuell mit in die Dosen kippen und zusammen mit dem Essen in der Mikrowelle erwärmen kann, um danach keinen Kochtopf spülen zu müssen
  • Nudeln in einem zähneknirschend aus dem Schrank geholten Topf kochen (dabei Essen nochmal warmmachen) mit der Gabel rühren
  • Nudeln mit dem Eßbesteck aus dem Wasser fischen oder Wasser mit dem Topfdeckel abgießen
  • Domestizierte Männer kippen nun alles auf zwei Teller (Dose auskratzen mit Gabel und Messer), die anderen kippen die Nudeln in die Plastikdosen rein
  • essen. Das Besteck von den Nudeln wiederverwenden.
  • spülen: ein Topf, eine Dose, eine Gabel, ein Messer.

Frau:

  • in die Küche gehen
  • Kühlschrank öffnen
  • Plastikdose mit dem Futter rausnehmen
  • feststellen, daß man die Soße ja noch etwas verfeinern kann
  • Soße mit einem Löffel vom Fleisch trennen und in einen sauberen Kochtopf kippen
  • Nudelwasser in einem zweiten Topf aufsetzen und Nudeln kochen
  • feststellen, daß man noch etwas Gemüse dazu machen kann und zwei Röschen Brokkoli mit einem Gemüsemesser abschneiden
  • Brokkoli in einem dritten Topf aufsetzen.
  • Soße erwärmen, mit einem Kochlöffel umrühren und mit einem Schuß Sahne verfeinern. Zum Abschmecken mit einem Teelöffel probieren.
  • Nudeln mit einem anderen Kochlöffel umrühren
  • Fleisch in die Mikrowelle stellen
  • warmmachen
  • Teller nehmen
  • Fleisch mit einer Fleischgabel auf dem Teller verteilen
  • Nudeln in ein Sieb abschütten
  • Nudeln mit einer passenden Nudelgreifhilfe auf dem Teller verteilen
  • Gemüse mit einer Siebkelle aus dem Wasser holen und auf dem Teller verteilen
  • Sauce mit einer kleinen Schöpfkelle auf dem Teller verteilen
  • frisches Besteck nehmen
  • essen.
  • spülen: drei Töpfe, eine Dose, ein Gemüsemesser, zwei Kochlöffel, eine Fleischgabel, ein Sieb, eine Nudelgreifhilfe, eine Siebkelle, eine Soßenkelle, ein Teller, eine Gabel, ein Messer, ein Löffel, ein Teelöffel, eine Herdplatte.


Genau wie gedacht

Nach der seit langem bekannten sehr eindeutigen Einstellung des werten Herrn Zuckerberg (Zitat: “Sie ‘vertrauen mir’. Vollidioten.”) zu den Interessen seiner Kunden hatte ich nun wirklich nichts anderes erwartet: Heise meldet, daß Facebook die vom Kunden in Facebook gesetzte Datenschutzeinstellung zur Standortbestimmung ignoriert. Der Knopf bewirkt lediglich, daß zwischen zwei verschiedenen Arten des Standorttrackings umgeschaltet wird.

Mal wieder ein Beweis dafür, daß der Typ seine Kunden als nichts anderes betrachtet denn als Melkvieh, das gefälligst keine eigene Meinung zu haben hat. Man mache sich nix vor: effektiv isses doch so, daß hinter jeder Option zur Einstellung des Verhaltens von Website oder App bei Facebook, Whatsapp, Instagram, Playgiga und den anderen Läden dieses Konzerns ein kleiner Mark Z. hockt, der fröhlich singend die Einstellung grad wieder auf den für Fratzbuch genehmen Wert zurückändert. All your data are belong to us – Recht und Gesetz und Kundenwunsch schert uns einen Scheißdreck. Selbst Google ist IMHO nicht ganz so dreist.

Das wunderschöne Kind “Internet” der Neunziger ist erwachsen und alt geworden – und nun öffnet einem beim Start des Browsers eine fette, ranzige, versoffene Kommerzhure im fleckigen Jogginganzug die Tür, lügt Dir nach Strich und Faden was vor, betäubt Dich mit ihrem fauligen Atem, durchwühlt ungefragt all Deine Taschen und stopft Dir Bündel um Bündel voll auf dem Klo zerlesener schmieriger Aldi-Heftchen ins Maul.

Und jetzt frage sich nochmal einer, weshalb ich nach Kräften danach trachte, das alles für meine Geräte zu blockieren…


“Grey’s Asylum”

Ein Fund aus der Sponti-Wochenschau: Grey’s Asylum, eine Art Grufti-Muppetshow. Da hat sich jemand echt Mühe gegeben – allein schon die ganzen Puppen zu basteln…

Des Meisters persönlicher Favorit ist eindeutig der Spruch des Tages, der Rest schwankt zwischen witzig und etwas anstrengend.

"Grey's Asylum"
Grey’s Asylum 1: Der Spruch des Tages


Tja…

Adjö*, Frau Fredriksson.

Das muß man der Frau mal nachmachen. Von den 80ern bis zur Jahrtausendwende diverse Hits, dann mit gerade mal paarundvierzig einen üblen Hirntumor überstanden, und dann nach einigen Jahren wieder erfolgreich – halb taub, halb blind, zum Teil gelähmt, scheißegal.

Das nötigt einem Respekt ab. Und “She’s got nothing on (but the radio)” war einer der sehr wenigen neuen Mainstream-Popsongs, die ich tatsächlich gut fand.

Umso trauriger, daß sie jetzt den Kampf doch verloren hat und unter der Erde liegt. Roxette war irgendwie eine der Bands, die mich immer wieder mal ein Stückchen begleitet haben, trotz mangelnder Düsternis.

*: Nein, das ist nicht falsch geschrieben, das ist schwedisch.


“Der Schrott” hat lang gehalten…

Vor ein paar Tagen hat die Musik im Auto angefangen zu krachen – die Endstufe ist im Eimer.

Nach… acht Jahren? Tatsächlich, ich hab den kleinen schwäbischen Panzer jetzt schon acht Jahre. Gut, nach dieser Zeit weiß man natürlich erstmal nicht mehr so ganz genau, was man denn da damals verbaut hat – aber es war die Endstufe aus meinem alten Auto. Und die hatte schon das Auto davor gesehen… und das Auto davor auch. Und davor hab ich sie gebraucht einem damaligen Kumpel für zwanzig Mark abgekauft, weil die Magnat, die ich damals hatte (gibts die überhaupt noch?) im Vergleich echt mies klang.

Nach dem Ausbau war es dann wieder klar: eine RTO Black Magic isses, die da an dem von Mercedes freundlicherweise für eine Endstufe vorgesehenen Blech im Beifahrerfußraum hing.

In der Summe hat diese olle schwarze Kiste von RTO Hamburg über zwanzig Jahre gehalten, und das mit einem dem Meister nach fleißigem Feilen an den Einstellungen des Radios durchaus genehmen Klang. Dafür, daß die Dinger um die Jahrtausendwende jeder als “Scheiße!!” bezeichnet hat, kein schlechter Schnitt.

Allerdings muß da irgendein Wunder gewirkt haben. Beim Zerlegen der Kiste sind mir nicht nur gleich drei Transistoren nach dem Lösen der Halteschrauben entgegengefallen (ja, die waren wohl mal festgelötet – was der Hersteller halt so “Löten” genannt hat…), sondern auch Teile der Kupfer-Leiterbahnen von der Platine einfach runtergebröselt (!).

Jetzt steckt da eine – trotz gleicher Leistung halb so große, SMD machts möglich – Eton Mini drin, die hoffentlich genauso lange hält. Und die Equalizerkurve des Radios hat sich auch geglättet :-)